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Nato-Beitritt: Türkei macht Weg für Finnland und Schweden frei - und soll dafür „ernste Gewinne“ erhalten

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Serie: Vereine und ihre Kinder

Sportverein Edling trainiert bereits Zweijährige „Turnzwerge“

Das große bunte Schwungtuch ist bei den Kleinsten im DJK-SV Edling besonders beliebt.
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Das große bunte Schwungtuch ist bei den Kleinsten im DJK-SV Edling besonders beliebt.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Der DJK-SV Edling hat einen besonderen Fokus auf die Jugendarbeit gelegt. Hier stürmen bereits Zweijährige die große Schulturnhalle.

Edling – 1300 Mitglieder hat der Sportverein DJK-SV Edling aktuell und 480 von ihnen sind unter 18 Jahre alt. Das bedeutet, dass knapp 37 Prozent der Mitglieder Kinder und Jugendliche sind. Georg Plischke freut sich als Zweiter Vorsitzender sehr darüber. „In meinen Augen sind die Kinderturngruppen mit derzeit etwa 170 Kindern die wichtigsten Abteilungen im Verein“, betont er sogar. „Von den „Turnzwergen“ an, über Abenteuert- und Geräteturnen bis zur Leichtathletik wird doch der Grundstein gelegt für sportliche Betätigung“, führt er weiter aus.

Der 63-Jährige hat selbst beobachten können, wie die kleinsten Sportler des Vereins am Mittwoch die große Turnhalle stürmen. „Da rennen sie dann sofort los – das ist ein richtiger Aha-Effekt in dem riesengroßen Raum“, beschreibt er. „Man sieht sofort, dass sie großen Spaß an der Bewegung haben.“

Das kann Stephanie Wunderlich nur bestätigen. Seit 2017 ist sie die Leiterin der „Turnzwerge“ zwischen zwei und vier Jahren: 25 Kinder kommen immer mittwochs gemeinsam mit einer Begleitperson – meist Mama, Papa, Opa oder Oma. Für eine dreiviertel Stunde wird dann geturnt, gesungen, balanciert und geworfen.

Fairness und soziales Verhalten

Der DJK-SV Edling habe schon immer ein besonderes Hauptaugenmerk auf die Jugendarbeit gelegt, weiß Plischke zu berichten. Seit 1960 besteht der Verein und von Beginn an wurden unzählige Jugendliche und Kinder in den verschiedenen Sportarten aus- und fortgebildet. „Die DJK-SV Edling leistet damit in der Gemeinde einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Bildung von Kindern und Jugendlichen – insbesondere im Hinführen zu Fairness und sozialem Verhalten“, macht er deutlich.

Und diese Arbeit geschieht meist ehrenamtlich – so wie bei Stephanie Wunderlich. Die dreifache Mutter hat mit ihrem ältesten Sohn Ben selbst die Turnzwerge besucht und zwei Jahre später die Leitung übernommen.

Richter Zeitpunkt zum Aufhören ist wichtig

Seit fünf Jahren plant sie eigenständig und ehrenamtlich Woche für Woche die Turnstunde. „Ich habe im Laufe der Jahre viele Fotos von Aufbauten gemacht, die ich in der Halle mit den Kindern nutzen kann“, verrät sie. Die Fotos habe sie auf festen Karten ausgeduckt und mit denen macht sie sich nun mittwochs immer auf den Weg in die Turnhalle. Dort trifft sie auf vier Helfer aus dem Verein, die ihr beim Aufbau der Geräte helfen – immer genau nach dem Plan auf den Fotokarten.

Dann kommen die Kinder hereingestürmt. Nach einem Begrüßungslied dürfen sie die Geräte bespielen. Ihre Begleitpersonen übernehmen an den Geräten die Hilfestellung, damit nicht passiert. „Die Kinder dürfen rumflitzen und alles ausprobieren. Vor allem aber sollen sie Spaß an der Bewegung haben, das ist das Wichtigste“, betont die 36-Jährige. Deshalb sei es auch wichtig, den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören zu finden. „Nach einer gewissen Zeit nehmen Konzentration und Kraft bei den Kindern nämlich deutlich ab, dann sollte auch Schluss ein“, erklärt die Leiterin der Turnzwerge.

Gemeinsam mit den Begleitpersonen der Kinder wird deshalb nach einer guten halben Stunde sportlicher Betätigung alles wieder abgebaut – und dann gibt es das Abschlusslied. „Am meisten freuen sich die Kinder, wenn das bunte Schwungtuch zum Einsatz kommt. Das ist sehr beliebt“, weiß die Gruppenleiterin.

Der Traum von einer Karriere als Fußballer

So mancher der kleinen Zwerge wirft nach dem „Training“ schon mal einen Blick auf die Fußballer, die mittwochs anschließend die Halle nutzen. „Wer weiß,“ überlegt Stephanie Wunderlich, „ob dabei nicht bei dem ein oder anderen Zwerg bereits der Traum von einer großen Fußballkarriere beginnt.“

Wer bändigt die „Turntiger“?

Die „Turnzwerge“ beim DJK-SV Edling sind zwischen zwei und vier Jahre alt und trainieren mit einer Begleitperson. Der Zulauf zur Gruppe ist groß. Es gibt eine lange Warteliste. Für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren gab es beim DJk-SV Edling bisher immer die „Turntiger“, die ohne Begleitperson zum Training kamen. „Leider haben wir momentan keine Leitung für die Gruppe“, bedauert Stephanie Wunderlich. Wer sich zutraut, die Turntiger zu bändigen, brauche keine Trainerlizenz, sondern vor allem Freude an der Bewegung, Verantwortungsbewusstsein und ein Händchen für die Arbeit mit Kindern. Näheres erfahren Interessierte bei Abteilungsleiterin Bernadette Baumann.

Lena mit Mama Sabrina Demmel

Lena (4 Jahre)

Die vierjährige Lena kommt mit ihrer Mama Sabrina Demmel regelmäßig zu den Turnzwergen. Die kennt sie schon von ihrem großen Bruder Felix, der auch bereits in dieser Gruppe „trainiert“ hat. „Lena mag es am meisten, irgendwo runter zu springen“, verrät uns ihre Mutter.

Nils mit Papa Nico Hiller

Nils (3,5 Jahre)

„Nils ist dreieinhalb Jahre jung und liebt einfach alles am Kinderturnen – er ist nicht zu stoppen“, sagt Vater Nico Hiller. Sein Sohn ist seit September 2020 bei den Turnzwergen aktiv. Nico ist einer der wenigen Väter, die ihre Kinder regelmäßig hierher begleiten

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