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Ausprobiert und miterlebt

„Spinning? Die spinnen doch“: Redakteurin Sophia Huber probiert neues Sportangebot in Edling

Durchgeschwitzt, aber zufrieden mit sich war Redakteurin Sophia Huber am Ende der Stunde.
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Durchgeschwitzt, aber zufrieden mit sich war Redakteurin Sophia Huber am Ende der Stunde.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Schnaufen, Strampeln und Schwitzen: Der Sportverein Edling hat ein ungewöhnliches neues Angebot: Spinning, also „drinnen Radfahren“. Eine Sportart, die man eher im Fitnessstudio erwartet. Redakteurin Sophia hat sich aufs Rad geschmissen. So war das Training.

Edling – Zugegeben, ich war am Anfang etwas skeptisch. „Spinning“, dachte ich, „der Name passt, die spinnen.“

Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr gerne Fahrrad fahre. Privat und beruflich verbringe ich viele Stunden auf dem Drahtesel. Im Sommerurlaub auch mal mehrere Tage. Es ist klimafreundlich, gut für die Gesundheit und ich finde, man sieht mehr als mit dem Auto. Für mich war die Idee von „Indoor Cycling“, also in einem Raum zu sitzen ohne Änderung der Szenerie, deshalb etwas befremdlich.

Nicht wie „normales Fahrradfahren“

Naiv wie ich war, dachte ich auch: Wie anstrengend kann das denn sein? Eine Stunde Fahrrad fahren, das packe ich doch mit links – und wurde eines Besseren belehrt. Denn was mir nicht bewusst war: Nur weil es „Indoor Cycling“ heißt, bedeutet es nicht dasselbe.

„Das ist nicht wie normales Fahrradfahren“, waren auch die ersten Anweisungen von Elke Axthammer. Zweimal in der Woche bietet sie seit kurzem im Edlinger Sportheim Spinning an.

Die Geräte hat der Edlinger Sportverein bereits vor Jahren von einem Fitnessstudio erstanden. Bisher standen sie allerdings eher in der Ecke. Das will Axthammer ändern. Sie selbst betreibt die Sportart seit 20 Jahren und sei „total begeistert“. „Das ist für jeden etwas“, glaubt sie, vom fitten Fußballer über Personen, die nur selten Sport treiben bis hin zum Senior, der sich Bewegung für die steifen Gelenke wünscht.

Gut gelaunt führt Elke Axthammer durch die Stunde.

Schwierigkeit selbst einstellen

Denn an den Geräten, erklärt Axthammer, könne sich jeder seinen Schwierigkeitsgrad selbst einstellen. „Der, der es ein bisschen sportlicher mag, kann einfach den Widerstand hochdrehen“, sagt sie, „und der, der es lockerer braucht, dreht ihn runter.“ Und noch etwas ist anders, als beim Radfahren: „Man kann nicht einfach anhalten.“ Stattdessen könne man entweder Stück für Stück langsamer werden oder einen Art Nothalt-Knopf drücken. Und genau darum, stelle ich nach der kurzen Instruktion fest, ist es auch so anstrengend.

Bisher war mir nicht bewusst, wie oft ich mir beim Radfahren eine kurze Pause gönne, also nicht trete. Beim Spinning bin ich allerdings nach zehn Minuten durchgeschwitzt – also nach dem „lockeren Einfahren.“

Dann geht es erst richtig los. „Wir fahren auf den Berg. Stellt den Widerstand nach oben und aufstehen“, ruft Axthammer über die Musik. Ich drehe am Widerstand, stemme mich hoch und werde automatisch langsamer, ist ja immerhin ein Berg. „Und Takt, Takt, Takt“, ruft Axthammer. Noch ein Unterschied zum „normalen“ Radfahren. Die Musik gibt die Geschwindigkeit vor, nicht ich.

Mehrere Berge in einer halben Stunde

Ich trete schneller. In Gedanken verfluche ich den imaginären Berg. Immerhin das ähnelt meinen bisherigen Erfahrungen. In der nächsten halben Stunde erklimmen wir mehrere Berge, fahren „Jumps“, bei dem schnell zwischen Sitzen und Stehen gewechselt wird und sprinten in doppelter Geschwindigkeit die Strecke entlang.

Zugegeben, die Szenerie fehlt mir trotzdem. Aber am Ende kann ich sagen: Durchgeschwitzt bin ich und anstrengend war es auch. Wer auf der Suche nach einer neuen Sportart ist, sollte Spinning deshalb auf jeden Fall eine Chance geben. Damit meine ich auch begeisterte Fahrradfahrer, die noch etwas skeptisch sind.

Die Spinning-Klasse am Montag ist gut besucht.

Spinning in Edling

Montags und donnerstags bietet der Sportverein Edling Spinning an. Start ist jeweils um 19 Uhr, Treffpunkt ist das Sportheim Edling Ramsau 5a. Anfänger und Interessierte werden gebeten, beim ersten Mal für eine kurze Einweisung um 18.30 Uhr zu erscheinen. Eine Schnupperstunde und der Einstieg ist jederzeit möglich. Für die Teilnahme nötig ist eine Mitgliedschaft beim Edlinger Sportverein, eine Fünferkarte für das Spinning kostet 25 Euro, eine Zehner-plus-eins-Karte kostet 50 Euro. Für weitere Informationen und zur Anmeldung steht Elke Axthammer unter der Handy-Nummer 0176 / 71215885 zur Verfügung.

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