Spielstraße in Haag soll erweitert werden, doch das ist gar nicht so einfach

Hier endet die Spielstraße Hubfeldstraße. Die Antragsteller wünschen eine Verlängerung des verkehrsberuhigten Bereiches bis zur Einmündung Rainbachbachstraße. Auf unserem Bild ist das im hinteren Bereich, wo die blauen Mülltonnen stehen.
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Hier endet die Spielstraße Hubfeldstraße. Die Antragsteller wünschen eine Verlängerung des verkehrsberuhigten Bereiches bis zur Einmündung Rainbachbachstraße. Auf unserem Bild ist das im hinteren Bereich, wo die blauen Mülltonnen stehen.

Manuela Obkirchner hatte mit Unterstützung der Anlieger für die Hubfeldstraße die „Erweiterung des verkehrsberuhigten Bereichs bis zur Einmündung in die Rainbachstraße“ beantragt. Spielende Kinder seien nach Ansicht der Antragsteller gefährdet, da die Pkw-Halter „viel zu schnell“ fahren.

Von Ludwig Meindl

Haag – Daraufhin begab sich die örtliche Polizei vor Ort und stellte fest, dass die baulichen Voraussetzungen für eine Verkehrsberuhigung nicht gegeben seien.

Die Straßenverkehrsordnung verlangt eine „besondere Gestaltung, die den Eindruck vermittelt, dass die Aufenthaltsfunktion der Straße überwiegt“ und der Fahrzeugverkehr eine untergeordnete Bedeutung hat. Das fordere einen niveaugleichen Ausbau der ganzen Straßenbreite. Die Kosten für die baulichen Maßnahmen mit Entfernen des Gehwegs, mit der Tieferlegung der Trinkwasserleitung und dem Anpassen der Entwässerung veranschlagte Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) auf 50.000 Euro.

Schwierige Lösungsfindung

Der Antrag der Anwohner sei nicht so unproblematisch umzusetzen: „Da kann man nicht einfach ein Schild aufstellen.“ Dr. Bernhard Grabmeyer (Freie Wähler) verwies auf das niedrige Hochbord des Gehsteigs und regte „optisch Prägendes“ an, das auf die Straße zu setzen sei: „Das ist einfacher und kostet nicht so viel.“ Für eine „Grüne Zone“ halte sie den Bereich zu eng, ergänzte Bürgermeisterin Sissi Schätz. Die Anwohner wollten hier auch parken.

Klaus Breitreiner (CSU) berichtete von seiner Besichtigung. Die Straße befinde sich in gutem Zustand. Er schlage vor, dass sie bei nächster Gelegenheit einer Erneuerung die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung erhalten könne. Engstellen wie auf der Straße nach Oberndorf, durch die jeweils nur ein Auto fahren könne, schlug Zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer vor. Dazu brauche es deutliche Einengungen, ergänzte Sabrina Grünke vom Bauamt. In der Abstimmung befürwortete den ursprünglich beantragten Umbau nur ein Bauausschussmitglied gegen acht Ablehnungen. In einem zweiten Beschluss sprachen sich acht gegen neun für die Lösung von Einengungen aus.

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