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Neue Zahlen vorgelegt

Turbulenter Immobilienmarkt und paradoxe Kundeneinlagen: Sparkasse Wasserburg zieht Bilanz

Zufrieden mit der Bilanz des Pandemie-Jahres 2021: Die Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Wasserburg, Andreas Bonholzer, Peter Schwertberger, Mischa Schubert (von links).
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Zufrieden mit der Bilanz des Pandemie-Jahres 2021: Die Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Wasserburg, Andreas Bonholzer, Peter Schwertberger, Mischa Schubert (von links).
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Mit der Bilanz aus dem von Corona überschatteten Geschäftsjahr 2021 können die Vorstandsvorsitzenden der Wasserburger Sparkasse zufrieden sein: Die Bilanzsumme stieg leicht an von 1,34 Milliarden Euro auf 1,39 Milliarden Euro. Doch im Immobiliengeschäft ändert sich langsam einiges.

Wasserburg – Es war die letzte Bilanzpressekonferenz in der Vorstandschaft von Peter Schwertberger: Am Donnerstag legte er als scheidender Chef der Kreis- und Stadtsparkasse Wassserburg die Geschäftsergebnisse seines Hauses vor. Nach 22 Jahren Tätigkeit in der Sparkasse wird er Ende des Jahres in den Ruhestand gehen. Der Verwaltungsrat bestimmte bereits Mischa Schubert (52) zum Nachfolger, neues Vorstandsmitglied wird Andreas Bonholzer (46), Vorsitzender des Wirtschafts-Förderungs-Verbandes Wasserburg.

Teilhabe am ökologischen Umbau

Schwertberger nannte die Bilanz des Geschäftsjahrs 2021 „sehr solide“ mit einer leichten Steigerung der Bilanzsumme von 1,34 Milliarden Euro (2020) auf 1,39 Milliarden Euro. Man habe ein Gesamtplus von drei Prozent erwirtschaftet: „In einem herausfordernden Marktumfeld ein ordentliches Ergebnis.“ Das Jahr sei besser gewesen, als man angesichts der Rahmenbedingungen erwarten konnte. „Das lässt uns ganz gut in die Zukunft blicken“, so Schwertberger.

Und er betonte die Bedeutung der Sparkassen beim ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft: „Wesentliche Kapitalanteile werden aus unserer Gruppe kommen müssen.“ Als besondere aktuelle Herausforderungen nannte er den Krieg in der Ukraine und die Gasknappheit. Schwertberger bewertete die Abschwächung des Einlagenwachstums positiv.

Risiken vermeiden

In den vergangenen Jahren sei die Sparkasse mit der paradoxen Situation konfrontiert gewesen, dass Kundeneinlagen eine Netto-Belastung bedeutet hätten, im vergangenen Jahr sei es jedoch zu einer Normalisierung gekommen. Der Sparkasse seien Gelder in Höhe von 31 Millionen Euro zugeflossen – ein Plus von gerade noch drei Prozent. Der Vorstandsvorsitzende bezifferte die Höhe des Eigenkapitals auf 168 Millionen Euro, womit die Sparkasse Wasserburg deutlich über dem Schnitt der bayerischen und auch der deutschen Sparkassen insgesamt liege. Schwertberger betonte, dass die Sparkasse bei ihren Geschäften keine großen Risiken eingehe.

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Bestes Jahr in der Geschichte

Mit Blick auf die Ertragslage sagte er, der Jahresüberschuss sei 2021 gegenüber dem Vorjahr leicht auf 1,6 Millionen Euro gestiegen. Der Wertpapierhandel sei stark gewachsen: „Wir haben ein Geschäft gehabt wie noch nie.“ Auch das Darlehensgeschäft 2021 sei das beste in der Geschichte der Sparkasse Wasserburg gewesen. Mischa Schubert teilte mit, dass private Wohnungsbaukredite in Höhe von knapp 112 Millionen Euro vergeben wurden.

Entgegen der Befürchtungen zu Beginn der Pandemie habe die Dynamik nicht nachgelassen.

Immobiliengeschäft verändert sich

Zum Immobilienmarkt hieß es, dass die Sparkasse Wasserburg als einer der größten Makler der Region im Jahr 2021 insgesamt 33 Immobilien mit einem Objektwert von 22,7 Millionen Euro vermittelt habe. Die Nachfrage sei weiter sehr hoch, das Angebot gering. Bei den Preisen sei ein weiterer Anstieg zu verzeichnen, vereinzelte Kaufinteressenten würden aber jetzt etwas zurückhaltender agieren. Da Neubau-Kosten stark ansteigen, wird nach Einschätzung der Sparkasse die Nachfrage nach Bestandsimmobilien hoch bleiben. Schwertberger wies zudem auf das Engagement der Sparkasse für ukrainische Flüchtlinge hin: Zwei Familien sei jeweils eine Wohnung in Rott und Edling zur Verfügung gestellt worden.

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