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Nachfrage nach günstigem Wohnraum groß

Sozialwohnungen: Eiselfing regelt die Vergabe – das müssen Bewerber nachweisen

Der Gemeinderat Eiselfing hat festgelegt, welche Kriterien Interessenten erfüllen müssen, wenn sie eine Wohnung im bald fertigen Gebäude des sozialen Wohnungsbaus in der Josef-Huber-Straße erhalten möchten.
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Der Gemeinderat Eiselfing hat festgelegt, welche Kriterien Interessenten erfüllen müssen, wenn sie eine Wohnung im bald fertigen Gebäude des sozialen Wohnungsbaus in der Josef-Huber-Straße erhalten möchten.

„Die Wohnungsnachfrage in Eiselfing ist sehr hoch. Eine Entspannung auf dem Markt ist nicht in Sicht“, so Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne) im Gemeinderat. Er beriet über die Kriterien, die Interessenten erfüllen müssen, wenn sie eine Wohnung im Neubau in der Josef-Huber-Straße erhalten möchten.

Eiselfing – Die Verwaltung hatte den Entwurf der Vergabekriterien für den sozialen Wohnungsbau bereits im April vorgelegt. Die Beratung dazu mit der Beschlussfassung fand nun statt.

Unterstützung für Einheimische

Die Vergabe der Wohnungen soll eine Kommission übernehmen. Einig war man sich im Gemeinderat, dass dieses Gremium aus drei bis maximal fünf Personen bestehen soll. Man denkt dabei daran, beim Verein „Zeit für Di“ und beim Pfarrgemeinderat nachzufragen, ob sich Vertreter eine Mitarbeit vorstellen können. Mit im Gremium dabei sein wird auch jemand aus der Gemeindeverwaltung.

Voraussetzung für eine Bewerbung ist ein Wohnberechtigungsschein vom Landratsamt. Außerdem sollten Bewerber ihren Wohnsitz in der Gemeinde Eiselfing haben. „Das wäre gut, denn gerade unsere Bürger sollen durch unser Projekt Hilfe erhalten“, sagte Georg Lichtmannegger (UWE) zu diesem wichtigen Kriterium.

Lange Debatte über Haustiere

Relativ lange wurde über die Haltung von Haustieren im Haus diskutiert. Letztendlich einigte man sich auf die Formulierung „ausschließlich Kleintiere“. „Denn die Gefahr, die womöglich von Kampfhunden ausgeht, muss man beachten“, machte Michael Maier (CSU) deutlich. „Das gefährdet den Frieden im Haus“. Haustiere ganz auszuschließen, wie Gemeinderat Ulrich Hemmer (SPD) meinte, gehe aus rechtlichen Gründen nicht. Dies bestätigte auch Gemeinderätin Silvia Dietinger (Grüne). Ergänzend fügte sie noch an, wie schwierig es sei, ein nach dem Einzug erworbenes Tier nicht zuzulassen. Bauamtsleiter Laurentius Fischer schlug deshalb vor, diese Eventualität über den Mietvertrag zu regeln.

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Er informierte auch über den zu erwartenden Mietpreis. „Zwischen 8,50 und neun Euro für den Quadratmeter Wohnfläche wird sich der Preis bewegen“ sagte er auf Nachfrage im Zusammenhang mit der Beratung über die Anzahl der Monatsmieten, die als Kaution hinterlegt werden müssen. Während Josef Wagner (UWE) diesbezüglich auf die schwierige Situation von Empfängern kleiner Renten hinwies, meinte Lichtmannegger: „Man muss die Wohnungen schon sinnvoll vermieten. Das erbaute Gebäude ist teuer und muss erhalten bleiben“. Eine Meinung, die Manuel Latein (UWE) mit ihm teilte. Und Michael Maier betonte noch, man müsse auch schauen, ob die finanziellen Voraussetzungen für die Kaution überhaupt gegeben seien. Hier wusste Irmgard Inninger (UWE), dass beispielsweise bei Empfängern von sozialen Transferleistungen die Kaution von den öffentlichen Trägern übernommen werden könne.

Mit Verweis auf vergleichbare Vorgehensweisen in der Stadt Wasserburg schlug der Bürgermeister vor, die angedachten Kaution auf drei Monate zu belassen und im Einzelfall andere Regelungen in der Mietvereinbarung nicht auszuschließen. „Schon im Juni soll das Verfahren mit den Kriterien bekannt gegeben werden, ebenso der Stichtag für die Bewerbung. In der Gemeindeverwaltung wird dafür ein Antragsformular vorbereitet, das dann noch vom Gemeinderat freigegeben werden muss“ sagte Reinthaler zum weiteren Verfahren.

Entscheidung obliegt dem Gemeinderat

Bis dahin wird auch entschieden sein, welche Persönlichkeiten Mitglied in der Vergabekommission sein werden. Diese schlägt die künftigen Mieter vor. Entscheiden wird letztlich der Gemeinderat. „Der Einzug wäre dann voraussichtlich ab dem 1. Januar 2013 möglich“ fügte der Bürgermeister an.

Der Beschluss zum Verfahren und den Kriterien erfolgte in öffentlicher Sitzung des Gemeinderates einstimmig.

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