CORONA-JAHRESTAG

Sorgenvoller Blick auf die Corona-Zahlen: Die Inzidenz steigt auch im Landkreis Erding

Die Grafik zeigt, welche Altersgruppe im Landkreis Erding besonders betroffen ist: die zwischen 50 und 60 Jahren.
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Die Grafik zeigt, welche Altersgruppe im Landkreis Erding besonders betroffen ist: die zwischen 50 und 60 Jahren.
  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Erding bezogen auf 100.000 Einwohner liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 45,6. Eine Zahl, von der die meisten Landkreise in Deutschland nur träumen können. Und trotzdem: Am ersten Jahrestag der Pandemie gab es ein weiteres Todesopfer: das 92.

Isen/St. Wolfgang/Erding – Bei einer Pressekonferenz zum Jahrestag erläuterte das Landratsamt Erding am Mittwoch, 3. März, die Entwicklungen des vergangenen Krisenjahres und die aktuelle Situation.

Die Zahl der Genesenen ist bis gestern um sechs auf 5021 gestiegen. Damit gelten derzeit 143 Personen als infiziert (Vortag: 131). Im Klinikum Landkreis Erding werden zwölf Covid-19-Erkrankte behandelt, davon neun auf der Isolierstation und drei auf der Intensivstation (zwei davon beatmet). An der Screeningstelle in Erding sind schon 43.494 Tests durchgeführt worden.

Über 10.000 Impfungen durchgeführt

Am vergangenen Wochenende wurde im Bereich der Impfungen die Marke von 10.000 überschritten. Mit zunehmender Verfügbarkeit des Impfstoffes steige auch die Zahl der täglich geimpften Personen. Derzeit werde in Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten eine Ausweitung der Kapazitäten auf zunächst 800 und schließlich 1200 Impfungen pro Tag erarbeitet, so das Landratsamt.

15 Praxen hätten sich bereits gemeldet, um ein flächendeckendes Impfangebot als Außenstellen des BRK-Impfzentrums gewährleisten zu können. Bisher wurden nach Angaben des Landratsamtes 10.757 Impfungen durchgeführt; darunter sind bereits 4053 Zweitimpfungen.

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Die Regierung von Oberbayern habe eine weitere Erstattung von Kosten in Zusammenhang mit der Pandemie bewilligt. 193.955 Euro werden dem Landkreis Erding für den Betrieb der Teststellen während des 1. Katastrophenfalls erstattet, teilte die Behörde mit.

Seit 22. Januar gilt der eingeschränkte Regelbetrieb in den Kindertagesstätten und der Tagespflege, in den Schulen wird Wechselunterricht für die Abschlussklassen sowie die Grund-und Förderschulklassen der Jahrgangsstufen eins bis vier angeboten..

Hohe Investitionen in Luftreinigung

Auch das sind Folgen der Pandemie: Im Jahr 2020 entstanden 250.000 Euro Kosten für die Reinigung und Desinfektion von Türgriffen, Tischen und ähnlichen Gegenständen. Der Landkreis erließ bei den Kantinenpächtern etwa 46.000 Euro an Pacht.

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Er schaffte 484 CO2-Messgeräte und 31 Luftreinigungsgeräte an den Schulen an. Weitere rund 190 CO2-Messer befinden sich in Büros im Landratsamt und Klinikum sowie in Besprechungsräumen und Sitzungssälen. Zusätzliche 460 Luftreinigungsgeräte wurden bestellt. Die Gesamtinvestitionen für die Luftreiniger und CO2-Messer betragen bisher 881.000 Euro (erstattungsfähige Kosten: 501.000 Euro).

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Auch die IT-Ausstattung wurde verbessert:Der Landkreis beschaffte 547 Schülerleihgeräten für den Distanzunterricht über das Sonderbudget im Digitalpakt. Der Verleih erfolgt durch die Schulen. Er erhöhte die Bandbreite des Internetanschlusses, durch Schaltung weiterer Anschlüsse. Und plant, die Klassenzimmer mit Mikrofonen für Wechselunterricht auszustatten. Lehrer erhalten Dienstgeräte über ein Sonderbudget im Digitalpakt.

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