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STOFF AUFHOLEN

Sommerschule im Altlandkreis Wasserburg: Damit die Schüler wegen Corona nicht auf der Strecke bleiben

Freiwillig in den Ferien in die Schule gehen? Das kann auch Spaß machen und ist für manchen Schüler eine gute Gelegenheit, in Ruhe versäumten Stoff nachzuholen, glauben Schulleiter aus Wasserburg, Gars und Rott.
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Freiwillig in den Ferien in die Schule gehen? Das kann auch Spaß machen und ist für manchen Schüler eine gute Gelegenheit, in Ruhe versäumten Stoff nachzuholen, glauben Schulleiter aus Wasserburg, Gars und Rott.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Gerade eben fangen die Sommerferien an, da spricht man im Altlandkreis Wasserburg von der Sommerschule. Hier können Schüler Stoff nachholen, oder Wissenslücken schließen, die durch die Widrigkeiten in der Pandemie entstanden sind.

Wasserburg/Gars/Rott/Griesstätt – Unsere Redaktion fragte in Gars und Wasserburg am Gymnasium und an der Realschule nach und stellten fest, dass die Schulen bereits einen bunten Fächer-Cocktail für ihre Schüler gemixt haben. Er soll ihnen in den Ferien Lust auf zusätzliche Lerneinheiten machen.

Das Kultusministerium sieht in der Sommerschule eine gute Möglichkeit für Schüler, ihre Wissenslücken, die eventuell wegen Corona entstanden sind, wieder zu füllen. Sommerunterricht und weitere Fördermöglichkeiten sollen den Schülern dabei helfen.

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Richtig fleißig hat sich Schulleiter Markus Hösl-Liebig von der Wasserburger Realschule, eine der größten Realschulen in Bayern, bereits an die Vorbereitungen gemacht. Die Anton-Heilingbrunner-Schule bietet heuer in der ersten und in der letzten Ferienwoche die Sommerschule an.

Bewährt: „Offene Lehrwerkstatt“ an der Realschule

Seit Jahren gibt es an der Realschule bereits die „offene Lehrwerkstatt“. Dort können nachmittags interessierte Schüler den Lehrstoff vertiefen, diskutieren und üben. Der Lehrer fungiere dabei eher als Lerncoach, der den Schüler bei der Beantwortung ihrer Frage unterstützend zur Seite steht. Das komme bei den Schülern gut an, macht Hösl-Liebig deutlich. Er setzt deshalb auch bei der Sommerschule auf freiwilliges Engagement. Die Lehrer hätten es vorgemacht: 139 Stunden des sommerlichen Aufholprogramms könne er mit eigenen Lehrkräften besetzen.

Nur 78 Stunden würden von Externen betreut. Etwa 60 Schüler hätten bereits ihr Interesse an dem Zusatzunterricht bekundet. Jeden Tag finden sie an ihrer Schule teilweise bis 17 Uhr die Möglichkeit, sich in Fächern wie Mathe, Deutsch und Englisch weiter zu bilden. Aber auch Sportangebote von Fußball über Tennis bis Klettern stehen auf dem Plan. Und es gebe sogar einen Kurs zum Dreh eines Handyvideos, verrät der Schulleiter. Er glaubt, dass die Schüler begeistert sein werden von dieser Art des freiwilligen, zusätzlichen Unterrichts.

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Am Garser Gymnasium setzt Oberstudienrat Gunter Fuchs lieber auf verpflichtende Anmeldung zur Sommerschule. 162 Schüler seien bereits verpflichtend vorgemerkt, so der Schulleiter, also fast ein Viertel seiner Schülerschaft. Er ist wie sein Wasserburger Kollege davon überzeugt, dass die Schüler profitieren werden, und zwar in zweifacher Hinsicht: „Sie werden dadurch fachlich und psychisch gestärkt“, glaubt er.

Seit Jahren gibt es an seiner Schule bereits Ferienkurse und dabei hätte sich auch gezeigt, dass die Schüler am Ende der Ferien aufnahmebereiter wären als zu Beginn der Ferien. Am Garser Gymnasium findet die Sommerschule deshalb erst vom 6. bis 10. September statt. 34 Kurse standen den Schülern zur Auswahl. Sie konnten sich aus dem breiten Fächerangebot jeweils zwei Fächer auswählen, in denen sie Unterstützung möchten. 20 Lehrer seien dafür im Einsatz, zehn interne und zehn externe.

Grundschüler aus Rott, Griesstätt und Hochstätt gemeinsam

Für die Grundschüler aus Rott, Griesstätt und Hochstätt haben sich die Schulen zusammengetan und bieten eine Sommerschule in Rott an. Nicole Wagenstaller, Schulleiterin der Griesstätter Grundschule, berichtet, dass etwa 20 Kinder an dem zweiwöchigen Programm teilnehmen werden. Jeweils von 9 bis 15 Uhr werden sie in der ersten und in der letzten Ferienwoche in den Kernfächern unterrichtet. „Dafür benötigen wir 150 Lehrerstunden, die wir dem vehementen Einsatz der Rotter Schulleiterin Manuela Strobl auch beim Kultusministerium durchsetzen konnten“, lobt Wagenstaller ihre Kollegin.

Fünf Lerngruppen könnten dadurch gebildet werden. „Ich denke, dass unsere Schüler, die ja als Erstklässler fast keinen normalen Schulunterricht in diesem Jahr erleben konnten, davon gut profitieren können“, so die Griesstätter Schulleiterin. Und dann starte ja auch nach den Ferien die dritte Phase der Aktion „gemeinsam.Brücken.bauen“ . Dann gehe es darum, die einzelnen Schüler auch im neuen Schuljahr so individuell wie möglich zu stärken, so Wagenstaller, denn eine Sommerschule allein reiche da nicht aus.

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