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Solide Basis für den weiteren Weg

Schüler der SW 13 haben ihre Lehrer humorvoll und musikalisch derbleckt. Mit ihren Gstanzln über "Schedel, Jäntsch, Moser und Co." haben sie für Erheiterung gesorgt.  Foto Auer
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Schüler der SW 13 haben ihre Lehrer humorvoll und musikalisch derbleckt. Mit ihren Gstanzln über "Schedel, Jäntsch, Moser und Co." haben sie für Erheiterung gesorgt. Foto Auer

"Tief durchatmen und genießen" - die Erleichterung und die Freude über die geschafften Abiturprüfungen waren den Absolventen der FOS/BOS Wasserburg deutlich anzusehen.

Wasserburg - 223 Absolventen der FOS/BOS Wasserburg erhielten in einer Feierstunde in der Badria-Halle ihre Abiturzeugnisse zur fachgebundenen oder allgemeinen Hochschulreife. Mit einem Notendurchschnitt bis 1,7 lief es für 13 Abiturientinnen und Abiturienten besonders gut. Monika Schöberl aus Reichertsheim war mit 1,1 die Schulbeste. In den kommenden Tagen wird sie an der Eliteprüfung teilnehmen. Gemeinsam mit Michaela Hofstetter aus Emmering erhielt die BOS-Technik-Absolventin auch den Mathematikpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) für herausragende Leistungen mit jeweils 15 Punkten in Abiturprüfung und Zeugnis.

Viele Eltern, Freunde und Ehrengäste waren bei hochsommerlichen Temperaturen gekommen, um gemeinsam mit den Schülern die Zeugnisübergabe zu feiern. Nach zwölf oder 13 Schuljahren und zum Teil abgeschlossener Berufsausbildung haben sie, aus Sicht der Elternbeiratsvorsitzenden Irene Braun, einen zentralen Baustein für die weitere berufliche Ausrichtung hinzugefügt und viele Türen geöffnet. Mit Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen hätten sie sich nun gute Voraussetzungen für Studium oder Ausbildung geschaffen und gleichzeitig ein ordentliches Paket Verantwortung dazubekommen. "Ab heute übernehmen Sie das Ruder", denn der beste Weg, die eigene Zukunft vorauszusagen, sei, sie selbst zu gestalten.

"Sie werden über Ihren erfolgreichen Schulabschluss genau so froh sein wie Ihre Eltern und Lehrer", sagte der stellvertretende Landrat, Josef Huber, in seinen Grußworten. Die Lehrer hätten sich in all den Jahren bemüht, sie seien keine Zauberkünstler, sondern Gärtner, die hegen und pflegen, damit es wachse und gedeihe. So manche Schwelle sei überwunden und nun folgende Entscheidungen seien wesentlich für das weitere Leben.

Der Dritte Bürgermeister Otto Zwiefelhofer überbrachte die Glückwünsche der Stadt Wasserburg und sah in den beruflichen Oberschulen eine moderne und zukunftsweisende Schulform, die viele Wege öffne und die Durchgängigkeit des Schulsystems beweise. Nicht allein der Besuch des Gymnasiums sei selig machend.

Beweis dafür sei beispielsweise die berufliche und politische Karriere der ehemaligen "FOSlerin" und heutigen Landtagsabgeordneten Maria Noichl, fand der Schulleiter Johann Schaller in seiner Festrede. Die Beruflichen Oberschulen stellten hohe Leistungsanforderungen und ermöglichten Abschlüsse auf sehr hohem Niveau. Ob nun Hochschule, duale Ausbildung oder FOS 13 - nach den Sommerferien würden die Absolventen neue Wege gehen und dies löse beim ein oder anderen sicher auch gemischte Gefühle aus. Das Zeugnis sei entscheidend dafür, welche weiteren Bildungswege man sich zutrauen könne. "Sie haben tolle Kinder - nicht nur wegen der Leistung", lobte der Schulleiter.

In den letzten zehn Jahren sind die beruflichen Schulen, aus Sicht Schallers, fast in Vergessenheit geraten, Inhalte und Bildungsziele der FOS/BOS in der Öffentlichkeit oft nicht genügend bekannt. Der Anstieg der Schülerzahlen bestätige jedoch das Erfolgskonzept, sei gleichzeitig auch Verpflichtung. Der Schulleiter nutzte die Anwesenheit Maria Noichls, um "seine drei Wünsche an die Politik" weiterzugeben. Dazu zählt die Einrichtung einer FOS-Vorklasse in Wasserburg. Bisher gehört die Schule nicht zu den 40 Schulen, an denen die Übergangsklasse bereits genehmigt wurde. Mit der BOS-Vorklasse und über 300 erfolgreichen Absolventen in den letzten Jahren habe Wasserburg aber große Erfolge vorzuweisen. Um den prognostizierten zehnprozentigen Schülerzuwachs in den kommenden Jahren zu bewältigen, forderte Schaller zudem die Schaffung weiterer Stellen und die Umwandlung von mobilen in integrierte Reserven.

Vor rund zehn Tagen hätte sich die Frage gestellt: "Bestanden oder nicht" und über 240 Schüler hätten gebangt und gezittert, sagte Schülersprecherin Tanja Fechner. Den meisten sei nach der Notenbekanntgabe ein Stein vom Herzen gefallen. Nun habe das Warten ein Ende und 223 Schüler erhielten ihr Abiturzeugnis. Doch diesen Weg sei man nicht allein gegangen. Den Lehrern dankte sie für ihre Unterstützung und dafür, dass sie auch mal ihren Unterricht stören ließen.

In Gstanzl-Form verabschiedete sich die SW 13 musikalisch von ihren Lehrern und derbleckte sie gekonnt humorvoll. Für den tollen musikalischen Rahmen der Abschlussfeier sorgten Johannes Rothmoser und Christian Scheitzeneder mit Mitgliedern des Musikworkshops. ca

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