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Bald im Deutschlandfinale

So wollen es vier Garser Teenager zum Weltfinale der Roboter-Gurus schaffen

Das Team der Robotics (von links) Teamleiter und Lehrer Marco Grees, die beiden Erbauer Lorenz Thalmeier und Valentin Achterling und die beiden Programmierinnen Johanna Dörfler und Anna Barth.
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Das Team der Robotics (von links) Teamleiter und Lehrer Marco Grees, die beiden Erbauer Lorenz Thalmeier und Valentin Achterling und die beiden Programmierinnen Johanna Dörfler und Anna Barth.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Kurz vor den Ferien heißt es für die meisten Schüler: entspannen, zurücklehnen und den Sommer genießen. Nicht so für Lorenz Thalmaier (15), Anna Barth (16), Valentin Achterling (16) und Johanna Dörfler (15). Die vier sind Teil des Robotics Teams und stehen kurz vor ihrem bisher größten Wettkampf: das Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (WRO).

Gars – In den Ferien wollen sich die vier deshalb zur Vorbereitung treffen, denn der Wettkampf ist bereits eine Woche nach dem Start in das neue Schuljahr.

100 Schüler waren angemeldet

Das Robotics Team des Gymnasium Gars ist ein Erfolgsprojekt, ins Leben gerufen wurde es vom Lehrer Marco Grees. 100 Schüler haben sich am Anfang des Schuljahres beworben. „Auf der Senior-Ebene, wo wir jetzt Wettkämpfe machen, ist es aber nur noch dieses Team mit vier Leuten“, erklärt Grees. Das sei der natürliche Lauf der Dinge. „Da sind die Ansprüche sehr hoch.“ Einige Schüler seien die Hürden einfach zu hoch. „Manche wollen auch nicht die Zeit dafür investieren.“ Denn fünfzehn Stunden die Woche würde das Team schon am Roboter herumbasteln.

Hier wird gerade am Roboter gebastelt: Für das Deutschlandfinale müssen die Zeiten verbessert werden.

Lego-Roboter muss Aufgaben lösen

Der Roboter, auf den Namen „Dem König Valentin zur Ehre“ getauft, besteht nicht, wie manch einer vermuten könnte, aus Metall, sondern aus Lego. Bei den Wettbewerben muss der Roboter verschiedene Aufgaben lösen, zum Beispiel Legoblöcke verschieben oder Bälle in Ringe werfen. Damit das alles klappt, stecken vor allem die Jungs viel Zeit in das Design und den Bau. Denn die Gestaltung muss regelmäßig verbessert. „Beim Bezirksfinale waren wir beinahe zu langsam“, erklärt Thalmaier, nur mit einem Punkt Abstand zum nächsten Team schaffte es das Garser Team in die nächste Runde.

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Der Greifmodus des Roboters habe zu lange gebraucht, erklären Thalmaier und Achterling, und auch die Fahrzeit sei zu lange gewesen. „Damit kommen wir nicht durchs Deutschlandfinale“, so Thalmaier. Für den Wettbewerb im September müssen deshalb dringend Verbesserungen her. „Wir haben ihn jetzt komplett zerlegt und bauen neue Arme dran“, erklärt Thalmaier. Damit könne die Zeit im Idealfall halbiert werden.

Mädchen sind die Programmiererinnen

Doch nicht nur die Jungs haben über die Ferien noch einiges vor. Auch die Mädchen sind gefordert. „Sie sind unserer Programmiererinnen“, erklärt Grees. Das bedeutet, Dörfler und Barth sorgen dafür, dass der Roboter Farben erkennen kann und sich automatisch in Bewegung setzt. „Beim WRO muss der Roboter alles selber machen“, erklärt Dörfler. Im Gegensatz zu anderen Wettbewerben, bei denen der Roboter wieder aus dem Feld genommen werden könnte, muss hier die Programmierung stimmen. Hohe Anforderungen also. Deshalb, so Dörfler, plane sich auch, die Ausrüstung mit nach Hause zu nehmen. „Wir wollten uns in den Ferien bei mir treffen.“ Barth nickt. „Wir stehen noch ganz am Anfang vom Programmieren. Das alles in einer Woche zu schaffen wird schwierig.“

Auf die Tatsache, dass sein Team paritätisch, also zu fünfzig Prozent aus Mädchen und zu fünfzig Prozent aus Jungen besteht, ist Teamleiter Grees stolz. „Das ist schon etwas Besonderes.“

Ziel: Einzug in die Endrunde

Beim Deutschlandfinale im September sei das Ziel der zweite Platz. „Dann können wir weiter ins Weltfinale“, erklärt Grees. Er zumindest zeigt sich zuversichtlich, dass sie das Ziel auch erreichen könnten. Mehr Zweifel haben die Schüler selbst. „Mal schauen“, meint Barth. Toll wäre ein solcher Erfolg auf jeden Fall. „Immerhin“, ergänzt Dörfler, „sind die meisten Gegner auch Schulteams, die haben also in den auch nicht so viel Zeit zu üben.“

Bei den vergangenen Wettbewerben sei dies anders gewesen. Dort seien viele private Teams angetreten. „Unter Corona hatten die natürlich Zeit, sich zu treffen“, erklärt Thalmaier. „Das war bei uns anders“, sagt auch Grees. Das Team habe sich nur über Video gesehen und von zuhause aus gearbeitet. „Und trotzdem sind wir weiter gekommen.“ Die Chancen, glaubt Grees, für einen weiteren Erfolg im September trotz der Ferien stehen o gar nicht so schlecht.

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