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Wohngemeinschaft der Stiftung Ecksberg in Haag eingeweiht

So selbstständig wie möglich: In Haag leben 9 Bewohner mit Handicap in einer Hausgemeinschaft

Die feierliche Einweihung der neuen Heimstätte mit Bewohnern, Angehörigen und Gästen.
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Die feierliche Einweihung der neuen Heimstätte mit Bewohnern, Angehörigen und Gästen.
  • VonKarlheinz Günster
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Sie kommen aus der näheren Umgebung rund um Haag und haben alle eine leichte Behinderung: Die neun Bewohner der Wohngemeinschaft an der Ramsauer Straße in Haag genießen ihn ihrem neuen Zuhause ihre zunehmende Selbstständigkeit.

Haag – Neun Menschen mit leichter körperlicher oder geistiger Behinderung haben in Haag ein neues Zuhause gefunden. Das Gebäude in der Ramsauer Straße steht bereits seit zwei Jahren. Erst jetzt ließen die Corona-Beschränkungen die Einweihungsfeier zu. Gekommen waren Bürgermeisterin Elisabeth Schätz, die Vertreter des Bauherren der Stiftung Ecksberg sowie Angehörige der Bewohner.

Möglichst zentral an einem Ort

In den Ansprachen wurde deutlich, dass es einen Plan zum Bau einer Außengruppe schon länger gibt aber dass es schwierig war, ein geeignetes Grundstück dafür zu finden. Allgemein, erklärte Stefan Reiter als kaufmännischer Vorstand der Stiftung Ecksberg auf Nachfrage, sei es das Bestreben, kleinere Wohngruppen vor Ort einzurichten, dort wo die Betroffenen leben.

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Deshalb habe man an Haag festgehalten, weil die Bewohner aus der Umgebung kommen. Ein Gebäude anderswo sei deshalb keine Option gewesen. Das sei von der Politik aufgrund der Inklusion, der Teilhabe von behinderten Menschen am Leben, auch so gewollt. Somit sind diese Menschen nicht in einer großen Einrichtung unter sich, sondern möglichst zentral in einem Ort, in dem sie auch einkaufen und sich frei bewegen können. Daher verfügt die Stiftung mittlerweile über 30 Außenwohngruppen. Die in Haag kostete 1,3 Millionen Euro , das Geld habe die Stiftung selbst aufgebracht, Zuschüsse gab es keine, so Stefan Reiter.

Das Haus ist für Rollstuhlfahrer bewohnbar, in jedem Zimmer befindet sich eine Dusche. Ein großes Bad, eine Essküche und ein Wohnzimmer werden gemeinschaftlich genutzt. Organisatorisch ist das Haus der Wohngemeinschaft in Ramsau zugeordnet. Geweiht ist es der Mutter Teresa, die für ihre große Barmherzigkeit besonders schwachen und benachteiligten Menschen gegenüber bekannt war. Den Segen dazu sprach Pfarrer Pawel Idkowiak.

Marianne Osl von der Stiftung Ecksberg erinnerte an die Zeit vor acht Jahren, als ein Grundstück gesucht worden ist. Das sei, wusste Dr. Alexander Skiba aus der Vorstandschaft, auch durch die Bürgermeisterin Elisabeth Schätz möglich geworden, denn auf dieser Parzelle musste erst einmal Baurecht geschaffen werden. Dr. Alexander Skiba hob hervor, dass es im ersten Konzept bis heute „wenig Abweichung“ gibt, es sei alles gut umgesetzt worden. Der Leiter des Hauses, Raphael Stellner, ergänzte, dass jetzt neun Menschen im Alter von 20 bis 46 Jahren hier leben,.

Schweren Herzens ausziehen lassen

Was es bedeutet, hier zu leben, schilderte eine 33-jährige Bewohnerin mit berührenden Worten. Sie habe noch keinen Tag bereut, dass sie aus ihrem zwei Kilometer entfernten Zuhause ausgezogen sei. Ihre Mutter habe sie schweren Herzens gehen lassen, um der Tochter mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Hier lerne sie viel und sie sei sehr dankbar dafür, dass das überhaupt möglich sei.

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