LESERFORUM

Sind immer noch der SV Ramerberg und nicht der FC Bayern München

Zur Sonderseite über die geplante Verlegung des Sportplatzes Ramerberg nach Zellerreit:

Als Vorstände des SV Ramerberg haben wir großes Verständnis, dass die geplante Verlegung des Fußballplatzes nach Zellerreit Fragen aufwirft. Im Beitrag „Geht Sportplatzdebatte in die Verlängerung?“ sind Bedenken aufgeführt, zu denen wir gerne Stellung nehmen. Die Bodenbeschaffenheit steht einer Nutzung als Fußballplatz nicht im Wege. Im Umweltbericht und in der FFH-Verträglichkeitsabschätzung zum Bebauungsplan wurden keine negativen Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt erkannt. 100 Jahre alte Eichen müssen nicht gefällt werden. Das Argument, dass durch uns große Gefahren für die Kinder aufgrund der Zufahrt zukommen, teilen wir so nicht. Heimspiele finden im Fußball nur alle 14 Tage statt. Was das Thema Zuschauerzahlen betrifft, so sind wir immer noch der SV Ramerberg und nicht der FC Bayern München. Für den Lärmschutz gibt es bereits eine Lösung über eine einfache Lärmschutzwand. Das Argument, durch die geplante Platzverlegung würden andere Vereine benachteiligt, ist unberechtigt. Da der Fußballplatz im Winter nicht genutzt wird, ist es auch möglich, Langlaufsport im Winter auszuüben. Die Behauptung, ein zweistöckiges Gebäude mit „Vereinsheim“ sei geplant, ist falsch. Da der Verpächter eine ortsansässige Gaststätte betreibt, ist der Betrieb eines Vereinsheimes im Pachtvertrag ausgeschlossen. Und was die Kosten der Platzverlegung betrifft, so steht der SVR selbst in der Verantwortung. Eine kommunale Bürgschaft bei einem staatlich bezuschussten Bauvorhaben eines gemeinnützigen Vereins ist der Regelfall. Die erwähnte Alternative zum Standort Zellerreit weist nicht nur handfeste Nachteile gegenüber der aktuell diskutierten Lösung auf, sondern ist schlichtweg deshalb nicht darstellbar, weil wir hier keine Sicherung für mindestens 25 Jahre nachweisen können, was Voraussetzung für die staatlichen Fördermittel ist.

Andreas Baumgartner

Ramerberg

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