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Abend rund um Sommerzeit in Soyen

Sieben Monate lang aus dem Takt

Soyen - Die Sommerzeitumstellung, die am kommenden Wochenende bevorsteht, und die negativen Wirkungen auf den menschlichen Rhythmus waren Thema eines Abends, zu dem die CSU mit ihrem Vorsitzenden Michael Schlosser eingeladen hatte.

Hubertus Hilgers, Erlanger Arzt, Dozent und Publizist, führte durch den Abend. Nach Zuordnung der Jahreszeiten an das jeweilige Tag/Nachtverhältnis folgte eine kurze Ausführung zur Historie. Bereits 1893 wurde im Deutschen Kaiserreich in Zeitzonen eingeteilt und die mitteleuropäische Zeit (MEZ) eingeführt. Diese Maßnahme sollte den Eisenbahnverkehr erleichtern.

Als "Erfinder" einer Zeitanpassung kann der US-Präsident Benjamin Franklin genannt werden. Er wollte Kerzenlicht sparen. 1980 wurde in Deutschland die Sommerzeitumstellung eingeführt, ebenfalls mit dem Hintergrund von Energieeinsparung und Wirtschaftlichkeit. "Wir wissen heute, dass von diesen gut gemeinten Ansätzen nichts erreicht wurde", so Hilgers. Gleichzeitig wisse man auch um die "innere Uhr" und dem Biorhythmus. Hilgers erklärte die Wirkung der inneren Taktgeber anhand von Hell- und Dunkelphasen. Stetig, selbst bei geschlossenen Augen melden Rezeptoren und justieren die innere Uhr nach.

Auch wenn sich der Mensch jedes Jahr nach einer Weile scheinbar an die Zeitumstellung gewöhnt hat, gibt es eine Folge der Zeitumstellung in die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), an die sich der Körper nicht gewöhnen kann: Die innere Uhr erhält während der gesamten Sommerzeitumstellung falsche Signale zur Nachjustierung. Bei der Umstellung zur MESZ wandert nur die äußere Uhr, die Tageslichtsignale bleiben unverändert. Genau diese sind aber, das haben viele Studien erwiesen, die Zeitgeber für den inneren, biologischen Rhythmus. Der Mensch geräte aus dem Takt, sieben Monate lang. re

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