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Claudia Einberger im Portrait

Sie sorgt für Ordnung in der Stadt: Das ist die neue Leiterin des Wasserburger Ordnungsamt

Claudia Einberger ist die neue Leiterin des Ordnungsamts in Wasserburg.
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Claudia Einberger ist die neue Leiterin des Ordnungsamts in Wasserburg.
  • VonAnja Leitner
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Katastrophenschutz, Kita-Anmeldung, Landtagswahlorganisation: Das Wasserburger Ordnungsamt ist eine Schlüsselposition in der Stadtverwaltung. Die neue Leiterin über ihr Amtsverständnis, Herausforderungen und Aufgabenvielfalt.

Wasserburg – Claudia Einberger ist die neue Leiterin des Ordnungsamts – wobei: So neu ist die 36-Jährige gar nicht. Das ein oder andere Paar ist mithilfe der Wasserburgerin den Bund des Lebens eingegangen. Einberger war nämlich vorher als Standesbeamtin der Stadt Wasserburg tätig, bevor sie im Januar die Leitung des Ordnungsamts übernahm.

Wie sieht der neue Aufgabenbereich aus? Staubtrockene Akten sichten, Dokumente wälzen, Knöllchen verteilen? „Die Parktickets kommen gar nicht von uns. Damit hat das Ordnungsamt nichts zu schaffen. Das hat die Stadt an den Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum übergeben“, erklärt Einberger.

Erste Feuerprobe: Die Kita-Anmeldung

„Ein großer Aufgabenbereich von mir ist die Organisation der städtischen Einrichtungen wie Kindertagesstätten.“ Da hat die 36-Jährige schon unruhige Zeiten erlebt: Heuer war das erste Mal die Anmeldung für die Plätze online möglich. „Innerhalb von drei Wochen haben wir das System auf die Beine gestellt“, sagt die Wasserburgerin. „Ein Riesenaufwand“.

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Doch danach ging es gleich weiter: Ab Mitte April sollte bekannt gegeben werden, wie die Plätze verteilt werden, das verzögerte sich jedoch.

Im Mai musste Einberger vielen Eltern wegen Personalproblemen in den Betreuungseinrichtungen eine Absage erteilen, was zahlreiche Mütter und Väter „gar nicht lustig fanden – dezent ausgedrückt“, blickt sie zurück. „Ich habe zwar die Frustration verstanden – ich bin selbst Mama und erinnere mich gut an die Zeit, als ich auf der Suche nach einem Kita-Platz war – aber wir lassen uns nicht beschimpfen“, macht sie deutlich. „Das geht wirklich zu weit.“

Viele Eltern hätten darauf gepocht, dass sie Anspruch auf einen Betreuungsplatz hätten. „Das stimmt zwar“, sagt Einberger, „aber das bezieht sich nicht auf die Stadt Wasserburg, sondern auf den Landkreis Rosenheim.“

Im Nachhinein sei viel Ärger umsonst gewesen. Die Mütter und Väter hätten ihre Kita-Plätze in und rund um Wasserburg gefunden – und somit hätte sich das Problem erledigt. Mittlerweile konnte die Stadt Wasserburg mehr auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrtes Personal für die Kinderbetreuung akquirieren, somit „sind wir gut aufgestellt.“

Weitere Aufgabe: Die Organisation der Wahlen

Ein weiteres Aufgabenfeld der Ordnungsamtsleiterin ist im nächsten Jahr die Organisation der Landtags- und im Jahr darauf der Europawahlen. Darauf sei sie schon „mit Respekt“ gespannt, gesteht sie. Die Stimmzettel für die Landtagswahl seien schon bestellt, aber es hänge „immens viel Arbeit daran. Ich freue mich, wenn ich es hinter mir habe und zukünftig aus eigener praktischer Erfahrung weiß, wie die Organisation der Wahlen funktioniert. Aber ich bin schon sehr gespannt“, verdeutlicht sie.

Sie genehmigt die Veranstaltungen

Die Stelle als Leiterin hat die junge Mutter in Teilzeit angetreten. „Vom Arbeitspensum her ist die Stelle sehr umfangreich, aber ich bekomme Unterstützung von meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ich musste mich die ersten Monate erst mal einfinden, aber jetzt läuft es ganz gut“, sagt sie. Und sie ist dankbar dafür, dass sie trotz reduzierter Stundenzahl die leitende Position bekommen hat. Für sie „keine Selbstverständlichkeit“.

Weiter übernimmt Einberger die Bearbeitung und Genehmigung sämtlicher Anträge für Veranstaltungen in der Stadt Wasserburg. Davon gibt es jede Menge: Frühlings- und Wein- und Nationenfest, Nachtflohmarkt, der italienische Abend unter den Arkaden, wobei „einzelne Veranstaltungen einen gewaltigen Bearbeitungsaufwand mit sich ziehen“, so Einberger. Es ist ihre Aufgabe, festzulegen, unter welchen Voraussetzungen es eine Genehmigung gibt.

Katastrophenschutz gehört zum Aufgabenbereich

Weiter hat die Leiterin administrativen Aufgaben der Feuerwehr (Abrechnungen), den Katastrophenschutz – etwa Maßnahmen gegen Hochwasser – und die Vertretung des Geschäftsleiters, Thomas Rothmaier, inne. „Ich habe gut zu tun, es wird nie langweilig“, sagt die 36-Jährige schmunzelnd.

Wenn sie selbst nicht mit Mann und Kind unterwegs ist, verbringt die Wasserburgerin ihre Freizeit mit den „Kellerfreunden“, eine Abteilung des Heimatvereins Wasserburg. Außerdem ist sie Schatzmeisterin bei der Faschingsgesellschaft Haag. Obwohl sie selbst keine Kiste voller Kostüme zuhause hat, ist Claudia Einberger ein großer Fan der fünften Jahreszeit.

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