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Sensibilität gegenüber Kindesmissbrauch wächst

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Wasserburg – Vor 25 Jahren übten Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte an der Hauptschule Wasserburg mit den Schülern für den Ernstfall.

In Reitmehring beschäftigen Berichte von versuchten Kindesentführungen die Kriminalpolizei. Ein Blick in die Zeitung vor 25 Jahren.

Wasserburg – „Es ist ein eigenartiges Gefühl im Krankenwagen. Hoffentlich muss ich nicht wirklich einmal drin liegen“, sinnierte eines der „Opfer“ des Notfall-Projekttages an der Hauptschule. Verschiedene Hilfsorganisationen wie die Wasserwacht, das Rote Kreuz, die Johanniter, Feuerwehr und Polizei zeigten knapp 400 Hauptschülern ihr Können.

Durch einen nicht angekündigten Feueralarm wurde der Tag eröffnet. Mit Hilfe eines Nebelgenerators hatte die Feuerwehr zuvor einen Brand im Schulhaus simuliert. Vier Personen, so nahm man in der Übung an, hatten das Gebäude nicht mehr verlassen können. Sie mussten mit der Drehleiter aus dem oberen Stockwerk gerettet werden.

Zwei Wochen hatte die Planung der Übung und der vielfältigen weiteren Angebote gedauert. Die Feuerwehr führte an Unfallautos vor, wie eingeklemmte Personen befreit werden, die Bergwacht stellte neben einer Abseilaktion ein Baumbergegerät vor. Die Polizei war mit Hundestaffel und Pferden vor Ort, um ungewöhnliche Einsatzmöglichkeiten vorzuführen.

Große Aufregung herrschte unter den Eltern in Reitmehring. Ein elfjähriges Mädchen sei in der Bahnhofstraße von einem Autofahrer angesprochen worden. Als sie ablehnte, in das Fahrzeug zu steigen, habe der Fahrer versucht, sie an den Haaren in den Wagen zu ziehen. Andere Kinder berichteten von einem Mann, der sie an der Bushaltestelle komisch angestarrt habe.

Seit dem Mord an der siebenjährigen Natalie, die auf dem Schulweg entführt worden war, und den Fällen von Kindesmissbrauch in Belgien, gebe es deutlich mehr Anzeigen in diesem Bereich, so der zuständige Abteilungsleiter bei der Polizei. Josef Erhardt. Die Leute seien seit den aktuellen Fällen sensibler geworden, so Erhardt. Allerdings sei es nicht der „Mann mit der schwarzen Maske“, der die größte Gefahr darstellte. „Mehr als drei Viertel der wirklichen Fälle von Kindesmissbrauch passieren im Verwandten- und Bekanntenkreis.“

Weitere Meldungen in der Woche vom 25. Jahren

München – Bayern will die wachsende Flut von Bier- und Getränkedosen nicht mehr hinnehmen. Angesichts der sinkenden Zahl von Pfandflaschen drohe die Einführung von Rücknahme- und Pfandpflichten, teilte das Umweltministerium mit. Beim Getränkeverkauf wurde 1995 die nach der deutschen Verpackungsordnung vorgesehene Mehrwegquote von 83,09 Prozent nicht mehr eingehalten.

London – Zur Feier der Jahrtausendwende wurde in London das größte Riesenrad der Welt gebaut. Das 170 Meter hohe Riesenrad auf der Südseite der Themse soll 1998 fertiggestellt sein.

Rotterdam – Als Internet-Surfer vertreiben sich viele niederländische Arbeitnehmer die Zeit im Büro. Nur selten kommt laut dem Anbieter des populärsten niederländischen Internet-Suchprogramms die Recherche im weltweiten Datennetz dem Unternehmen zugute. So gaben Beschäftigte des Elektronikkonzerns Philips häufig die Suchwörter Erotik, Bergsteigen und Drogen ein.

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