Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


JUBILÄUM

Seniorchefin des „Beck z’Reischam“ wird 80: Rosemarie Radlmair aus Reichertsheim feiert Geburtstag

Rosemarie Radlmair wollte eigentlich Lehrerin werden.
+
Rosemarie Radlmair wollte eigentlich Lehrerin werden.

Interessante Geschichten und Anekdoten erfährt man in Reichertsheim beim Edekaladen, dem „Beck z‘Reischam“, gegenüber der Kirche. Seniorchefin Rosemarie Radlmair ließ, anlässlich ihres 80. Geburtstags, verlauten, einmal schüchtern gewesen zu sein.

Reichertsheim – Den offenen Umgang mit den Kunden habe sie erlernt, berichtet sie. Nach ihrem Zuzug von Thann in Rattenkirchen sei sie gut aufgenommen worden. Denn der Kramerladen, den es bereits seit den 1880er Jahren gibt, suchte eine Hilfe, dafür bewarb sie sich 1959. Durch ihre direkte Art sei es ihr leicht gefallen, Anschluss zu finden.

Lesen SIe auch: Gemeinderat in Kirchdorf diskutiert wie der Rathausvorplatz künftig aussehen soll

Doch eigentlich hätte sie nach etwas anderes machen wollen, nämlich Lehrerin, „oder was mit Reisen“. Stets war sie in der Schule interessiert, vor allem an Geschichte und Mathematik. Sogar der Kirchenbesuch war spannend, die Lesungen „sind ja ein Stück Geschichte“.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Die Eltern Gabriele und Isidor Deisenböck haben ihre drei Kinder unterstützt, wo es ging. Dennoch ging die Feldarbeit vor: „Essen steht im Rohr, komm bitte aufs Feld“, stand es nach der Schule auf einem Zettel auf dem Küchentisch.

An den guten Noten hatten auch fortschrittliche Lehrer einen Anteil, die vermittelten mehr Wissen als im Lehrplan vorgesehen war. Für eine höhere Schule blieb damals aber nur die Fahrt in die nächste Stadt oder der Wechsel ins Internat. Fürs Erste fehlte der Bus, fürs Zweite das Geld, denn daheim war Sparsamkeit wichtig.

Laden als gemeinsames Projekt

Die Arbeit im Kramerladen zu Reischam, wie Reichertsheim auch genannt wird, hätte nur „vorerst“ sein sollen, erinnert sich die Jubilarin. Doch dort lernte sie den Inhaber Thomas besser kennen. Sie verliebten sich und heirateten 1966. Der Laden war von nun an ihr Leben. Er machte die Semmeln und Brezen, sie wusste, welche Produkte die Kundschaft erwartete. Auch die Funktion des Ladens als Nachrichtenumschlagplatz war ihr bewusst.

Lesen Sie auch: Die Feuerwehr Ramsau renoviert ihr altes Feuerwehrhaus

Drei Kinder entstammten der Ehe. Die Eheleute verbrachten ihre knappe Freizeit mit Radfahren, Wandern, Tanzen und Schwimmen. Ein Tiefpunkt war jedoch der frühe Tod der Tochter 1991 bei einem Verkehrsunfall.

Das Geschäft wurde vergangenes Jahr an Sohn Thomas und dessen Frau Sabine übergeben. Die 80-jährige Jubilarin hilft immer noch gerne. Die Geburtstagsfeier, bei der unter anderem ihre zwei Enkel zu Gast waren, fand im kleinen Rahmen statt.

Mehr zum Thema

Kommentare