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AKTIONSTAGE

P-Seminar am Gymnasium Wasserburg engagiert sich in Behinderteneinrichtung

Die Schüler des P-Seminars Italienisch vom Gymnasium Wasserburg führten Aktionstage am Betreuungszentrum Steinhöring durch. Durch das Projekt bekamen sie einen guten Einblick, „was die Fachkräfte alles leisten“.
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Die Schüler des P-Seminars Italienisch vom Gymnasium Wasserburg führten Aktionstage am Betreuungszentrum Steinhöring durch. Durch das Projekt bekamen sie einen guten Einblick, „was die Fachkräfte alles leisten“.

„Menschen mit Behinderung eine Freude bereiten – das war vier Tage lang unsere Aufgabe. Um es vorwegzunehmen: Es ist uns ziemlich gut gelungen“, berichten Yvonne Joachimsmeyer und Theresa Weithofer vom P-Seminar Italienisch am Gymnasium Wasserburg. So kam es zu einem Projekt im Betreuungszentrum Steinhöring.

Wasserburg/Steinhöring – Eine mit den behinderten Menschen geplante gemeinsame Fahrt nach Bibione musste wegen Corona leider abgesagt werden.

Die Teilnehmer am P-Seminar haben sich ein ganzes Schuljahr mit dem Thema „Behinderungen“ beschäftigt. Mit großem Engagement hat die Lehrerin Eva von Hesse das Projekt initiiert und begleitet. Trotz der pandemiebedingten Widrigkeiten konnten die geplanten Aktionstage auch tatsächlich stattfinden, was die Gymnasiasten sehr freute. Am Ende wurde ein eine Art Parcours mit 14 Stationen aufgebaut, rund 100 Personen machten mit.

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Sei es Tanzen, Basteln oder Torwandschießen: Es war für jeden etwas dabei. Wer gerade nichts zu tun hatte, hat einzelne Betreuungsbedürftige unterstützt, sich mit ihnen unterhalten und sie zu den verschiedenen Stationen begleitet, erklären Yvonne Joachimsmeyer und Theresa Weithofer gegenüber der Wasserburger Zeitung. Selbst der Einrichtungsleiter habe vorbeigeschaut, nachdem er von seinen Bewohnern so viel Positives von der Schüler-Aktion gehört hatte.

Manche Schüler seien anfangs unsicher gewesen: Mache ich das richtig? Macht den Bewohnern das Spaß? Verstehen sie mich überhaupt?

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Von Tag zu Tag jedoch sei allen Beteiligten der Umgang leichter gefallen. „Wir lernten, wie wir am besten zeigen, was wir machen wollen und wie sie sich an uns gewöhnen. Und natürlich war es auch in Ordnung, wenn manche nur zusehen wollten. Wenn wir doch mal nicht weiter wussten, konnten wir uns immer an Konrad Becker oder an einen seiner Kollegen aus der Betreuerschaft wenden. Becker habe alles organisiert und die Schüler unterstützt.

„Herr Becker weiß ja genau, wie die Bewohner ticken und wie man sie gewinnen kann“, so die Schülerinnen.

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Sie und ihre Mitstreiter machten die Erfahrung, dass Menschen mit Behinderung sehr individuell sind: Sehr viele seien freudig und aufgeschlossen gewesen und konnten sehr viel mitmachen, ein paar wenige waren etwas lustlos und wiederum andere wollten zwar mitmachen, konnten sich aber aufgrund ihrer Behinderung schlecht äußern oder Rückmeldungen geben.

Das Team aus dem P-Seminar versuchte, die Aufgaben entsprechend anzupassen. „Dann tanzten wir auch einfach mal um den Willy im Rollstuhl herum, und er klatschte mit und rollte vor und zurück. Lady Gaga mochte er besonders gerne“, berichten Joachimsmeyer und Weithofer.

Ein aufregendes und anstrengendes Projekt

Die jungen Leute fanden es wunderschön, zu sehen, wie man mit Kleinigkeiten die Menschen glücklich machen kann. Beeindruckt habe sie auch, wie die Angestellten in der Einrichtung „im Moment leben“ und „einfach machen“. Von dieser Leichtigkeit könne man sich einiges abschauen. „Seelsorgerin Mechthild erzählte uns, dass sie bei ihrer Arbeit oft entspannter ist als zu Hause. Bei ihrem Lachyoga hat man auch schließlich keine andere Wahl, als loszulassen und mitzulachen wie eine Hexe oder ein Bär“, so Joachimsmeyer und Weithofer.

So aufregend das Projekt auch war, so anstrengend war es auch, räumen die beiden ein. Man sei morgens motiviert gestartet und war zum Ende hin auch mal erschöpft. „Da wird einem erst so richtig klar, was die Fachkräfte alles leisten und dass sie großen Respekt verdienen“, sagen die Schülerinnen. Zeit in der Betreuung sei ein wichtiger Faktor, vieles klappe in diesem Bereich nicht so schnell wie gewohnt.

Zum Abschluss bekamen alle eine Ehrenurkunde sowie eine Tafel Schokolade als Dankeschön überreicht. (re)

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