Seilfähre über den Inn statt Steg

Der neue Vorsitzende der Schiffsleut-Bruderschaft, Sebastian Weger, Vorgänger und nun Ehrenvorsitzender Herbert Rödig und der stellvertretende Vorsitzende Dr. Andreas Neuhoff (von links) mit der neuen Zunftstange von Andreas Kelling. Foto re
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Der neue Vorsitzende der Schiffsleut-Bruderschaft, Sebastian Weger, Vorgänger und nun Ehrenvorsitzender Herbert Rödig und der stellvertretende Vorsitzende Dr. Andreas Neuhoff (von links) mit der neuen Zunftstange von Andreas Kelling. Foto re

Die St.-Nikolai-Schiffsleut-Bruderschaft brachte eine neue Idee in die Diskussion über einen Innübergang für Fußgänger und Radfahrer ein: Warum nicht statt einer Brücke eine Seilfähre installieren?

Wasserburg - Der neu gewählte Vorsitzende der Schiffsleut-Bruderschaft, Sebastian Weger, griff bei der Jahresversammlung die öffentliche Diskussion um einen Innübergang für Fußgänger und Radfahrer auf. Nachdem der Übergang direkt über die Staustufe aus Sicherheitsgründen nicht in Frage komme und ein Übergang über die Kapuzinerinsel an den Kosten scheitere, regte er an, über eine Seilfähre nachzudenken.

In Abstimmung mit seinem Vorgänger Herbert Rödig, einem von der Stadt Wasserburg anerkannten Fachmann hinsichtlich aller Fragen zum Inn, meinte Weger, dass es technisch möglich sei, diese zwischen Insel und Inn-Brücke zu errichten. Auf Höhe des Amtsrichterhauses auf der Halbinsel und auf der anderen Innseite bei der Mittelschule gibt es öffentliche Zugänge zu den Uferwegen. Diese würden sich als Anlegestellen eignen. "Diese Alternative hätte den Vorteil wesentlich kostengünstiger zu sein und den langgehegten Wunsch nach einer Innfähre zu erfüllen", so Weger. Der Vorschlag stieß bei den Mitgliedern auf große Zustimmung.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Herbert Rödig über das zurückliegende Vereinsjahr und über die Vorstandssitzungen berichtet. Der Kassenbericht durch Schorsch Machl wurde wie jedes Jahr von den Kassenprüfern Josef Manstetter und Franz Söllner als "sehr ordentlich" bezeichnet. Lange war es der Wunsch des Vereins, neben der Kirchenfahne und den Prozessionsstangen für die kirchlichen Veranstaltungen bei weltlichen Veranstaltungen ein Vereinssymbol mitführen zu können. Vereinsmitglied und diplomierter Künstler Andreas Kelling hat nun diese Lücke geschlossen.

Stolz präsentierte der Vorstand ein Schiff, das auf einer Stange getragen wird. Das Modell einer Hohenau wurde von Andreas Kelling sehr lebendig mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Eine Ähnlichkeit der dargestellten Rudergänger mit den Schiffsführern der zurückliegenden Bürgerspiele wurde als zufällig bezeichnet.

Gemäß Vereinssatzung sind im dreijährigen Turnus Vorstandswahlen abzuhalten. Sofie Mittermeier hatte bereits im Vorfeld mitgeteilt, nicht mehr für eine weitere Amtsperiode bereit zustehen. Rödig bedankte sich mit einem kleinen Blumengesteck und herzlichen Worten für ihr Engagement in der Vorstandschaft. Anschließend machte Rödig seine Ankündigung war, nicht mehr als Erster Vorsitzender zu kandidieren. Er schlug der Mitgliederversammlung den bisherigen Zweiten Vorstand, Sebastian Weger, als seinen Nachfolger vor. Die Wahl bestätigte den Vorschlag. Als Zweiter Vorsitzener wurde der bisherige Beisitzer Dr. Andreas Neuhoff gewählt.

Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Schriftführer Werner Altinger, Kassier Schorsch Machl, Chronist Hanns Airainer und als Beisitzer Rotraud Klostermeier, Lotte Gröger, Herbert Rödig und Hans Weiderer. Kassenprüfer sind jetzt Emmeran Spötzl und Wolfgang Dantl. Als Fähnriche stellten sich Sepp Christandel, Wolfgang Dantl und Hans Petermaier zur Verfügung.

Sebastian Weger bedankte sich bei Herbert Rödig für seine zwölfjährige Arbeit als Vereinsvorsitzender. Unter seiner engagierten und umsichtigen Führung habe die St.-Nikolai-Schiffleut-Bruderschaft einen festen Platz im Wasserburger Vereins- und Kulturleben eingenommen. In Anerkennung dieser Leistung schlug er der Mitgliederversammlung vor, Herbert Rödig zum Ehrenvorstand zu ernennen. Der Vorschlag wurde natürlich sofort, unter großem Beifall und einstimmig angenommen.

Weitere Infos unter www.schiffleut-wasserburg. de. re

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