Sechs Stunden Prüfung bis zum 3.Dan

Bundesprüfungsreferent Wilfried Pixner, Max Jaroljmek und Großmeister Heinz Gruber (9. Dan), Ehrenpräsident der DTU (rechts), bei der Urkundenübergabe.
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Bundesprüfungsreferent Wilfried Pixner, Max Jaroljmek und Großmeister Heinz Gruber (9. Dan), Ehrenpräsident der DTU (rechts), bei der Urkundenübergabe.

Max Jaroljmek ist seit 25 Jahren aktives Mitglied in der Taekwondo-Abteilung des TSV Wasserburg. Jetzt stellte er sich einer neuen Herausforderung. Bei der Schwarzgurt-Prüfung der Deutschen Taekwondo Union (DTU) in Krumbach trat er an, um sich nach Regeln des olympischen Verbandes zu beweisen.

Wasserburg – Max Jaroljmek war in den Jahren 1997 bis 2008 auf Landes- und Bundesebene bereits aktiver und erfolgreicher Wettkämpfer. Nach seiner „Verrentung“ im Leistungssport widmete er sich zunehmend der Unterstützung der Abteilung als Übungsleiter und erwarb verschiedene Lizenzen im Breiten- und Leistungssport sowie als Präventionstrainer. Er ist mittlerweile in allen Bereichen des Trainings tätig und engagiert sich auch außerhalb der Turnhalle mit Konzepten und Öffentlichkeitsarbeit etwa in Schulen und Ferienprogrammen. Als ständiger Innovator schrieb er vor einigen Jahren seine Masterarbeit zum Thema „Taekwondo als Betriebssport“, um diesem Sport neue Felder zu eröffnen.

Jetzt trat er in Krumbach die Prüfung zum 3. Dan an und meisterte sie letztendlich souverän . Damit ist er in der Geschichte der Abteilung – Taekwondo gibt es in Wasserburg seit über 40 Jahren – erst der dritte Sportler, der diesen Rang erreichte.

Als Dan (Schwarzgurt) bezeichnet man im Taekwondo und vielen anderen asiatischen Kampfsportarten den Reifegrad eines „Meisters“, den ein Sportler sich mit viel Fleiß und Schweiß erarbeiten kann. Eine derartige Prüfung dauert in der Regel etwa fünf bis sechs Stunden, in denen die Sportler in fünf Disziplinen ihr Können demonstrieren müssen:

- Formenlauf: festgelegte Reihenfolgen verschiedener Fuß- und Handtechniken

- Einschrittkampf: ein Übungskampf ohne Berührung mit festgelegter Technikenabfolge gegen einen Gegner

- Wettkampf: olympische Disziplin mit Vollkontakt und Schutzausrüstung

- Selbstverteidigung : Verteidigung gegen mehrere unbewaffnete oder bewaffnete Gegner

- Bruchtest: das Zerschlagen mehrerer Bretter mit perfekt ausgeführten Hand- oder Fußtechniken

Dieses Prüfungsschema wird in sukzessiv anspruchsvoller werdender Form bereits bei den Schülergraden weiß bis rot geprüft und verlangt auch dort bereits den Prüflingen ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Konzentration ab, da es immer wieder viel Energie braucht, um sich für jede einzelne Disziplin geistig (Konzentration) und körperlich vorzubereiten. re

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