Schulwegsicherheit und Querungshilfe für Senioren

An der Straßenbaustelle bei Maurach verschaffte sich der Bauausschuss einen Überblick über den Stand der Baumaßnahmen.
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An der Straßenbaustelle bei Maurach verschaffte sich der Bauausschuss einen Überblick über den Stand der Baumaßnahmen.

Schnaitsee – Im Rahmen einer Mammutsitzung von über vier Stunden diskutierte der Bauausschuss des Schnaitseer Gemeinderates bei der Besichtigungsfahrt durch die Gemeinde einige problematische Verkehrs situationen.

Am Mitterweg ging es um die Schulwegsicherheit. Hier wurden in der Vergangenheit bereits einige Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung getroffen. Im Jahr 1994 war dort eine Gehwegmarkierung auf der Straßenfläche aufgebracht und 2018 die Begrenzung auf 30 km/h angeordnet worden.

Warnung vorScheinsicherheit

Jetzt soll ein echter Gehweg gebaut werden. Dieser ist allerdings wegen Grundstücken, die nicht in Gemeindebesitz sind, momentan nicht durchgängig machbar. Bürgermeister Thomas Schmidinger (CSU) soll noch einmal mit dem Eigentümer verhandeln, so der Auftrag vom Bauausschuss. Aktuell sollen Schulwegspiktogramme aufgebracht werden. Bauamtsleiter Josef Pfenninger warnte davor, den Kindern dadurch eine Scheinsicherheit zu suggerieren.

An der Trostberger Straße wurde zum wiederholten Mal das Anbringen einer Querungshilfe diskutiert. Durch die Eröffnung des Seniorenwohnens ist dieser Wunsch aktueller denn je. Aber auch hier spielen Grundstücksfragen eine entscheidende Rolle. Schmidinger stellte seinen Kollegen zwei verschiedene Varianten vor. Das Staatliche Bauamt hält beide Varianten im Bereich der Raiffeisenbank und des Bistrorants „Vicino“ für vorstellbar. Der Bürgermeister erläuterte noch einmal die Situation. „In diesem Bereich kommen nicht nur die Ausfahrten vom Süden in die Staatsstraße, sondern auch zwei Gemeindestraßen, eine Kreisstraße und eine große Parkplatzausfahrt zusammen. Sehr schwierig, sehr unübersichtlich und gerade für ältere Menschen sehr gefährlich“ beurteilte er die Lage. Durch die Begrenzung auf 30 km/h im Bereich des Seniorenwohnens konnte sie zumindest ein wenig entschärft werden.

Zweiter Bürgermeister Franz Rieperdinger (ÜWG) konstatierte: „Wir werden es nicht schaffen, jedwedem Belang gerecht zu werden.“ Ein eventueller Verkehrsversuch würde der Gemeinde 6000 bis 8000 Euro kosten.

In Waldhausen wurde wegen eines Antrags auf bauliche Nachverdichtung das Siedlungsgebiet „Nord“ besichtigt. Hier besteht im südlichen Bereich hauptsächliche Bebauung mit Bungalows. Der Ausschuss war sich einig, dass hier das komplette Gebiet überplant werden muss, um eine Nachverdichtung zu ermöglichen. Es wurde, wie auch schon in Schnaitsee West II, verlangt, dass zwei Stellflächen je zusätzlicher Wohneinheit eingeplant werden müssen.

Bei Maurach verschafften sich die Ratsmitglieder einen Überblick über den aktuellen Baustand des Straßenbaus zwischen Mantelsham und der Gemeindegrenze nach Obing. „Wir sind voll im Plan. Wenn alles gut läuft und auch das Wetter mitspielt können in drei Wochen schon die Asphaltierarbeiten beginnen“ so der Bürgermeister. Allerdings konnte er auf Nachfrage von Christian Sewald (ÜWG) noch keinen Eröffnungstermin sagen. ju

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