Schulen in Rechtmehring und Maitenbeth rüsten digital auf

Ein Beschluss für die Anschaffung von iPads fiel noch nicht.
+
Ein Beschluss für die Anschaffung von iPads fiel noch nicht.

Die Schulen in Rechtmehring und Maitenbeth rüsten technisch auf. Im Schulverband standen Entscheidungen über zahlreiche Anschaffungen auf der Tagesordnung, die die Digitalisierung der Bildungseinrichtungen vorantreiben. Auch die Corona-Pandemie und die Hygiene-Schutzmaßnahmen waren ein zentrales Thema.

Von Franz Manzinger

Rechtmehring/Maitenbeth – Nachdem im Kinderhaus Rechtmehring CO2-Sensoren zum Anzeigen von Lüftungsbedarf angeschafft werden, geschieht dies nun auch in den beiden Schulgebäuden Rechtmehring und Maitenbeth. Die Anschaffungskosen von etwas über 1000 Euro werden komplett durch Zuschüsse abgedeckt.

Trotzdem waren alle anwesenden stimm- und nichtstimmberechtigen Mitglieder des Verbandes eher skeptisch, was die Notwendigkeit angeht. Silvia Kölsch als kommissarische Schulleiterin sah Vorteile und Nachteile, ebenso wie die anwesenden Elternbeiräte.

Das entscheidende Argument für die Anschaffung kam von den Elternbeiräten. Sie führten an, dass viele Familien besorgt seien. Einerseits werde vielleicht zu wenig gelüftet, andererseits bestehe die Gefahr, dass bei zu häufigem Lüften „die Kinder erfrieren“ würden. Mit den Sensoren bestehe endlich Klarheit. Mit drei zu eins Stimmen befürwortete das Gremium die Anschaffung.

Kurz diskutieren die Frage, ob auch Lüftungsgeräten angeschafft werden sollten. Obwohl der Förderverein Maitenbeth hier mit 2000 Euro unterstützen würde, sah das Gremium keinen Bedarf, die Kosten je Klassenzimmer würden rund 5000 Euro betragen und es gebe keine Förderung.

Aktuelle Nachrichten und Artikel rund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite

In den beiden Schulen erhält jedes Klassenzimmer ein Multifunktionsgerät. Damit können die Schüler von ihrem iPad aus direkt Dokumente ausdrucken. Es werden acht Multifunktionsgeräte angeschafft, die 5000 Euro kosten – plus 1500 Euro Tonerkosten im Jahr. Damit geht, so der Leiter des Bürgerbüros, Markus Bauer, ein lang gehegter Wunsch seitens der Schule in Erfüllung. Die Anschaffung sei Teil des Digitalpaktes und werde mit bis zu 80 Prozent Zuschuss bedacht. Einstimmung fiel deshalb der Beschluss für die Anschaffung.

Lesen Sie auch: Neuer Förderverein in Rechtmehring unterstützt Kinder durch Lehrmaterial und Vitamine

Derzeit arbeitet die Grundschule Rechtmehring-Maitenbeth für die Schülerverwaltung mit einer lokalen Softwarelösung, die für fünf Jahre etwa 10.000 Euro kostet. Beim Angebot der AKDB, dem kommunalen Rechenzentrum Bayern, werden die Daten zentral in den Servern gespeichert, was Vorteile bei der Sicherheit mit sich bringt. Außerdem kostet es mit 793 Euro im Jahr weniger als die bisherige Lösung. Damit fiel es dem Schulverband, der aus den beiden Bürgermeistern von Rechtmehring und Maitenbeth und jeweils einem Gemeinderat besteht, leicht, dem Angebot zuzustimmen.

Die Telefonanlage am Schulgebäude in Rechtmehring wird für 4714 Euro erneuert. Erhöht haben sich aufgrund der Hygienemaßnahmen die Reinigungskosten von 2500 auf 4500 Euro.

Die Schulleitung erhält künftig ein „Dienstnotebook“ mit Dockingstation und Monitor. Bisher wurde teilweise das private Notebook verwendet, Geprüft wird, ob dies der Schulverband bezahlen muss oder ob dieses vom Freistaat als Dienstherr zur Verfügung gestellt wird.

Wer zahlt für iPads?

Eine lebendige Diskussion entwickelte sich beim Punkt „Anschaffung von iPads für die Grundschüler“. Eine Lehrerin aus dem Schulhaus Maitenbeth forderte, dass sie vorher informiert werden möchte, wenn solche Anschaffungen beschlossen würden. Sie habe schon Probleme mit der Bedienung der „White-Boards“. Bürgermeister Linner zeigte Verständnis. Doch es stehe auch fest, dass die Lehrer mit der Technik zurechtkommen müssten. Es fiel kein Beschluss dazu, aber es erscheint ziemlich wahrscheinlich, dass es iPads geben wird. Offen ist nur, ob es Leihgeräte von der Schule sein sollen oder ob die Schüler diese kaufen müssen.

Kommentare