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DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim - Warnung ausgeweitet

Starkregen, Sturmböen und Hagel

DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim - Warnung ausgeweitet

Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
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Eltern protestieren in Schonstett für Erhalt

Nach Demo: Fällt die Entscheidung zur Mittelschule Eiselfing doch nicht am 4. August?

Mit selbst bemalten Schildern demonstrierten Eltern und Schüler für den Erhalt der Mittelschule.Huber
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Mit selbst bemalten Schildern demonstrierten Eltern und Schüler für den Erhalt der Mittelschule.Huber
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Die Beratungen zur Mittelschule Eiselfing waren laut Bürgermeister „sachlich-konstruktiv“ und geprägt von den Demonstranten, die sich vor der Mehrzweckhalle versammelt hatten. Denn der Tag der Entscheidung rückt näher, ob dieser aber wie geplant am 4. August sein wird, ist aufgrund neuer Informationen unklar.

Schonstett/Eiselfing/Amerang – Eine Demonstration in Schonstett, das sieht man auch nicht alle Tage. Etwa 250 Personen versammelten sich am Donnerstag in der kleinen Gemeinde, um den beratenden Entscheidungsträgern des Schulverbandes davon zu überzeugen ja zu sagen, „ja zur Mittelschule.“

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Viele Kinder waren dabei, um sich für den Erhalt der Schule einzusetzen.

Mit selbst bemalten Schildern und eigens ausgedruckten Zettel erschienen die Verteidiger der Mittelschule und standen Spalier an der Bundesstraße und vor dem Rathaus. Margit Neef, Elternbeiratsvorsitzende von Eiselfing, war ein wenig überrascht, mit so vielen hatte sie nicht gerechnet. „Ich habe den Überblick verloren“, sagte sie schmunzelnd. Stolz sei sie auf die Schulfamilie Eiselfing und auf die bunte Mischung vor Ort, Eltern, Schüler und Absolventen, alle waren zusammen gekommen.

Viele Absolventen kämpfen für den Erhalt

Unter ihnen auch Thomas Herzog, der Eiselfinger ist nicht direkt betroffen, seine Kinder gehen auf das Gymnasium, die Realschule, in die Grundschule und den Kindergarten. Doch er findet es dennoch wichtig, zu kommen, erstens weil ja noch nicht klar sei, wie sich die zwei Jüngsten weiter entwickeln und zweitens, weil er selbst Absolvent der Mittelschule ist. „Es ist einfach wichtig, so eine Einrichtung mit eigenem Schulverband im Ort zu haben.“

Er bezweifelt, dass die Gemeinden die gleiche Entscheidungsgewalt hätten, wenn die Kinder nach Wasserburg gehen würden. Auch Leonie Konate (15) und Sandee Suebchompku (16) wären von einer Schulschließung nicht mehr betroffen, beide haben gerade die neunte Klasse abgeschlossen. Doch sie wollen die Schulfamilie verteidigen und sich für die Fünftklässler einsetzen, deren Zukunft in der Schwebe hängt.

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Eine Stunde verbrachten die Protestierenden, in ausgelassener Stimmung, auch dank der vielen spielenden Kinder. Erst als die Gemeinderäte eintrafen, wurde die Stimmung zumindest vor dem Rathaus etwas ernster: „Ja, zur Mittelschule“ wurde von einigen Anwesenden skandiert, bevor die Entscheidungsträger in die Mehrzweckhalle verschwanden, um sich zu beraten. Einige suchten vorher das Gespräch mit den Eltern. Deren Proteste wurden akzeptiert.

Beratungen waren laut Bürgermeister ein „sachlich-konstruktiver Austausch“

Vier Stunden dauerte die gemeinsame Versammlung der Gemeinderäte in Schonstett, das teilen die Bürgermeister Paul Dirnecker (Schonstett), Konrad Linner (Amerang) und Georg Reinthaler (Eiselfing) in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Mit dabei waren sowohl die für den Neubau beauftragten Planer, als auch Vertreter des Staatlichen Schulamts Rosenheim.

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Inhaltlich seien die Kostenberechnungen, sowie die Folgekosten erläutert worden. Aber auch andere Aspekte wie die Schulerzahlenentwicklung, Klassenstärken und pädagogischen Angebote seien miteingeflossen. Auch Faktoren berücksichtigt worden, die von den Demonstranten vorab angesprochen worden waren, versichern die Bürgermeister.

Insgesamt sei es ein intensiver Meinungsaustausch auf einer sachlich-konstruktiven Ebene gewesen. Einige emotionale Wortmeldungen hätten deutlich gemacht, dass sich kein Gemeinderatsmitglied die anstehende Entscheidung über die Zukunft der Mittelschule leicht mache.

Insgesamt sei als Ergebnis festzuhalten, dass sowohl eine (Teil-)Sanierung, als auch ein Neubau weiterhin geprüft werden.

Zudem habe den Mittelschulverband im Laufe der vergangenen Tage neue Informationen rund um die staatlichen Fördermöglichkeiten erreicht. Es sei deshalb eine neuerliche Anfrage an die Regierung von Oberbayern zu den anwendbaren Zuschussmodellen für eine (Teil-)Sanierung im Vergleich zum Neubau gestellt werden. Sobald eine Rückmeldung vorliege, würden die Gemeinderäte noch im Jahr 2021 eine finale Entscheidung treffen. Ob diese allerdings bereits wie ursprünglich vorgesehen am 4. August oder erst in einer der darauffolgenden Sitzung möglich sein werde, sei noch unklar und hänge von den Eingang der Förderinfmorationen ab. Die Öffentlichkeit werde aber über den Zeitplan auf dem Laufenden gehalten, erklären die Verantwortlichen.

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