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TROTZ CORONA BESTNOTEN ERZIELT

Die 29 Absolventen der Mittelschule Isen waren ein „Super-Jahrgang“

Die besten Isener Schüler sind (von links) Martin Büchlmann, Simon Rachl, Franziska Weis und Thomas Maierhofer. Mit ihnen freuten sich die Klassenleiter Florian Spirkl (hinten links) und Stefanie Peintner sowie Schulleiter Michael Oberhofer (rechts) über den exzellenten Abschluss.
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Die besten Isener Schüler sind (von links) Martin Büchlmann, Simon Rachl, Franziska Weis und Thomas Maierhofer. Mit ihnen freuten sich die Klassenleiter Florian Spirkl (hinten links) und Stefanie Peintner sowie Schulleiter Michael Oberhofer (rechts) über den exzellenten Abschluss.

Nicht als „Corona-Jahrgang“ wollte Schulleiter Michael Oberhofer die 29 Entlass-Schüler der Mittelschule Isen gesehen wissen. Vielmehr seien sie ein „Super-Jahrgang“, der nicht nur mit hervorragenden Noten glänzte.

Von Anne Huber

Isen – „Ihr ward eine richtig tolle Mannschaft, ihr habt euch gegenseitig unterstützt, ward aber auch ehrgeizig und wirklich dabei“, sagte er bei Abschlussfeier in der Schulturnhalle der Mittelschule Isen. Überzeugt war der Schulleiter, dass die ehemaligen Mittelschüler über ausreichend Schlüsselqualifikationen verfügten, um im weiteren Leben bestehen zu können.

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Luftballons mit den guten Wünschen ihrer Eltern ließen die Abschlussschüler nach der Verabschiedung steigen.

„Ich bin mir sicher, dass eure Schatztruhe sehr gut mit Fleiß, Zielstrebigkeit, Engagement, Höflichkeit, manchmal Zurückhaltung und manchmal Selbstbewusstsein gefüllt ist. Ihr dürft nur den Schlüssel zu dieser Schatztruhe nicht vergessen“.

„Krisen“-Jahrgang fährt Bestnoten ein

Bemerkenswert sei dabei, dass der Abschlussjahrgang 20/21 die besten Noten seit Beginn seiner Zeit als Schulleiter in Isen eingefahren habe. Doch nicht nur das: Alle Schüler haben am Quali teilgenommen, bestanden haben ihn – bis auf einen– alle. Mit verschiedenen Zitaten von Aristoteles bis Andy Warhol untermalten die beiden Klassenlehrer Stefanie Peintner und Florian Spirkl die besondere Situation, der Schüler und Lehrer durch die Pandemie ausgesetzt waren. „Wir können den Wind nicht nicht ändern, aber die Segel anders setzen“, begann Spirkl mit einem Aphorismus, der dem Philosophen zugeschrieben wird. Auch wenn anfangs nur „leichte Böen“ zu spüren gewesen seine, hätten sich bald größere Unsicherheiten eingestellt. „Niemand weiß, was er kann, bevor er es nicht versucht“: Der Spruch von Pubillus Syrus diente Peintner dazu, an die ersten Überlegungen „Wie kann ich meine Kinder versorgen, wie können wir kommunizieren“? zu erinnern.

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Schließlich sei man Schritt für Schritt den Weg der Veränderung gemeinsam gegangen. Dabei hätten die Lehrer gelernt, mit der notwendigen Technik umzugehen, während die Schüler eine Selbstständigkeit gelernt hätten, die es nie zuvor gegeben habe. Dass die Prüfungen schließlich so erfolgreich von den Schülern absolviert werden konnten, hänge mit der Fähigkeit zur Anpassung zusammen. „Passt euch an, seid selbst die Veränderung und geht achtsam mit der Umwelt um“, waren einige der Wünsche, die die Lehrer ihren Schülern mit auf den Weg gaben.

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Weil vier Gemeinden im Mittelschulverband zusammengefasst sind, gaben auch vier Bürgermeister den Schülern die Ehre. An den ersten Schultag mit Schultüte und Ranzen erinnerte die Isener Bürgermeisterin Irmgard Hibler. Mit dem Abschlusszeugnis schließe sich der Kreis, der mit der Begrüßung der Schulanfänger begonnen habe. „Jeder von euch ist anders, jeder schaut anders aus und jeder denkt anders“, betonte sie die Individualität der 29 jungen Leute.

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Deswegen wolle sie nicht nur denen Wertschätzung aussprechen, die ein Eins vor dem Komma hätten, sondern auch denen, die mit einer Drei abschlössen. „Nicht stehen bleiben, sich weiterentwickeln und Freude am Leben haben“, wünschte sie den Absolventen. Wie ihre Kollegen aus St. Wolfgang und Buch am Buchrain, Konrad Bernhard und Ferdinand Geisberger, zollte auch Michéle Forstmaier, Bürgermeisterin aus Lengdorf, den Schülern Respekt. Selbst zu Akteuren waren die Schüler zu Beginn der Veranstaltung geworden. Religionslehrerin Walburga Baumann-Strobl forderte sie auf, sich selbst stilisiert beim Schritt in den nächsten Lebensabschnitt dazustellen. Das Bild, das auf diese Weise entstand, soll in der Schule bleiben und an den die Abschlussklasse 20/21 erinnern.

Jahrgangsbester wird Landwirt

Bester seines Jahrgangs ist Thomas Maierhofer aus, der mit einer 1,2 den Quali abschloss. Der Schüler, dessen Lieblingsfach Mathe war, wird eine landwirtschaftliche Ausbildung beginnen. Auch Martin Büchlmann (1,3) aus Lichtenweg ist ein Mathecrack; er will Industriemechaniker werden.

Wenig mit Mathe am Hut hat Franziska Weis (1,3) aus Lengdorf, die weiter zur Schule gehen will. Ab Herbst wird sie die 9+2-Klasse in Finsing besuchen. Mit 1,5 hat Simon Rachl aus Armstorf einen tollen Quali hingelegt. Auch er wird eine landwirtschaftliche Ausbildung machen.

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