HAUSHALT

Schulden im Schulverband Ramsau können auf 1.417 Euro pro Schüler gesenkt werden

Der Haushalt für die Ramsauer Schule geht von einem Zuwachs der Schülerzahlen aus.
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Der Haushalt für die Ramsauer Schule geht von einem Zuwachs der Schülerzahlen aus.

Mit Themen rund um den Haushalt befasste sich der Schulverband Ramsau in seiner Sitzung. Die Rechnungsprüfung, die Jahresrechnung aus dem Vorjahr und der neue Haushalt waren zu besprechen. Die Gemeinden Reichertsheim, Gars und Kirchdorf sind Mitglieder in diesem Verband.

Reichertsheim – Das Landratsamt fand innerhalb der überörtlichen Rechnungsprüfung keinen Grund zur Beanstandung in den unter die Lupe genommenen Jahren 2017 bis 2019. Lediglich der Hinweis, dass der Haushalt zweimal erst im Mai verabschiedet wurde, sei zu verbessern, denn dies sollte wesentlich früher erfolgen. Die Ratsmitglieder nahmen das zur Kenntnis, ebenso wie die Jahresrechnung aus 2020 als nächsten Tagesordnungspunkt. Darin schloss der Verwaltungshaushalt mit 329.000 Euro ab und der Vermögenshaushalt mit 51.000 Euro.

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Der Verwaltungshaushalt hätte eigentlich durch eine Entnahme aus dem Vermögenshaushalt ausgeglichen werden sollen, dann war es aber doch umgekehrt, weil es einen Überschuss von 37.000 Euro gab.

Die Rücklage wäre eigentlich um 40.000 Euro erleichtert worden, tatsächlich sind ihr 51.000 Euro zugeführt worden. Somit befinden sich darin 107.000 Euro. Schulden gebe es keine, trug Kämmerin Sandra Winkler vor.

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Diese Zahlen wirken sich auf den aktuellen Haushalt aus, denn die Umlage je Schüler sinkt mit dem Überschuss um 253 Euro auf 1417 Euro. Der Grund dafür sei, erklärte Vorsitzender Christoph Greißl, dass absehbar keine Investitionen geplant seien, „es liegt nichts an“, und man daher diesen hohen Betrag abbauen dürfe. Somit könne man mit diesem Geld die Ausgaben decken.

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Der Verwaltungshaushalt erreicht 343.000 Euro, der Vermögenshaushalt 100.000 Euro. Insgesamt besuchen die Schule 148 Kinder, die meisten sind aus Reichertsheim, 59 aus Kirchdorf und 24 aus Gars.

Innerhalb der letzten drei Jahre sind die Zahlen weitgehend gleich geblieben, doch ab der kommenden Saison wird ein Anstieg erwartet, teilte Vorsitzender Greißl mit, und ging von 170 Kindern aus. Die 107.000 Euro umfassende Rücklage schrumpft heuer um 90.000 Euro. Zu den Ausgaben zählen außer der Senkung der Umlage auch 50.000 Euro für die Erneuerung der EDV.

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Bei der Frage, ob man angesichts der Corona-Maßnahmen in Lüftungssysteme investieren sollte, gelangte das Gremium zu einem klaren „Nein“, denn das ersetze nicht das Fensteröffnen an sich. Zudem, erklärte Vorsitzender Greißl, seien die Folgekosten für die Geräte hoch. Rektorin Claudia Rude sprach sich auch für das herkömmliche Lüften aus. Eingeplant wurden außerdem 78.950 Euro für die Beförderung der Schüler durch Busse.

Reparaturen seien nicht in Sicht, ergänzte Reichertsheims Bürgermeister Franz Stein (Einigkeit Ramsau), die erfolgte Reparatur des Dachs berge eine gewisse Unsicherheit aufgrund der abgehängten Decken, doch derzeit schaue es ganz gut aus. Der Beschluss für den Haushalt fiel einstimmig. (re)

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