Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


ANGEHENDE LEHRER IM EINSATZ

Schulassistenzen helfen in Obing aus

Der Einsatz von Schulassistenzen war ein voller Erfolg für die Grund- und Mittelschule in Obing, davon sind (von links): Konrektor Stephan Preis, Schulassistentin Lina Falterer, Rektor Thomas Duxner und und Schulassistent Jonas Heider überzeug.
+
Der Einsatz von Schulassistenzen war ein voller Erfolg für die Grund- und Mittelschule in Obing, davon sind (von links): Konrektor Stephan Preis, Schulassistentin Lina Falterer, Rektor Thomas Duxner und und Schulassistent Jonas Heider überzeug.
  • VonChrista Auer
    schließen

Kontaktbeschränkungen, Home Schooling, Wechselunterricht – Corona hat den Kindern und Jugendlichen aber auch deren Eltern und Lehrkräften viel abverlangt. „Die Kinder sind jedoch die Hauptbetroffenen“, findet Obings Rektor Thomas Duxner. Nun sind angehende Lehrer als Schulassistenzen eingesprungen - um die Widrigkeiten personell bewältigen zu können.

Obing – Um die schwierige schulische Situation abzufedern war deshalb in den vergangenen Monaten jede personelle Hilfe an der Schule gefragt, um bei geteilten Klassen trotz Abstandswahrung alle Kinder an die Schule, ohne Wechselunterricht zurückzuholen. „Das konnten wir durch die Unterstützung von zwei Schulassistenzen für sehr viele Klassen umsetzen“, freut sich Duxner. Durch Kontakte zwischen Lehrkräften und interessierten Menschen mit pädagogischer Vorbildung oder Ausbildung habe die Schulleitung zwei Studenten, die kurz vor der Staatsexamensprüfung stehen, für dieses Konzept gewinnen können.

Lesen Sie auch: Gemeinderat Soyen will Planungssicherheit für Luftfiltergeräte in Schule und Kita

„Es waren zwar organisatorische und bürokratische Hürden zu nehmen, aber letztendlich konnten wir zwei angehende Pädagogen bei uns zielführend einsetzen. Joans Heider und Lina Falterer haben uns hier prima unterstützt“, so der Schulleiter.

Einsatz vor allem bei Aufsicht

Das Konzept der Schulassistenzen sieht keinen eigenständigen Unterricht vor. Sie unterstützen und entlasten die Lehrkräfte an Schulen inner- und außerhalb des Unterrichts bei Aufgaben, die während der Corona-Pandemie zusätzlich anfallen. Ihre Aufgaben können daher sehr vielfältig sein. Hierzu zählen, laut Kultusministerium, unter anderem die vielfältige Unterstützung beispielsweise bei der Aufsicht über Schülerinnen und Schüler auch außerhalb des Unterrichts, etwa vor Schulbeginn oder in den Pausen, bei Mittagsaufsichten im Rahmen des Ganztagsunterrichts, in der Notbetreuung oder im Unterricht unter Anleitung der Lehrkraft.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Auch beim Distanzunterricht beispielsweise bei der Ausgabe von Arbeitsmaterialien, Begleitung einzelner Lerngruppen bzw. einzelner Schülerinnen und Schüler kommen sie Schulassistenzen zum Einsatz. An der Grund- und Mittelschule Obing und Pittenhart wurden die beiden Schulassistenzen eingesetzt, um Grundschul- und Mittelschulklassen zu teilen und so den vollen Präsenzunterricht gewährleisten zu können. Auf Wechselunterricht konnte so verzichtet werden.

Das könnte Sie auch interessieren: Eiselfing droht Schulschließung: Eltern wollen keine Debatte auf Kosten der Mittelschule Wasserburg

Zudem unterstützten Heider und Falterer die Notbetreuung beim Distanzunterricht in der Grundschule Obing und Pittenhart, fungierten als ergänzende Aufsicht bei den Corona-Selbsttests und waren bei der Leistungsdifferenzierung und beim Aufholen von Lücken bei großen Klassen eingesetzt. Sie unterstützten bei Mitführungen von Klassen und der individuellen Förderung im Erlernen der deutschen Sprache für Kinder mit Migrationshintergrund, die im Distanzunterricht im Deutschlernen besonders eingeschränkt waren.

Pläne für das nächste Jahr

„Die Lehrkräfte und Konrektor Stephan Preis als Koordinator für Vertretungsstunden und Klassenabdeckung mit Lehrkräften haben enorm von den zusätzlichen Personalkapazitäten profitiert. Letztendlich ging der Mehrwert zu hundert Prozent an die Schülerinnen und Schüler über,“ stellt der Obinger Schulleiter fest.

Auch interessant: Sicher zur Schule – auch ohne Elterntaxi: Wie Obinger Mütter ihr Konzept entwickelt haben

Im Rahmen des Programms „gemeinsam.Brücken.bauen“ des Kultusministeriums bemüht sich die Schulleitung deshalb auch um einen Anschluss an die Schulassistenz im neuen Schuljahr. „Im neuen Schuljahr legen wir den Fokus auf das Aufholen von Defiziten. Am liebsten natürlich gemeinsam mit den beiden bisherigen Partnern, die sich hervorragend in die Lehrerschaft eingebracht haben. Sie stehen kurz vor der Staatsprüfung und würden dann ein Jahr der Schule als Partner im Konzept gemeinsam.Brücken.bauen zur Verfügung stehen. Das Bewerbungsverfahren läuft aktuell.“, so Duxner.

Den beiden Schulassistenzen Heider und Falterer hat ihr Einsatz an der Obinger und Pittenharter Schule jedenfalls großen Spaß gemacht.

+++Aktuelle Nachrichten und Artikelrund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite +++

Das sagen die Schulassistenzen:

Jonas Heider (Mittelschullehramt):

„Mir haben die vier Monate, in der ich als Schulassistenz gearbeitet habe, sehr viel Spaß gemacht, wobei mich diese in der Wahl meines zukünftigen Berufes bestätigt haben. In den Praktika, die man während des Studiums ableisten muss, erfährt man nur wenig über den wirklichen Schulalltag. Der tägliche Einsatz in nahezu allen Jahrgangsstufen, zeigte mir, was es bedeutet, sich intensiv mit den Kindern und Jugendlichen, sowie dem Lernstoff auseinanderzusetzen. Ergänzend zu den vier Unterrichtsfächern in meinem Studium, konnte ich hier Lehrerfahrungen in allen Fächern der Grund- und Mittelschule sammeln. Die besondere Corona Lage im März, ermöglichte mir, während des Online-Semesters, am Vormittag an der Schule zu arbeiten. Folglich wurde ich in dieser speziellen Situation mit diversen Pflichten, wie zum Beispiel dem dreimaligen Testen pro Woche und dem ganztägigen Tragen der Maske konfrontiert.“

Lina Falterer (Grundschullehramt):

„Durch den Einsatz an der Grund- und Mittelschule Obing lernte ich, flexibel zu arbeiten und spontane Aufträge zu meistern. Notbetreuung während der Schulschließung und Förderung der Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erlernen, sowie das Unterrichten einer Klassenhälfte, zählten zu meinen täglichen Aufgaben. Dadurch habe ich nicht nur den Einblick in „meine“ Schulart vertieft, sondern sammelte auch interessante Erfahrungen im Alltag der Mittelschule. Diese viermonatige Erfahrung bestätigte mich ein weiteres Mal in meinem Kindheitswunsch, Grundschullehrerin zu werden. Somit kann ich nach Abschluss meines Studiums selbstsicherer und bestärkt ins Referendariat starten. Ich möchte mich bei dem netten Kollegium bedanken, das mir in jeder Situation hilfsbereit zur Seite stand.

Hier wird gebüffelt - in gebührendem Abstand.

Mehr zum Thema

Kommentare