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Vereinsjubiläum

Schützengesellschaft „Friedliches Tal“ Eschbaum besteht seit 100 Jahren

Schützenmeister Hubert Müller dankte der Wirtsfamilie Lanzl und den Hubertusschützen Weiher, in deren Domizil der Verein eine Herberge gefunden hat.
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Schützenmeister Hubert Müller dankte der Wirtsfamilie Lanzl und den Hubertusschützen Weiher, in deren Domizil der Verein eine Herberge gefunden hat.

Das Wetter dürfte an jenem Februartag im Jahr 1921, als die Schützengesellschaft „Friedliches Tal“ Eschbaum aus der Taufe gehoben wurde, bei Weitem nicht so schön und warm gewesen sein wie zum Jubiläum 100 Jahre später.

Isen – Mit einem großen Festgottesdienst begann die 100-Jahr-Feier, die im Saal des Gasthauses Lanzl in Weiher fortgesetzt wurde. Mit einer langen Rede wollte sich Hubert Müller, der seit 1996 Schützenmeister ist und 2020 erneut in diese Funktion gewählt wurde, nicht aufhalten. „Viele von Euch haben sich jetzt schon lange nicht gesehen, nutzt den Abend heute zum Ratschen!“, animierte er die Gäste. Gekommen waren nicht nur viele der weit über 200 Mitglieder des Vereins, sondern auch Vertreter befreundeter Schützenvereine aus der Umgebung. Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Blaskapelle Isen.

Schützenmeister berichtet über Vereinsgeschichte

Müller nutzte die Gelegenheit, um der Familie Lanzl und den Hubertusschützen Weiher zu danken, die ihre Eschbaumer Kameraden seit 2011 in ihrem Vereinsdomizil beherbergen. Der Schützenmeister ließ die Historie des Vereins, der seine Namen „Friedliches Tal“ von seinem Gründungsort im gleichnamigen Gasthof bekam, kurz Revue passieren.

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Nach ihrer Gründung entwickelte sich die Gesellschaft gut, allerdings kam das Vereinsleben nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 zum Erliegen. 1951 wurde der Verein wieder neu ins Leben gerufen, 1958 ein Schießstand mit vier Ständen eröffnet und im Jahr 1959 gemeinsam mit den Hubertusschützen Isen als Patenverein in der Turnhalle Isen die Fahne geweiht. Dabei hatte übrigens die Blaskapelle Isen ihren ersten Auftritt bei einer Fahnenweihe.

Stolz ging Müller auch auf den Sommerbiathlon ein, den die Eschbaumer erstmals im Jahr 2007 ausrichteten und der sich zu einem der Höhepunkte bei den sportlichen Wettkämpfen in der Region entwickelt hat. Müller freut besonders, wie kameradschaftlich das Zusammenspiel mit anderen Vereinen funktioniert und dass die Gemeinschaft ein wichtiger Faktor im Vereinsleben ist.

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Der Schützenmeister dankte Bürgermeisterin Irmgard Hibler dafür, dass sie die Schirmherrschaft über die 100-Jahr-Feier übernommen hat.

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Die Jubilare und ihre Gäste: Vertreter befreundeter Schützenvereine aus der Region nahmen an der Jubiläumsfeier teil.

Hibler meinte dazu: „Es hätte vor der Pandemie auch niemand gedacht, dass ich schon seit über einem Jahr im Amt bin und dass dies meine erste Schirmherrschaft ist.“ Die Ortschefin betonte, dass die Gesellschaft, die 1921 mit neun Gründungsmitgliedern begann, zu einem breit aufgestellten Verein gewachsen sei. Erfolge habe er weit über die Gaugrenzen hinaus eingefahren. Vor allem beim Sommerbiathlon sei es gelungen, Talente zu entdecken. Wie wichtig das Engagement von Vereinen sei, hätten die vergangenen Monate gezeigt, so Hibler.

Nicht Schwarz sehen, sondern ins Schwarze treffen

Jetzt sei es wichtig, die Mitglieder wieder zusammenzubringen und die „so wichtige Jugend“ in den Verein zu holen. Sie dankte Müller für seine langjährige Arbeit als Schützenmeister und wünschte eine erfolgreiche Zukunft, „in der nicht Schwarz gesehen, sondern ins Schwarze getroffen wird“.

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Erich Eisenberger, Gauschützenmeister des Schützengaus Wasserburg-Haag, bedauerte den Wegfall der Geselligkeit in der Corona-Zeit. Er freue sich aber, dass sich in den vergangenen 100 Jahren immer wieder Menschen gefunden hätten, die ehrenamtliche Arbeit übernommen hätten.

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