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Praxis an der Schule

Schüler entwerfen eine Wohlfühloase an der Mittelschule Isen

Am „Strand“ in Isen tummeln sich (von links): Schulleiter Michael Oberhofer, OGTS-Leiterin Esther Stacke, Sadaf Salehi, Ajmal Salehi, Steffi Fellermaier, Loveth Aighobahi, Daniel Ayomanor, Samira Sander, Sarah Höcker, Katharina Hutterer, Finn Czempik, Maxl Kühnl, Jonas Czempik, Christian Osipov, Daniel Gut, Pepe Jentzsch und Meister Robert Grundler.
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Am „Strand“ in Isen tummeln sich (von links): Schulleiter Michael Oberhofer, OGTS-Leiterin Esther Stacke, Sadaf Salehi, Ajmal Salehi, Steffi Fellermaier, Loveth Aighobahi, Daniel Ayomanor, Samira Sander, Sarah Höcker, Katharina Hutterer, Finn Czempik, Maxl Kühnl, Jonas Czempik, Christian Osipov, Daniel Gut, Pepe Jentzsch und Meister Robert Grundler.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Eine Wohlfühloase an einer Mittelschule? Wo gibt es denn so etwas? Ganz klar: in Isen. Wie Schulleiter Michael Oberhofer stolz verkündet, wurde dort das Projekt „Praxis an Mittelschulen“ erfolgreich umgesetzt. Zwei wandgroße Bilder bereichern jetzt das Schulgebäude – und das kam so.

Isen – Zunächst stand an der Mittelschule in Isen die Frage im Raum: „Was tun, wenn die Schule komplett saniert wird und man es trotzdem auch in der Bauphase schön und ansprechend haben möchte?“

Eine kreative Lösung sollte her. Und die haben die Leitung der offenen Ganztagsschule in Isen, Esther Stacke, und der Schulleiter Michael Oberhofer gefunden. Das Beste daran: Ihre Idee war nicht nur gut, sondern wurde auch noch von der Regierung von Oberbayern finanziell gefördert.

Ganz einfach und unkompliziert

Wie das geht? „Eigentlich ganz einfach und unkompliziert“, finden Stacke und Oberhofer. Beim Projekt „Praxis an Mittelschulen“ werden interessierte Mittelschüler an ein Berufsbild herangeführt und können dort unter fachlicher Anleitung eines Meisters erste Erfahrungen sammeln. Dieser Meister ist in Isen bereits des Öfteren der bekannte Maler, Künstler und Kirchenmalermeister Robert Grundler aus Isen, gewesen. Er hat in der Schule schon zahlreiche Projekte mit Schülern durchgeführt und ist begeistert von der Zusammenarbeit mit Schülern und Schulleitung. Diesmal arbeitete er mit Jugendlichen aus der offenen Ganztagsklasse. „Dabei entstanden zwei mehr als sehenswerte Kunstwerke an den Zimmerwänden in nur einer Projektwoche“, freut sich der Schulleiter.

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„Ich danke der Ideengeberin Esther Stacke für ihren Impuls, dem Malermeister Robert Grundler für seine Geduld und seine Einsatzfreude bei der Umsetzung dieses berufsorientierenden Projektes und den Jugendlichen für ihre Kreativität“, führt er aus. Und weil so viele zum Gelingen beigetragen haben, geht das Bedanken noch weiter: „Danke auch an die Regierung von Oberbayern für die Finanzierung des Meisters und dem Mittelschulverband Isen – Sankt Wolfgang – Lengdorf – Buch am Buchrain für die großzügige Bereitstellung des Sachaufwandes“, so Schulleiter Michael Oberhofer.

Künstler und Malermeister Robert Grundler: „Praktische Erfahrungen sind das A und O“

Der Isener Künstler, Maler und Kirchenmalermeister Robert Grundler freut sich, wenn er bei seinen Praxisprojekten mit jungen Menschen auf Schüler trifft, „die für etwas brennen, hartnäckig bleiben und ihr Projekt durchziehen“. An der Mittelschule habe er schon einige Projekte geleitet und das mache ihm „großen Spaß und viel Freude, die Begeisterung der jungen Leute zu erleben.“ Mancher Schüler erkenne auch, dass er bei dem Projekt fehl am Platz sei, aber auch das sei völlig in Ordnung, glaubt Grundler. Wichtig sei, dass die Jugendlichen praktische Erfahrungen machen können, „so viele wie möglich, sie sind das A und O“. Wenn es nach Grundler ginge, dann sollten noch viel mehr Praxisprojekte stattfinden, damit sich die Schüler ausprobieren können und ein Gesamtbild vom Handwerksberuf bekommen können.“

In der Arena präsentieren sich (von links): Schulleiter Michael Oberhofer, Samira Sander, Finn Czempik, Maxl Kühnl, Daniel Gut, Jonas Czempik, Steffi Fellermaier, Meister Robert Grundler und OGTS-Leiterin Esther Stacke.

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus fördert die Praxis

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus fördert die Praxis an Mittelschulen. Das Prozedere ist immer gleich:

Unter Anleitung von außerschulischen Fachkräften und der Lehrkraft sollen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines berufsrelevanten handwerklichen, künstlerischen, musischen, sozialen oder hauswirtschaftlichen Projektes ein vorzeigbares Produkt oder eine Dienstleistung erstellen. Dadurch soll ein Bezug zur Arbeits- und Berufswelt erreicht werden.

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Als Projektkosten können die Personalkosten für außerschulisches Fachpersonal – beispielsweise Handwerksmeister, Dienstleister, Künstler, betriebliche Ausbilder oder gewerbliche Fachlehrer – und die damit in Zusammenhang entstehenden Vergütungen und Löhne, Reisekosten, Erstattungen von Personalkosten an Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Erstattungen von Personalkosten an Sonstige beantragt werden.

Die beantragten Mittel können nicht verwendet werden, um den Sachaufwand der Schulen zu bestreiten.

Nicht erstattungsfähig sind Projekte, die sozialpädagogisch und/oder pädagogisch-psychologisch arbeiten, um die Stabilisierung der Schülerpersönlichkeit zu bewirken. Darunter fallen Projekte im Rahmen von Sucht- und Gewaltprävention, erlebnispädagogische Projekte, Einsatz von Sozial- und Diplompädagogen, Mediatorenausbildung beziehungsweise Streitschlichterprojekte.

Weitere Infos unter www.regierung.oberbayern.bayern.de/aufgaben

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