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500 Tage Bürgermeister (Teil 4)

„Der bürokratische Wahnsinn bremst“ - Kritik von Schonstetts Bürgermeister Paul Dirnecker

„Corona hat nicht mitregiert“, sagt Schonstetts Bürgermeister Paul Dirnecker.
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„Corona hat nicht mitregiert“, sagt Schonstetts Bürgermeister Paul Dirnecker.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Hätte er einen Wunsch frei, würde er sich wünschen, dass ihn der „bürokratische Wahnsinn“ nicht dauernd ausbremst. Das sagt Paul Dirnecker, Bürgermeister in der Gemeinde Schonstett im 500-Tage-Interview.

Schonstett – Seit der Kommunalwahl im Jahr 2020 sind im Altlandkreis Wasserburg exakt 13 neue Bürgermeister in Amt und Würden. Unsere Heimatzeitung fragte nach, wie die ersten 500 Tage ihrer Amtszeit verlaufen sind. Lesen Sie heute die Antworten von Paul Dirnecker (Freie Wähler), Bürgermeister in Schonstett.

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Wie hat Corona in den ersten 500 Tagen Ihrer Amtszeit mitregiert?

Paul Dirnecker: Mitregiert ist eigentlich der falsche Ausdruck. Meine Arbeit als Bürgermeister war bzw. ist kaum eingeschränkt. Nur während der Zeit des totalen Lockdowns war es für mich manchmal etwas schwierig, weil die so wichtigen Bürgerkontakte sehr eingeschränkt waren.

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Die Starkregenereignisse haben sich in diesem Sommer gehäuft. Schonstett hat schon länger vor, den Regenwasserkanal zu sanieren, auch um für solche Fälle vorbereitet zu sein. Wie kommen hier die Planungen voran?

Dirnecker: Schonstett ist Gott sei Dank von Hagel und Überschwemmungen verschont geblieben. Die diesjährigen Starkregenereignisse hat unser Regenwasserkanal noch relativ gut bewältigt. Trotzdem ist eine Sanierung in absehbarer Zeit notwendig. Planungsbeginn hierfür ist für 2022 vorgesehen.

Schon seit Längerem soll ein neues Feuerwehrhaus bauen. Zuletzt scheiterte allerdings die Leader-Förderung für den Bau. Wie sieht es mit der Finanzierung aus? Wie gehen die Planungen voran?

Dirnecker: Für den Bau des neuen Feuerwehrhauses gibt es zwei Planungsmodelle, welche aktuell von einem Bedarfsplane analysiert werden. Was die Finanzierung betrifft, gibt es leider nur sehr knapp bemessene staatliche Fördermittel. Dennoch muss der geplante Baubeginn für 2022 realisiert werden, da Standort und Größe des jetzigen Feuerwehrhauses nicht mehr den aktuellen, gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Die Leaderförderung wurde nicht in Bezug auf die Planung des Feuerwehrhauses geprüft, sondern es gab Überlegungen, ob im neuen Feuerwehrhaus auch noch andere (von Leader geförderte) Räume untergebracht werden können. Diese Idee wurde allerdings nicht weiterverfolgt.

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Wie steht Schonstett zur Schließung der Mittelschule Eiselfing? Und wie steht es um die Finanzierung des Projekts, kann sich die Gemeinde eine Investition in dieser Höhe leisten?

Dirnecker: Der Gemeinderat und ich als Bürgermeister stehen mit einem klaren „ja“ hinter dem Mittelschulstandort Eiselfing. Eine Teilsanierung, wie jetzt geplant, wäre für Schonstett finanziell tragbar. Aktuell wird die Wirtschaftlichkeit einer Teilsanierung oder eines Neubaus von der Regierung von Oberbayern geprüft. Sollte die Prüfung für einen Neubau sprechen, wäre die Finanzierung für Schonstett eine große Herausforderung.

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Worauf freuen Sie sich morgens, wenn Sie ins Rathaus gehen?

Dirnecker: Auf die vielfältigen Aufgaben und Bürgergespräche, sowie auf die harmonische und fachlich kompetente Zusammenarbeit in der Verwaltung.

Wenn Sie einen Wunsch für Ihre Gemeinde frei hätte, dann...

Dirnecker: …würde ich mir wünschen, dass die Gemeinde mehr eigenverantwortliche Handlungsspielräume hätte und nicht so oft vom bürokratischen Wahnsinn ausgebremst wird.

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