Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Bürgermeister im Ehrenamt

Schonstetts Bürgermeister Dirnecker zieht eine erste Bilanz seiner Amtszeit

Paul Dirnecker ist Landwirt und zugleich ehrenamtlicher Bürgermeister. Im ersten Jahr wurde ihm die Verantwortung bewusst, die er zu tragen hat.
+
Paul Dirnecker ist Landwirt und zugleich ehrenamtlicher Bürgermeister. Im ersten Jahr wurde ihm die Verantwortung bewusst, die er zu tragen hat.

Schonstett – Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen und Kolleginnen im Landkreis Rosenheim fährt Paul Dirnecker (Freie Wähler) zweigleisig. Das Amt des Bürgermeisters vertritt der Landwirt ehrenamtlich. In einem Interview mit den OVB-Heimatzeiten erzählt er, wie er sein erstes Amtsjahr empfunden hat.

Herr Dirnecker, wie war das erste Jahr als Bürgermeister?

Paul Dirnecker: Mir macht es viel Spaß, und das ist sehr wichtig. In der Regel bin ich einer, der mit jedem Mensch auskommt und der jeden Mensch akzeptiert. Ich bereue nicht, dass ich mich zur Wahl gestellt habe. Ich war bereits zweiter Bürgermeister und ich bin gebürtiger Schonstetter. Das macht es manchmal leichter, aber auch manchmal schwieriger. Ich muss unterscheiden zwischen Privatmann und Bürgermeister. Durch die Corona-Pandemie waren wir schon eingeschränkt. Prozesse sind verlangsamt worden und auch ich selber bin auch ausgebremst worden.

Was hat Sie am Amt des Bürgermeisters überrascht?

Dirnecker: Es gab sehr viele Momente, in denen ich überrascht war. Ich war zwar davor bereits zweiter Bürgermeister und habe mich immer eng mit dem ehemaligen Bürgermeister ausgetauscht, aber jetzt habe ich die Verantwortung. Das ist ganz anders. Ich muss mir Gedanken machen, wie ich vorgehe.

Lesen Sie auch: Neue Bäume ziehen in den Schonstetter Caritas-Park (Plus-Artikel)

Wie halten Sie den Kontakt zu den Bürgern?

Dirnecker: Ich bin ein ehrenamtlicher Bürgermeister und mit meinen Terminen flexibel. Ich nehme mir gerne Zeit für die Bürger. Ich finde, dafür ist ja auch der Bürgermeister da. Wenn ich durch den Ort gehe, gibt es immer wieder die Momente, in denen ich angesprochen werde. Das ist für mich kein Problem. Es ist wichtig, ins Gespräch zu kommen. Da kann ich auch ganz viel mitnehmen: Wie tickt der Bürger, was braucht er.

Im vergangenen Jahr hat der neue Dorfladen in Schonstett eröffnet...

Dirnecker: Hier hat uns Corona nicht eingeschränkt. Im Gegenteil durch Corona wurde der Bedarf an einem Laden im Ort sogar erhöht. Die Tendenz, dass die Menschen regional einkaufen wollen, ist da. Es kommen die Bürger mit dem Rad. Und es kommen auch Bürger aus den Nachbargemeinden zum Laden. Die Eröffnung des Dorfladens war für mich wichtig.

Wie gehen die Planungen mit dem Feuerwehrhaus voran?

Dirnecker: Wenn wir so ein Projekt starten, dann ist es wichtig, das wir es gut ausarbeiten. Wir haben jetzt zwei Varianten zur Auswahl. Eine stellt mich und die Feuerwehr zufrieden. Welche Variante es am Ende aber wird, werden die Finanzen der Gemeinde entscheiden.

Lesen Sie auch: Verwaltung Schonstett sucht nach passender Förderung für Feuerwehr (Plus-Artikel OVB-Online)

Wie steht die Gemeinde derzeit finanziell da?

Dirnecker: Die Pflichtaufgaben einer Kommune und die damit finanzielle Belastung der Gemeinde wird immer höher. Die Einnahmen steigen aber nicht. Da tut sich dann auch eine Gemeinde wie Schonstett schwer. Wir haben wenig finanziellen Spielraum. Ich glaube, am Ende des Jahres können wir sagen, ob wir mit einem blauen Auge davon gekommen sind, oder nicht. Ich gehe aber davon aus, dass die Gemeinde in den kommenden Jahren Schulden aufnehmen muss. Ansonsten können wir unsere Pflichtaufgaben nicht erfüllen.

Was steht in der kommenden Zeit in der Gemeinde Schonstett an?

Dirnecker: Beim Kindergarten bekommen wir eine neue Waldgruppe. Ein Waldstück haben wir bereits. Jetzt brauchen wir noch einen geeigneten Standort für die dazugehörige Hütte. Das wird hoffentlich in den kommenden Wochen spruchreif. Ebenfalls müssen Teile des Regenwasserkanals saniert werden. Wir haben immer wieder Probleme bei Starkregenereignissen. Wir wissen nun wo die Schäden im Kanal liegen und werden im Herbst mit den Planungen beginnen. Im kommenden Jahr werden wir hier dann in die Umsetzung gehen.

Lesen Sie auch: Der Schonstetter Haushalt ist mit 6 Millionen Euro Gesamtvolumen ungewöhnlich hoch (Plus-Artikel OVB-Online)

Was ist für die Gemeinde Schonstett wichtig?

Dirnecker: Es ist wichtig, dass die Gemeinde in den kommenden Jahren kontinuierlich wächst. Wir brauchen gute Jahre, in denen wir uns finanzielle Rücklagen schaffen können. Ich werde mich für den Erhalt des Kindergartens in Schonstett einsetzen. Ich kann mich nicht auf einem Amt ausruhen. Es ist wichtig, dass ich die Gesellschaft und die Leute mitnehme. Wenn wir die Herausforderungen gemeinsam angehen, dann kann auch etwas dabei herauskommen.

Mehr zum Thema

Kommentare