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„Zuschüsse sind ein Armutszeugnis“

Schonstetts Bürgermeister Dirnecker ärgert sich über geringe Zuschüsse zum Neubau des Feuerwehrhauses

Das alte Feuerwehrhaus in Schonstett ist längst nicht mehr diensttauglich.
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Das alte Feuerwehrhaus in Schonstett ist längst nicht mehr diensttauglich.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Der Neubau des Feuerwehrhauses in Schonstett steht seit Jahren an: Das alte Feuerwehrhaus in Rathausnähe ist längst nicht mehr diensttauglich. Ein Grundstück ist da, aber die kommunale Finanzlage ist angespannt und die Fördermöglichkeiten sind mehr als bescheiden, so Bürgermeister Paul Dirnecker.

Schonstett – Mit dem Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für die Gemeinde wurde bereits im Jahr 2003 deutlich, dass das alte Feuerwehrhaus in Rathausnähe nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Stand zunächst die Frage nach einem geeigneten Standort im Vordergrund, so sind es jetzt besonders die möglichen Kosten, die Bürgermeister Paul Dirnecker (FWS) Sorgen bereiten.

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„Das geeignete Grundstück haben wir im Köblgraben gefunden, aber die Finanzierung des Neubaus bereitet unserer Gemeinde großes Kopfzerbrechen“, beschreibt der Bürgermeister die aktuelle Situation im Gespräch mit unserer Heimatzeitung.

Richtig wütend wird er, wenn er an die Zuschüsse denkt, die der Kommune vom Staat zum Neubau in Aussicht gestellt sind: „Das sind gerade mal 50.000 Euro pro Fahrzeughalle“, erklärt er und fährt fort: „Dieser Zuschuss ist doch wirklich ein Armutszeugnis für Deutschland, bedenkt man, wie viel ehrenamtliche Arbeit von der Feuerwehr für die Allgemeinheit geleistet wird.“

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Bei drei geplanten Fahrzeughallen (zwei Hallen für die beiden Feuerwehrfahrzeuge und eine Halle für das Notstromaggregat des Landkreises, das in Schonstett stationiert ist) würde die Gemeinde somit einen Zuschuss von 150.000 Euro erhalten. Für Dirnecker ist das zu wenig, „zumal wir für das Funktionsgebäude überhaupt keinen Zuschuss erhalten sollen“, ärgert sich der Bürgermeister weiter.

„Da fordern die staatlichen Stellen immer mehr von den Feuerwehrleuten, ihre Ausbildung wird immer differenzierter und komplizierter, aber ihre Ausbildungsräume werden nicht gefördert“,

An dieser Stelle soll das neue Feuerwehrhaus entstehen.

1,6 Millionen Euro sind im aktuellen Haushalt der Gemeinde für den Neubau eines Feuerwehrhauses in den nächsten zwei Jahren vorgesehen. In welchem Umfang tatsächlich gebaut wird, muss im Gemeinderat noch endgültig beraten werden. Er wolle für seine Gemeinde eine sinnvolle Lösung, die den Anforderungen der kommenden 30 Jahre standhalten könne, so das Gemeindeoberhaupt.

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Apropos Anforderungen: Eigentlich müsste eine Gemeinde in der Größenordnung von Schonstett 40 aktive Feuerwehrleute bereit stellen. Aktuell seien es in Schonstett aber gerade mal 32 Aktive, so Dirnecker. „Da sind wir tatsächlich unterbesetzt.“ Zum Glück seinen auch Jugendfeuerwehrler ab 12 Jahren in Schonstett gemeldet, die gelte es zu fördern und bei der Stange zu halten.

Seiner Meinung nach sei deshalb auch ein Keller im neuen Feuerwehrhaus von Nöten. Momentan versuche er, dafür beim Leader-Projekt finanzielle Unterstützung zu bekommen. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir den Keller nicht nur für die jungen Feuerwehrleute ausbauen, sondern auch für die Jugendlichen anderer Ortsvereine“, verrät Dirnecker seine Pläne.

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Letztendlich bleibe aber alles eine Frage der Finanzen. Da sehe es in Schonstett nicht gerade rosig aus, bestätigt der Bürgermeister. Die Gemeinderäte hätten noch viel zu bedenken, was auf die etwa 3.000 Quadratmeter große Fläche im Köblgraben für die Feuerwehrler und somit für die Allgemeinheit gebaut werden könne. „Trotzdem“, so Dirnecker, „sollte man nicht an der falschen Stelle sparen. Was wir jetzt nicht einplanen, können wir auf dem engen Raum später nicht einfach anstückeln“, warnt er.

Zunächst werde jedoch die Hauptstraße von Schonstett verlegt, damit künftig genügend Platz für das Feuerwehrhaus da sei und auch die Anwohner des Baugebiets Köblgraben mehr Verkehrssicherheit bekommen würden. Am 1. Juli soll mit der Straßenverlegung begonnen werden. Dirnecker schätzt, dass die Bauarbeiten vier bis fünf Wochen dauern werden.

„Im Herbst könnten wir – wenn alles gut läuft – mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses beginnen“, hofft Dirnecker. Bis dahin will er noch alle Hebel in Bewegung setzen, um mehr Zuschüsse für den Neubau zu erhalten.

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