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Sie verabschiedete sich mit Brief an Gremium

Schonstetter Gemeinderätin Katharina Gruber-Trenker legt wegen Corona-Politik ihr Amt nieder

Katharina Gruber-Trenker ist zurückgetreten.
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Katharina Gruber-Trenker ist zurückgetreten.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Kritik an der Corona-Politik hat Katharina Gruber-Trenker (Freie Wähler) bewogen, ihr Gemeinderatsamt in Schonstett niederzulegen. In einem Brief an das Gremium hat sie diesen Schritt mit ihrer persönlichen Sicht auf Infektionsschutz-Auflagen wie das Tragen einer Maske begründet.

Schonstett – Seit Februar war Gruber-Trenker, 2020 neu in den Gemeinderat gewählt, quasi beurlaubt. Sie nahm nicht mehr an Sitzungen teil. Diese fanden und finden nach wie vor aus Infektionsschutzgründen im Gemeindesaal statt. Auflage der Staatsregierung während des Lockdown: Die Mitglieder mussten eine Maske tragen. In Kommunen wie Wasserburg war in der schwierigsten Phase der Corona-Krise sogar die Vorlage eines Corona-Negativtestes notwendig gewesen, um teilzunehmen.

Gruber-Trenker kann und will keine Maske tragen

Gruber-Trenker teilte dem Gemeinderat mit, dass sie aus gesundheitlichen Gründen über längere Zeit hinweg keine Maske tragen könne und wolle. Der Bürgermeister schlug nach eigenen Angaben als Kompromiss vor, eine Glasscheibe an ihrem Platz aufzustellen. Doch aus Reihen des Gemeinderates habe es Bedenken gegeben, ob dies ausreiche, um den Infektionsschutz zu gewährleisten, so Dirnecker.

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Gruber-Trenker fehlte deshalb entschuldigt. Jetzt hat sie sich entschlossen, ihren Rücktritt zu erklären. Dem Gemeinderat hat sie zur Erklärung einen Brief geschrieben. „Ganz ausdrücklich möchte ich betonen, dass der Brief in einer Auseinandersetzung mit meinem eigenen Gewissen und meiner Ansicht der Dinge geschrieben wurde. Auch den Schluss, den ich aus dieser Auseinandersetzung mit mir selbst gezogen habe, ist mein persönlicher Entschluss. Ich gestehe jedem seine Entscheidungen zu und erwarte im Gegenzug, dass auch meine Entscheidungen respektiert werden“, schreibt Gruber-Trenker in einer Stellungnahme zum Rücktritt auf Anfrage der Wasserburger Zeitung.

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Sie hatte sich nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten sehr zurückgezogen, „da ich mit meiner Entscheidung, möglichst keine Maske zu tragen und mich nicht impfen zu lassen, von Vielem ausgeschlossen bin.“ Doch nun wolle sie nicht länger schweigen. Sie beobachte und hinterfrage seit einem Jahr die Corona-Politik. Sie nehme eine Krankheit jedoch keine Pandemie wahr. Gruber-Trenker vertritt die Meinung, die Menschen würden „mit teils gefälschten Informationen und Halbwahrheiten in Angst und Schrecken gehalten“. Nach längerer Abwägung und Prüfung sei sie zum Entschluss gekommen, das Amt als Gemeinderätin zurückzugeben „da ich es vor mit selbst nicht mehr verantworten kann, auf ein Grundgesetz geschworen zu haben, das mehr und mehr eingeschränkt wird“.

Bürgermeister Paul Dirnecker vereidigte den Nachfolger von Katharina Gruber-Trenker, seinen Sohn Simon Dirnecker, als Listennachfolger

Bürgermeister Paul Dirnecker (Freie Wähler) bedauert nach eigenen Angaben den Rücktritt der Gemeinderätin. „Wir haben eine gute Kraft im Gemeinderat verloren“, sagt er. Gruber-Trenker setze sich sehr ein für Schonstett.

Weiterhin Senioren- und Leaderbeauftragte

Unter anderem ist sie aktiv im Dorfladen, vertritt die Kommune bei den Leader-Förderprojekten, ist Senioren- und Behindertenbeauftragte. All diese Ämter und Aufgabenstellungen kann und wird die zurückgetretene Gemeinderätin nach eigenen Angaben auch weiterhin wahrnehmen, teilt sie mit. Dirnecker bestätigt dies auf Nachfrage.

Entscheidung ohne Debatte akzeptiert

Zur Erklärung für den Rücktritt, die Gruber-Trenker brieflich abgegeben hat, will sich der Rathauschef nicht inhaltlich äußern. „Ich und der Gemeinderat akzeptieren die Entscheidung und haben das Schreiben zur Kenntnis genommen.“ Der Gemeinderat verzichtete außerdem auf eine inhaltliche Diskussion der Kritik von Gruber-Tenker an der Corona-Politik.

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Als Nachfolger auf der Liste zur Gemeinderatswahl rückt der Sohn des Bürgermeisters, Simon Dirnecker (Freie Wähler), nach. Er wurde in der Sitzung von seinem Vater vereidigt.

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