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Schönste Dackel gaben „Belldichein“

Ein Leben ohne Dackel ist möglich,aber nicht sinnvoll findet die älteste Teilnehmerin der Veranstaltung, Therese „Resi“ Schrelle aus Albaching (82; links) und rechts neben ihr das älteste Mitglied des Dackelklubs, Anna Langer (93). Kirsten Meier
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Ein Leben ohne Dackel ist möglich,aber nicht sinnvoll findet die älteste Teilnehmerin der Veranstaltung, Therese „Resi“ Schrelle aus Albaching (82; links) und rechts neben ihr das älteste Mitglied des Dackelklubs, Anna Langer (93). Kirsten Meier

Vicky vom Waldwuffel, Ruggi vom Gundelhof oder Paco von der Ruhrau. So klangvolle Namen hat der Dackel von Welt. Bei der 31. Zuchtschau der Dackelklub Sektion Altötting-Mühldorf in Reichertsheim hechelten die vierbeinigen Starter um die besten Plätze.

Reichertsheim – Eine lange Schlange wartet am Eingang des Gasthofs Baumgartner in Tiefenstätt. Der Saal ist bis auf den letzten Platz belegt. So viel Lampenfieber und Freude auf einem Platz sieht man nicht alle Tage. Anlass: Dackelschau!

Jeder der eine Startnummer bekommt, hechelt nach der Auszeichnung zum „Schönsten“ und „Fortpflanzungsfähigsten“ in seiner Kategorie. Die vierbeinigen Teilnehmer zeichnet vor allem ihre freundliche, gutmütige, fröhliche und arbeitsame Art aus. Wobei das gute Aussehen und die perfekte Präsentation an diesem Tag im Vordergrund stehen.

Reinrassig müssen die Teilnehmer sein

Wenn der Dackelklub Altötting-Mühldorf zur Schönheitskür trommelt, sind die Dackelfreunde der Region dabei. Sie können ihre Lieblinge beim Formwertrichter vorstellen und bewerten lassen.

Voraussetzung: Reinrassig müssen die Teilnehmer sein und einen gültigen Impfausweis vorlegen können. Die Ahnentafel ist keine Pflicht. „Durch die Zuchtschau steigt der Wert des Hundes. Ohne Zuchtschau, darf mit dem Hund nicht gezüchtet werden“, erklärt die Vorsitzende, Elfriede Kolbeck aus St. Wolfgang. Seit zwei Jahren arbeitet sie daran, den Klub wieder richtig in Schwung zu bringen.

Hinter dem Verein liegen Zeiten, „die zum Jaulen waren. Immer mehr Mitglieder gingen verloren. Es kamen kaum noch Leute zu den Schauen“, berichtet Kolbeck.

Die vorherige Vorstandschaft dachte damals daran, den Verein komplett aufzulösen, aber sie wollte nicht zulassen. Seit sie im Amt ist, arbeitet sie daran, die Menschen wieder „diese tolle Rasse zu begeistern“. Diese Hundeschau soll dabei helfen. 65 Mitglieder hat der Verein inzwischen wieder zu verzeichnen und es werden mehr.

Plötzlich ertönen Jagdhörner; Georg Lang und seine Frau entlocken ihnen ein melodisches Jagdsignal. Die Hatz nach dem ersten Platz ist eröffnet. Lang ist ein erfahrener Zucht- und Ausstellungsrichter.

Der Hund wird von ihm bei der Bewertung aufs Genauste überprüft. Einen guten Bodenstand, eine korrekte Rute, einen kräftigen Brustkorb und ein einwandfreies Gebiss sind nur einige Kriterien, die der oder die Schönste erfüllen muss. Auch das Haarkleid soll perfekt sein, um eine sehr gute Note zu ergattern.

Wer die Bewertung „vorzüglich“ einheimst, darf sicher sein, zu den Allerschönsten zu gehören. Herrchen und Frauchen kommen auch ins Schwitzen, weil sie mit ihrem Vierbeiner einen Lauf machen müssen. So sieht man die Dackel von allen Seiten.

„Hat der Hund einen Knickfehler in der Rute, eine abknickende Brust, ein Fell wie ein Pudel oder schlechte Zähne, ist der Hund leider nicht für die Zucht geeignet“, erklärte Lang. Diese Veranstaltung beweist: Die Kleinen sind ganz groß und ziehen Publikum an: „50 Teilnehmer hatten wir heute. Diese nahmen sehr weite Anfahrtswege in Kauf, um dabei zu sein. Am weitesten reiste Familie Forster aus Marktoberdorf mit ihrer Vicky vom Waldwuffel an“ freute sich die Veranstalterin Kolbeck. In den vergangenen Jahren nahmen im Durchschnitt 20 Dackelfans bei solch einem Event teil.

93 Jahre alt ist das älteste Mitglied des Dackelklubs: Anna Langer, seit 1946 dabei. Bis 2005 züchtete die rüstige Rentnerin selbst. Im Herbst 2018 starb ihr letzter Hund. „Ein Leben ohne Tiere ist nicht schön. Mich macht der Verlust meiner Hunde sehr traurig. Man fühlt sich so alleine ohne Tiere“, erklärt die freundliche Seniorin.

Sie steht dem Verein nach wie vor mit gutem Rat zur Seite, denn schließlich verfügt sie über mehr als 70 Jahre Hundeerfahrung. Für Begeisterung sorgte auch die älteste Teilnehmerin der Veranstaltung. Therese „Resi“ Schrelle aus Albaching ist mit ihren 82 Jahren noch immer eine erfolgreiche Züchterin und mit ihren Vierbeiner sehr aktiv. Die rüstige Seniorin zeigt mit ihrem Rauhhaar-„Ruggi vom Gundelhof“, dass man nicht jung sein muss, um erfolgreich zu sein.

Das waren die Sieger

Puppy (Welpen 4. bis 6. Monat): Silke Baronin von Stackelberg aus Dietramszell mit Destiny vom St. Martin; Jüngste (6 bis 9 Monate): Gerlinde Mutzel aus Mühldorf mit Flocke vom Schwindauer Land; Jugend (9 bis 15 Monate): Klaus Reiter aus Halsbach mit Gundi von der Reiteralm; Ältere (ab 15 Monate): Therese „Resi“ Schrelle aus Albaching mit Ruggi vom Grundlhof; Veteranen (ab 8 Jahre): Franz Kolbeck aus Sankt Wolfgang mit Paco von der Ruhrau; Rauhaar: Therese „Resi“ Schrelle aus Albaching mit Ruggi vom Grundlhof; Kurzhaar: Alexander Böck aus Konzenberg mit Isidor von der Martinskirche; Langhaar: Silke Baronin von Stackelberg aus Dietramszell mit Indra von Damsmühle; Tagessieger: Alexander Böck aus Konzenberg mit Isidor von der Martinskirche.

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