Schönbrunn soll wachsen – endlich geht es weiter mit der Planung

n Schönbrunn gibt es Bedarf an neuen Bauplätzen. Entlang der Straße nach Notzing (links) und südlich des Bürgerhauses (links) soll ein Baugebiet entstehen. Das Gewerbegebiet wird vor der Bebauung (rechts) entwickelt.
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n Schönbrunn gibt es Bedarf an neuen Bauplätzen. Entlang der Straße nach Notzing (links) und südlich des Bürgerhauses (links) soll ein Baugebiet entstehen. Das Gewerbegebiet wird vor der Bebauung (rechts) entwickelt.

In Schönbrunn (St. Wolfgang) sollen Einheimische bauen können. Lange standen die Planungen still, jetzt tut sich was.

Von Hermann Weingartner

St. Wolfgang – In Schönbrunn sollen Einheimische endlich bauen können. Geplant ist ein neues Wohn- und Gewerbegebiet. Der Gemeinderat hat nun einstimmig und diesmal ohne Diskussion eine notwendige Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) und die Aufstellung des Bebauungsplans „Schönbrunn-Notzing“ sowie „Gewerbegebiet Schönbrunn“ beschlossen. Durch die Wohnbebauung würde der Ortsteil mit derzeit etwa 30 Bestandswohngebäuden um weitere 19 Häuser deutlich wachsen.

Einheimische warten schon sehr lange

Noch am Ende der Amtszeit von St. Wolfgangs Altbürgermeister Jakob Schwimmer (CSU) wurde über ein neues Wohnbau- und Gewerbegebiet zwischen dem südwestlichen Ortsrand Schönbrunn und dem rund 100 Meter entfernten Weiler Notzing im Westen diskutiert. Hinderlich waren damals offene Fragen zu Grundstücksverfügbarkeiten. Unter Schwimmer-Bürgermeisternachfolger Ullrich Gaigl (FW) hatte der Gemeinderat im November 2017 zwar einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan „Schönbrunn-Notzing“ gefasst. Der wurde aber wegen weiterhin nicht abgeschlossenen Grundstücksverhandlungen öffentlich nicht bekannt gemacht.

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Seitdem warten mehrere Ortsansässige auf den Fortgang des Verfahrens, um am Heimatort endlich bauen zu können. Auch im Kommunalwahlkampf war dieses Baugebiet ein heißes Thema. Nachdem nun offenbar die Grundstücksverfügbarkeiten auch rechtlich geklärt sind, soll in Schönbrunn ein Wohnbau- und kleines Gewerbegebiet entwickelt werden. Diskussionen gab es dazu nun keine mehr, die entsprechenden neuen Bauleitverfahren wurden einstimmig beschlossen. Entstehen soll südlich in Verlängerung des Bürgerhauses ein neuer Bolzplatz für einen bereits bestehenden am südöstlichen Ortsrand. Das anschließende Areal ist zunächst nur im Flächennutzungsplan als Gewerbegebiet vorgesehen sowie eine weitere, kleinere Gewerbefläche gegenüber des Angerwegs. Weiter bleiben im Plan fünf Wohnbauparzellen am südöstlichen Ortsrand, beschloss der Gemeinderat von St. Wolfgang in seiner öffentlichen Sitzung.

19 Bauparzellen sind nun vorgesehen

Der alte Entwurf des Bebauungsplans „Schönbrunn-Notzing“ soll nun weitergeführt werden. Danach sind am südlichen Ortsrand vor allem entlang der Zufahrtsstraße nach Notzing 19 Bauparzellen geplant. Die Bebauung umschließt den Weiler im Westen und Süden.

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Um das neue Konzept realisieren zu können, wurden aus der laufenden Flächennutzungsplanänderung bereits ausgewiesene Wohn- und Gewerbebauflächen in Schönbrunn per Beschluss herausgenommen. Diese Areale sollen nun in einem eigenen Parallelverfahren zur Baureife geführt werden, berichtete die Bauverwaltung im Gemeinderat. Dazu musste auch der Aufstellungsbeschluss vom November 2017 für den Bebauungsplan „Schönbrunn-Notzing“ aufgehoben werden. Beauftragt ist wieder das Planungsbüro „baupunkt8“. Das soll auf ihrem letzten Planentwurf vom September 2019 die Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens parallel zur Änderung des Flächennutzungsplanes durchführen, so der Beschluss.

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