Schnupftabak-Skandal in Wasserburg: Innstadt inspiriert Autorin Doris Zielke zu einem Krimi

Autorin Doris Zielke hat mit „Gartenzaun Connection“ einen lustig-leichten Wasserburg-Roman geschrieben.
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Autorin Doris Zielke hat mit „Gartenzaun Connection“ einen lustig-leichten Wasserburg-Roman geschrieben.
  • vonKatharina Heinz
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Lebt im beschaulichen Wasserburg ein Drogendealer, der Schnupftabak panscht? Dieser Frage geht die Protagonistin im Roman „Gartenzaun Connection“ von Doris Zielke auf den Grund.

Wasserburg –Die leicht schräge, bayerische Gesellschaftskomödie ist das zweite Werk der Autorin. Debütiert hat Zielke mit dem historischen Roman „Stromgänger“, der im Wasserburg des 16. Jahrhunderts spielt.

Holzklappe am Tresen der Polizeiinspektion gibt es wirklich

Diesmal geht es in die Wasserburger Gegenwart. Zwar ist die Geschichte fiktiv, doch viele Details sind an die Realität angelehnt. So kann der Leser durchaus erahnen, wo in welcher Siedlung die St. Benedikt-Straße sein könnte. Auch die Holzklappe am Tresen der Wasserburger Polizeidienststelle gibt es wirklich. Derart reger Drogenkonsum in den beschaulichen Nachbarschaften ist dagegen weniger vorstellbar. „Das ist reine Erfindung“, sagt Zielke bei einem Spaziergang durch Wasserburg lachend.

Bestellung „on demand„

Die Autorin gibt ihr neues Buch im „On-Demand-Verlag“ heraus. Der Roman ist im Verzeichnis der Buchhändler gelistet und kann als E-Book gekauft oder als Druckausgabe über Buchhandlungen oder Internet bestellt werden.

Inspirationen aus dem Wasserburger Burgerfeld

Nach ihrem eher tiefgründigen Erstlingswerk, der im Jahr 1525 in Wasserburg und Umgebung spielt, habe sie etwas Leichtes und weniger Aufwendiges schreiben wollen, erzählt Zielke. „Gartenzaun Connection“ ist eine Mischung aus Krimi, Komödie und Liebesgeschichte. Es sei ein „bayerischer Prosecco“ geworden, der in erster Linie leicht zu lesen sei und Spaß machen solle.

„Die Geschichte hat mich gefunden, die war einfach da“, sagt Zielke. Die Inspiration für die Orte und Protagonisten stammen unter anderem aus dem Wasserburger Burgerfeld. So ist Doris Zielke in der Mozartstraße aufgewachsen und mit der Region im Allgemeinen sowie dem Wohngebiet im Speziellen noch eng verbandelt. Viele der Personen im Roman haben Charakterzüge von typischen Nachbarn, wie sie vielerorts zu finden sind. „Die Charaktere habe ich dann aber liebevoll überspitzt“, so Zielke.

Autorin ist eine „Wasserburgerin im Exil“

Die Autorin bezeichnet sich selbst als „Wasserburgerin im Exil“. Sie lebt inzwischen in Wiesbaden, besucht Freunde und Verwandtschaft aber regelmäßig in der Innstadt. Hauptberuflich arbeitet sie als Chefarztsekretärin in einer Wiesbadener Klinik. Doris Zielke ist verheiratet, hat einen Sohn und zwei „Patchwork“-Söhne.

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Die Wurzeln ihres Schreibens liegen jedoch in Wasserburg, wo sie aufgewachsen ist. Schon ihr Vater Rudi Heinz hatte hier viele veröffentlichte Kurzgeschichten verfasst.

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