Gemeinsam neues Sportler-Heim gebaut

4500 ehrenamtliche Stunden! Schnaitseer Sportler zeigen, was gelebter Gemeinschaftsinn ist

Über 4500 ehrenamtlich geleistete Stunden arbeiteten die TSV-Mitglieder am neuen TSV-Heim. Ein tolles Gemeinschaftsprojekt für junge und jung gebliebene Sportler ist entstanden, ist der Verei überzeugt. Die Fußballer nahmen das Gelände und das neue Haus als eine der ersten in Betrieb. .
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Über 4500 ehrenamtlich geleistete Stunden arbeiteten die TSV-Mitglieder am neuen TSV-Heim. Ein tolles Gemeinschaftsprojekt für junge und jung gebliebene Sportler ist entstanden, ist der Verei überzeugt. Die Fußballer nahmen das Gelände und das neue Haus als eine der ersten in Betrieb. .
  • vonJosef Unterforsthuber
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Nach einem Jahr Bauzeit ist es vollbracht: das Gemeinschaftswerk zum neuen Sportheim in Schnaitsee. 140 Helferinnen und Helfer haben hier über 4500 Stunden ehrenamtlich gearbeitet.

Schnaitsee – „Wir haben alle zusammen ein gewaltiges Gemeinschaftswerk geschaffen. Wir können mit Fug und Recht behaupten: Das ist unser Heim“, lobte TSV-Vorsitzender Manfred Heistracher beim großen Helferfest mit über 100 Gästen alle Anwesenden. Er würdigte auch die finanziellen Unterstützer, die den 740.000 Euro-Bau erst möglich gemacht hatten. Als Vertreter der Gemeinde waren die beiden Bürgermeister Thomas Schmidinger und Franz Rieperdinger zur Feier gekommen. Die Kommune hatte mit rund 140.000 Euro den Neubau bezuschusst. Zudem konnte durch die Mitgliedschaft der Gemeinde im E-Förderprogramm „LEADER“ die Hauptfinanzierung in Höhe von 200 000 Euro generiert werden. Heistracher dankte auch den Banken für die großen Spenden und die günstige Finanzierung sowie den vielen Schnaitseer Firmen, die den Bau durch Material- und Geldspenden unterstützt hatten.

Helferfest würdigt vielfältiges Engagement

„Jetzt sind wir so weit: Wir konnten die Funktionsräume an die Fußballer und an die Turn- und Fitnessabteilung übergeben. Auch die Gasträume konnten durch die Pächterin Ute Eppinger übernommen werden.“ Der Vorsitzende spornte auch noch an: „Das heutige Helferfest ist für euch alle. Vielleicht auch ein wenig, um für einige Restarbeiten noch motivieren zu können.“

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In einem Rückblick erinnerte er an die langen Besprechungen des Bauausschusses mit Andreas Fritz, Dominik Schuhbeck, Bene Nachbar, Rafi Grziwacz, Karl Hopf, Günter Verbega und den drei Vorsitzenden. In einer humorvollen Laudatio hob er die „Allzweckwaffen“ Martin Dürnegger, Seppi Fritz und Mika Grziwacz, die überall einzusetzen waren, die Lüftungsexperten Mitch Deibl und Marius Franz, die Führende der Damenwertung Anna Wittenzellner, sowie Jürgen Edlmann und John Heistracher als Meister der Spezialbauten, die Oldies Franz Dürnegger, Hans Scheitzeneder und Franz Oberleitner für viele geleistete Stunden, die Ehrenvorsitzenden Alfons und Günter Verbega für die Teilnahme bei ihrem wohl letzten Sportheimbau nach 1961 und 1985, die fleißigsten Fußballer Anderl Hamberger, Tobi Gmeindl, Hans Lepsch und Eric Löffelmann, die Heizungsfachleute Bernd Waldmann und Sir Westner und die Elektronikchefs Max Herbst und Rafael Grziwacz.

Wegen Corona: Viele hatten viel Zeit

Insgesamt wurden über 4500 ehrenamtliche Stunden geleistet. 22 Frauen haben während der Bauzeit die Helfer mit Brotzeiten und Kuchen versorgt. Wie Heistracher bemerkte, kamen die Corona-Einschränkungen gerade recht. „Kurzarbeiter, Schüler und Studenten hatten freie Zeit und verbrachten viel davon auf der Baustelle. Es waren so viele. Da kann ich gar nicht alle nennen.“

Bei deftigen Brotzeiten, frischen Grillhendln und kalten Getränken, die von der Schlossbrauerei Stein gespendet waren, feierte die TSV-Familie bis in die Dunkelheit ihr großes Gemeinschaftswerk.

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