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Nach 20 Jahren Einsatzbereitschaft

Schnaitseer BRK-Gründer Josef Lepschy hört auf

Abschied und Ehrung zugleich für Claudia und Josef Lepschy: (von links) Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess, Claudia und Josef Lepschy, der neue Vorsitzende Christian Lipold und zweiter Bürgermeister Franz Rieperdinger.
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Abschied und Ehrung zugleich für Claudia und Josef Lepschy: (von links) Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess, Claudia und Josef Lepschy, der neue Vorsitzende Christian Lipold und zweiter Bürgermeister Franz Rieperdinger.
  • VonJosef Unterforsthuber
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Bei der Schnaitseer BRK-Bereitschaft endet eine Ära: Gründer und Vorsitzender Josef „Pep“ Lepschy übergibt nach über 20 Jahren an Christian Lipold. Doch ganz wird sich Lepschy nicht zurückziehen.

Schnaitsee – Auch seine Frau Claudia, die ebenfalls von Anfang an mit dabei war, gibt das Amt des Kassenwarts ab. Dass aber die Familie Lepschy nicht ganz zurücktritt, zeigt sich darin, dass Sohn Christoph den Job des Kassenwarts übernimmt und dass Josef Lepschy sich weiterhin um die Ausbildung kümmern wird.

Bei der Jahresversammlung im BRK-Haus in Schnaitsee wurden Dr. Korbinia Wäsle und Georg Köhldorfner zu stellvertretenden Bereitschaftsleitern benannt. Technischer Leiter bleibt Andreas Kaltenhauser mit seinem Stellvertreter Pascale Auer. Schriftführerin wurde Marion Voggenauer. Nach einer Pause übernimmt Hartmut Mandetzky wieder den Posten des Bereitschaftsarztes. In das neu installierte „Team Ausbildung“ wurden neben Lepschy noch Sabrina Seidl, Uli Milius und Christoph Lepschy delegiert.

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Nach über 20 Jahren an der Spitze der Bereitschaft blieben natürlich die Lobesworte nicht aus. Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess freute sich, dass er nach eineinhalb schweren Jahren endlich wieder zu den Bereitschaften fahren kann. Er blickte auf das erfolgreiche Wirken Lepschys zurück. „Du bist immer vorneweg gegangen. Du standest und stehst für den Begriff „Helfer vor Ort“. Der ehrenamtliche Dienst am Nächsten war und ist für dich kein leeres Wort.“ Goess hob die positive Entwicklung der Schnaitseer Bereitschaft hervor. „Ihr habt dafür gesorgt, dass das „Rote Kreuz“ eine Leuchtturmfunktion bei Notlagen übernimmt.“

Zweiter Bürgermeister Franz Rieperdinger konstatierte: „Guat, dass eich gibt. Es ist wirklich toll, was ihr macht.“ Und er sagte, dass die Gemeinde zwar helfen und unterstützen könne, aber dass der Einsatz jedes einzelnen Mitglieds entscheidend sei. „Sepp und Claudia, danke für die 20 Jahre, die ihr im Dienst am Nächsten eingebracht habt.“

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Zum Abschluss blickte der scheidende Vorsitzende auf seine BRK-Vergangenheit, die bereits 1976 bei der Wasserwacht seinen Anfang nahm, zurück. Mit Augenzwinkern erinnerte er an die damalige „Kümmerergruppe“. „Wir jungen Wasserwachtler hatten uns damals um die jungen weiblichen Feriengäste am Weitsee zu kümmern.“

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Lepschys Karriere stand stets unter dem Motto der Weiterbildung. Vom Rettungsschwimmer bis zum schwierigen Aufbau der „Helfer vor Ort“ mit dem Außennotarztstandort Schnaitsee stand immer die Fortbildung im Vordergrund. Er erinnerte an die Anfänge, als noch mit Privat-Pkw zu den Einsätzen gefahren wurde. „Und wir hatten damals auch mit Gegenwind zu kämpfen.“

Mit diesem Team wird die BRK-Bereitschaft Schnaitsee in die Zukunft gehen: (von links) Georg Köhldorfner, Andreas Kaltenhauser, Christoph Lepschy, Pascale Auer, Marion Voggenauer, Dr. Korbinian Wäsle und Christian Lipold.

Der Höhepunkt seiner Laufbahn war der Bau des BRK-Hauses in Schnaitsee. Lepschy erinnerte aber auch an schwierige Einsätze, besonders wenn bekannte Personen betroffen waren. „Dieser Dienst im BRK prägt einen. Da werden Sichtweisen auch verändert. Aber eine erfolgreiche Reanimation ist Lohn für allen Einsatz“.

Lepschy gab bekannt, dass derzeit 32 Mitglieder aktiv sind. Davon sind 16 als Helfer vor Ort unterwegs. Er berichtete, dass der Impfbus des Landkreises am BRK-Haus ausschließlich positive Resonanz hervorgerufen habe. „Die Geimpften zeigten sich auch sehr großzügig mit Spenden für die Bereitschaft.“

Erfolgreiche Reanimation

Bei der Einsatzstatistik hob er die erfolgreiche Reanimation hervor. „Unsere Ausgabe bei Einsätzen ist es, die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken. Mir glangan hi, wenn ma braucht wern.“

Appell: die Jugend für Bereitschaft begeistern

Der Kassenbericht von Claudia Lepschy offenbarte, dass viele Spenden gerade in Corona_Zeiten eingegangen sind.

Das Schlusswort hatte der neue Vorsitzende Christian Lipold: „Wir wollen und müssen junge und engagierte Mitglieder für unsere Bereitschaft begeistern. Jeder ist bei uns willkommen“, betonte er.

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