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Nachruf

Schnaitsee trauert um Heimatpriester Alfons Oberbauer

Pfarrer Alfons Oberbauer
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Pfarrer Alfons Oberbauer

Im gesegneten Alter von fast 94 Jahren verstarb kürzlich Pfarrer Alfons Oberbauer im Seniorenheim in Marquartstein. Eine ganze Reihe von Priestern gab ihm beim Requiem und bei der Beerdigung im Schnaitseer Priestergrab das Geleit.

Schnaitsee – Domvikar Richard Greul zelebrierte in der Pfarrkirche Schnaitsee den Gottesdienst im Auftrag des Erzbischofs von München und Freising Reinhold Kardinal Marx.

Prälat Dr. Walter Brugger, der dem Verstorbenen seit dem Eintritt in das Knabenseminar in Traunstein freundschaftlich verbunden war und ihn auch im Sterben begleitete, sprach den Nachruf. Seit der gemeinsamen Priesterweihe hatte der Kontakt nicht abgerissen. Ein besonderes Ereignis sei das alljährliche Treffen des Weihejahrgangs in Maria Eck gewesen. Dr. Anicet Mutonkole-Muyombi, Pfarrer in Grafing, sprach als Vertreter des Missionsvereins Pfarrer Oberbauer Dank für seine stete Hilfe aus.

Peter Buchauer, PGR-Vorsitzender der Pfarrei Frasdorf sprach dem Verstorbenen einen besonderen Dank aus. 24 Jahre kümmerte Pfarrer Oberbauer sich bis 1998 um die Seelsorge dort. Während seiner Amtszeit standen viele bauliche Maßnahmen an: Bau des ersten Kindergartens, mit mehrfachen Erweiterungen, Renovierungen der Wallfahrtskirche Sankt Florian nahe Wildenwart, sowie Erhaltungsarbeiten der Pfarrkirche und des Pfarrheim. Bei all diesen Arbeiten war er aber ein wohlgesonnener Seelsorger.

Die anschließende Beerdigung übernahm Thomas von Rechberg Pfarrer von Siegsdorf und Dekan des Dekanats Traunstein. Weitere Seelsorger, die am Requiem teilgenommen haben, waren als Vertreter der Ortspfarrei Pfarrer Marion Friedl und Diakon Konrad Mayer, Neffe Johannes Oberbauer, Pfarrer im Pfarrverband „Am Luitpoldpark“ München, Martin Straßer, Pfarrer in Unterwössen, Konrad Roider für das Dekanat Baumburg und Paul Jansen für den Pfarrverband „Oberes Priental“ zu dem die langjährige Wirkungsstätte Frasdorf von Pfarrer Oberbauer heute gehört. Eine Abordnung der Zimmerschützengesellschaft Rottau gab ihrem Ehren-Mitglied das Geleit zur letzten Ruhestätte und ließ am Grab einen Salut erklingen.

Pfarrer Alfons Oberbauer wurde 1928 auf einem Bauernhof in Feldmühle, Gemeinde Schnaitsee geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Harpfing besuchte er von 1941 bis 1945 die Luitpold-Oberschule in Wasserburg. Bis 1950 war er an der Oberrealschule, dem heutigen Gymnasium in Traunstein. Ein philosophisch-theologisches Studium absolvierte er an der staatlichen Hochschule und im erzbischöflichen Seminar in Freising, wo er von Joseph Kardinal Wendel am 29. Juni 1956 zum Priester geweiht wurde.

Der Anlass wurde mit einer großen Primizfeier am 15. Juli in Schnaitsee gewürdigt. Seine Kaplans-Jahre führten ihn nach Freising, Inzell und Schliersee. Anschließend wirkte er ab 1963 als Kurat in Rottau, 1974 wurde ihm die Pfarrstelle der Kirchengemeinde Sankt Margaretha in Frasdorf übertragen.

Auch im Ruhestand setzte er sich nicht endgültig zur Ruhe, sondern half in Laufen und Leobendorf bei der Seelsorge mit. In all den Jahren seines priesterlichen Wirkens begleitete ihn seine ältere Schwester Elisabeth als Haushälterin. Nach ihrem Tod 2019 begab er sich in das Wohnstift in Marquartstein.

Richard Hellmeier

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