Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


AUS DEM GEMEINDERAT

In Schnaitsee wird gerungen um die Satzung für Baugebiet „Waldhausen-Pfarrhofstraße-Süd“

Vor den Häusern der Pfarrer-Altenburger Straße wird das neue Baugebiet „Waldhausen Pfarrhofstraße-Süd“ entstehen. Im Hintergrund die Pfarrkirche „St. Martin“.
+
Vor den Häusern der Pfarrer-Altenburger Straße wird das neue Baugebiet „Waldhausen Pfarrhofstraße-Süd“ entstehen. Im Hintergrund die Pfarrkirche „St. Martin“.
  • VonJosef Unterforsthuber
    schließen

Und noch immer gibt es keine Satzung für das Baugebiet „Waldhausen-Pfarrhofstraße-Süd“, dabei war schon lange darauf hingearbeitet worden. Hier sollen 20 Bauparzellen entstehen – zum Teil im Einheimischenmodell, zum Teil verkauft die Gemeinde und zum Teil Privatleute die Baugrundstücke. An der Satzung tüftelt man noch.

Schnaitsee – Der Schnaitseer Gemeinderat hatte mit den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange in seiner jüngsten Sitzung ein Mammutprogramm zu absolvieren. Leicht machten es sich die Gemeinderatsmitglieder nicht. Gewissenhaft wurde Punkt für Punkt abgewogen.

Okay erst einen Tag vor der Sitzung

Erst am Werktag vor der Sitzung kam das Okay der Höheren Landesplanungsbehörde. Diese hatte eine Wohnbauflächenbedarfsermittlung und eine Potenzialflächenanalyse vor der positiven Stellungnahme verlangt. Das Planungsbüro Wüstinger hatte beide Punkte mit dem Entwurf einer Bauflächenanalyse in plangrafischer Darstellung erarbeitet und so entsprachen sie landesplanerischen Vorgaben.

Kein Anschlusszwang an zentrale Biomasseheizung

Keine Einwände zum Bebauungsplan „Waldhausen-Pfarrhofstraße-Süd“ hatten das Vermessungsamt, Bayernets, das Staatliche Bauamt, die IHK, das Bergamt, die Handwerkskammer und das Landratsamt in Bezug auf den Immissionsschutz.

Als die Stellungnahme des Bund Naturschutzes zur Sprache kam, gab es kontroverse Stimmen im Gremium.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Die Regenwasserzisternen sind vorgeschrieben, aber keine Mindestgröße. Dies kritisierte die Umweltinitiative (UI). Die Dachneigung soll steiler sein, wenn es nach der UI geht, weil dann Solarthermie besser genutzt werden kann, so ihre Meinung. Hier fühlten sie sich übergangen.

Das könnte Sie auch interessieren: Ausgefallen wegen Corona: Schnaitsee will Ehrung verdienter Bürger baldmöglichst nachholen

Auch eine zentrale Biomasseheizung, an die alle Bauherren anschließen müssen, ließ sich nicht umsetzen, was der UI missfiel.

Veto der Umweltinitiative

Am Ende stimmten die beiden Ui-Ratsmitglieder Rosina Maron und Maria Dirnaichner gegen die Abwägung (14:2).

Dasselbe Abstimmungsergebnis kam auch bei der Abwägung zur Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde zustande, die mehr Eingrünung innerhalb des Gebiets verlangte.

Durchgewunken wurden die Stellungnahmen des Landesamts für Denkmalpflege, des Amts für Landwirtschaft, des Wasserwirtschaftsamtes, der Höheren Landesplanungsbehörde, der Bayernwerke und der Telekom.

Lesen Sie auch: Der Umbau zum Kinderhaus kostet die Gemeinde Schnaitsee 2 Millionen Euro

Wieder die zwei Gegenstimmen aus der Umweltinitiative (Maron und Dirnaichner) gab es zur Abwägung der Stellungnahme der Unteren Bauaufsichtsbehörde. Auch hier ging es um die Dachneigung, die nicht Solarthermie-freundlich genug sei, aber auch um die Außenbereichsflächen für neue Siedlungen.

Plan muss erneut ausgelegt werden

Bei der öffentlichen Auslegung hatte Markus Hochreiten eine Stellungnahme zur Grenzbebauung abgegeben. Der Rat beschloss aber, dass hier die Belichtung nicht beeinträchtigt werde und veränderte die Festlegung nicht. Da sich aber bei einigen Grundtücken Änderungen bei den seitlichen Wandhöhen ergeben hatten, muss jetzt der Plan verkürzt wieder ausgelegt werden. So kann der Satzungsbeschluss erst bei der nächsten Sitzung erfolgen.

Mehr zum Thema

Kommentare