Nachruf

Trauer um Konrad Schillmaier aus Harpfing

Symbolbild- Eine Bronzefigur ist an einem Kreuz auf einem Friedhof zu sehen 
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Schnaitsee – Eine ansehnliche Trauergemeinde hatte sich auf dem Schnaitseer Kirchenplatz eingefunden, um Abschied zu nehmen von Konrad Schillmaier aus Harpfing, der kurz vor seinem 83. Geburtstag verstorben war.

Diakon Konrad Mayer, eine Schola und Angehörige gestalteten die berührende Trauerfeier. Die Fahnenabordnungen von Schützenverein Harpfing, Feuerwehr Kirchstätt, Sportverein Schnaitsee und Männerverein begleiteten den Zug zum Grab auf dem Schnaitseer Gemeindefriedhof.

Schützenmeister Hans Berndlmaier wies auf die großen Verdienste von Konrad Schillmaier für den Schützenverein Harpfing hin. Schillmaier leitete als Erster Schützenmeister die Geschicke der Harpfinger Schützen von 1969 bis 1993. In diese Zeit fällt der erste Aufbau eines eigenständigen und damals modernen Schießlokals im Gasthof Bernauer im Jahre 1978. Auch das grandios gefeierte 75-jährige Gründungsfest im Jahre 1988 mit dem Gastspiel der „Zillertaler Schürzenjäger“ fand während der Leitung durch Konrad Schillmaier statt. Der Schützenverein Harpfing erlebte unter seiner Führung sportliche Hochleistungen bis hinauf in die Gau-Ebene. Der Verein verlieh ihm deshalb bereits 1993 die Würde des „Ehrenschützenmeisters“.

Vorsitzender Alex Roither sprach den Dank seitens der Freiwilligen Feuerwehr Kirchstätt aus. Konrad Schillmaier gehörte seit 1956 der Wehr an. Vorstand Herbert Ober überbrachte die Beileids-Grüße des Männervereins Schnaitsee, dem der Verstorbene mehr als 40 Jahre angehörte. Dem zu Lebzeiten leidenschaftlichen „Ziachspieler“ gewidmet war eine besinnliche Weise, zum Abschied am offenen Grab, gespielt von Tobi Lerner auf der „Steirischen Ziehharmonika“.

Konrad Schillmaier wurde 1937 in Thal, frühere Gemeinde Kirchstätt, geboren. Dort wuchs er mit zwei Brüdern auf dem Hiaslthalerhof auf. Seine Kinderzeit war geprägt von den Kriegsjahren, überschattet auch durch die Beeinträchtigungen des Vaters durch das Kriegsgeschehen. Nach anfänglicher Mitarbeit auf dem Hof wurde er 1960 Lastkraftwagenfahrer bei der Firma Meggle. 33 Jahre lang war er als Milchsammelwagenfahrer Umgebung unterwegs. Durch seine freundliche Art war er bei den Bauern gern gesehen. 1963 heiratete er Maria Hasler und schuf mit ihr ein Haus mit Friseur-Salon. Dem Paar wurden zwei Kinder geschenkt. Eine Herz-Erkrankung beendete seine geliebte Arbeit als „Milli-Fahrer“ im Alter von 56 Jahren jäh.

Im Früh-Ruhestand widmete er sich weiterhin dem Schützenverein, dem Haus und dem Geschäft. Er war auch begeisterter Stock-Schütze. Mit Fahrradtouren und durch tägliche Wanderung mit seinem Hund bewahrte er seine Fitness.

Immer wieder blieben aber Herzattacken nicht aus, sodass er sich Operationen unterziehen musste. Während der vergangenen Jahre kamen schwere psychische Probleme hinzu, die letztlich einen Klinikaufenthalt veranlassten. (rih)

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