Wettbewerb der Amateure

Schnaitsee: Globaler Funk-Hotspot schafft Verbindungen in die ganze Welt

Geschützt im ehemaligen Bundeswehr-Shelter bedienten Thomas Nowak (links) und Bernhard Scheck die Funkgeräte.
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Geschützt im ehemaligen Bundeswehr-Shelter bedienten Thomas Nowak (links) und Bernhard Scheck die Funkgeräte.
  • vonJosef Unterforsthuber
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Der Obernhofer Höhenrücken am Fernsehturm in Schnaitsee entwickelt sich zum Funk-Hotspot. Zum wiederholten Mal machten Funkamateure aus dem Münchner Raum im Rahmen eines Notfunkwettbewerbes Station an dem mit 652 Meter höchst gelegenen, bewohnten Punkt im bayerischen Alpenvorland.

Schnaitsee – Dieses Mal hatten die Funker ihren neuen „alten“ Shelter mit dabei. Dieser Schutzcontainer, der früher von der Bundeswehr und der Nato benutzt worden war, kam den Amateurfunkern als Geschenk für eine neue Station am Fernsehturm gerade recht.

Im Norden Schnaitsees weht der Wind fast immer sehr stark. So ist eine geschlossene Station ein willkommener Schutz. Nur beim Justieren der Antennen hatten die Funker auch an diesem Wochenende mit dem starken Wind zu kämpfen.

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Verbindungen in alle Erdteile

Unter dem m Fernsehturm suchte Tobias von Rad (links) mit begeisterten Unterstützern die beste Position für die Antenne.

Während die Funker Thomas Nowak und Bernhard Scheck im Shelter an den Geräten arbeiteten versuchte Tobias von Rad auf dem Dach des Shelters die richtige Position für die Antennen zu finden. Und dass er diese gefunden hatte, zeigten dann auch die globalen Verbindungen in alle Erdteile.

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Funkwettbewerb nicht nur ein Hobby

Tobias erläuterte: „Dieser Funkwettbewerb ist nicht nur ein Hobby. Ihm ist auch der Notfallgedanke sehr wichtig. Bei Orkanen, bei Hochwasser, weiteren Katastrophen und wenn dann auch noch das Handynetz ausfällt, soll der Funk die Kommunikation für die Bevölkerung gewährleisten“. Dabei ist es auch entscheidend, dass die Funkstation mit einer eigenen Stromversorgung arbeitet. Dazu fand das Team in Schnaitsee mit der danebenliegenden Windkraftanlage die idealen Verhältnisse. „Dafür danken wir Alois Graßl, der uns ermöglichte, hier den Strom anzuzapfen. So „grün“ mit Windstrom zu funken, können wir nur hier in Schnaitsee.“

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