„Schmiedstraße“ setzte sich durch

Haag – Im Baugebiet „Winden-Süd 1“ wurde eine neue Erschließungsstraße hergestellt.

Sie braucht nun auch einen Namen. Die Verwaltung schlug dem Gemeinderat sieben vor. Alle fielen durch, da Konrad Lipp (WfH) eine neue Idee einbrachte. Keine Zustimmung fanden „Bergfeldstraße“, „Brunnwiesenstraße“, „Römerstraße“ und „Gurrenweg“. Stefan Ott (PWG) hätte die neue Trasse am liebsten in Anlehnung an die nahe Filialkirche in Winden „St.-Jakob-Weg“ genannt. Der Vorschlag fiel mit fünf gegen 13 Stimmen ebenfalls durch. Als historisch wichtig stufte SPD-Chef Peter Bauer „Huninger Straße“ ein, blieb aber mit seinem Vorschlag allein und stieß auf 17 Gegenstimmen. Keine Befürwortung fand die „Gurren-Straße“ nach dem frühen Haager Grafengeschlecht.

Die „Lokalbahnstraße“, die an die einstige Bahnverbindung von Haag über Thann-Matzbach nach Markt Schwaben und München erinnern soll, wurde ebenfalls abgelehnt, da sie nur in Egon Barlag (Freie Wähler) einen Befürworter fand. Der Name hätte, vermutete Seniorenreferentin Fini Deliano (SPD), in die Irre führen können, weil vielleicht Bürger meinen würden, die Bahnlinie sei noch existent.

So warf Konrad Lipp eine „Schmiedstraße“ in die Debatte. Mit Rosmarie Heimann (PWG) erinnerte er daran, dass hier einst die Wiesen des Dorfschmieds gelegen hätten. Dr. Bernhard Grabmeyer (Freie Wähler) wollte daraus einen historisch noch originaleren „Schmiedanger“ formulieren, brachte es aber nur zu fünf Befürwortern.

So entschieden sich die Räte schließlich mehrheitlich mit zehn gegen sieben Stimmen für die „Schmiedstraße“. xy

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