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Wasserburger Badria: Nur die Sauna öffnet wieder – der Rest kostet die Stadt noch mehr Geld

In diesen Tagen gleicht das Badriaeiner Großbaustelle. weithofer
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In diesen Tagen gleicht das Badria einer Großbaustelle. weithofer

Das Wasserburger Badria bleibt länger als geplant geschlossen. Zusätzliche Renovierungsarbeiten sind der Grund. Besonders aufwendig gestalten sich die Arbeiten am Heißbecken, sagt Marius Regler, Chef der Stadtwerke. Ursprünglich sollte der Badetempel nach zwölf Tagen am 28. September wieder öffnen.

Wasserburg– Das Badria ist eine der großen Attraktionen Wasserburg – doch einmal im Jahr ist der Badetempel wegen Revisions- und Reinigungsarbeiten für mehrere Tage zu. In diesem Jahr dauert die Pause wegen unerwarteter Schwierigkeiten länger als sonst. Er habe letztlich keine andere Wahl gehabt, sagt der Chef der Stadtwerke, Marius Regler. „Die Sicherheit unserer Gäste geht vor.“ Doch die Badria-Fans sind offenbar geduldig: Von Beschwerden weiß Regler nichts. „Wir sind in einer Zeit mit wenig Badegästen. Der September ist immer ein schwacher Monat.“

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Ursprünglich war geplant, das Badria nach zwölf Tagen am 28. September wieder zu öffnen. Jetzt soll das Hallenbecken erst am 5. Oktober wieder zur Verfügung stehen. Wenn die Arbeiten wie geplant vorankommen, sind zu diesem Zeitpunkt auch der Gaudibrunnen, das Kinderbecken, die Rutschen, das Dampfbad und der Gastronomiebereich in Betrieb.

Nur für die Sauna konnte der Terminplan eingehalten werden

Das Freiluft-Heißbecken, den Whirlpool und sonstige Becken werden die Besucher erst ab 12. Oktober nutzen können. Und bis Anfang November zieht sich die Sanierung der WC-Anlagen im Umkleidebereich hin. Auf die Eintrittspreise soll es einen Revisionsbonus geben, ein Problem dabei ist die Programmierung der Kassen. Nur für die Sauna konnte der Terminplan eingehalten werden: Sie öffnet wie geplant am 28. September.

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In diesen Tagen gleicht das Badria einer Großbaustelle, aus allen Becken ist das Wasser abgelassen, weite Bereiche sind mit rot-weißem Plastikband abgetrennt. Es wird gebohrt und gehämmert. „Zehn Fremdfirmen, Fliesenleger, Installateure, Elektriker, Schreiner, Maler, sind neben meinen eigenen 20 Leuten im Einsatz“, berichtet Regler.

Probleme mit dem Wasserfilter

Besonders aufwendig gestalten sich nach seinen Worten die Arbeiten am Heißbecken. „Da haben wir massive technische Schwierigkeiten mit dem Wasserfilter.“ Der Defekt sei bei einer Routineuntersuchung festgestellt worden, so Regler. Der Filter müsse nun vorzeitig repariert werden, bis nächstes Jahr halte er nicht durch. „Wir haben es geschafft, kurzfristig eine Firma zu finden, aber es war schon ein Kraftakt“, so Regler. Die Maßnahme nennt er kompliziert und zeitraubend.

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Erheblichen Mehraufwand gibt es laut Regler auch bei der Sanierung der WC-Anlagen im Umkleidebereich. Die Bodenfliesen zu erhalten, habe sich bei der Entkernung als nicht machbar herausgestellt. „Wir haben festgestellt, dass die Abdichtungen defekt sind.“ Nach 40 Jahren wundert das Regler nicht. Er verspricht, dass alles schöner wird: die Fliesen, die Sanitäreinrichtungen, die Türen. Zu den Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten will der Stadtwerke-Chef allerdings nichts sagen. Klar ist nur, dass es teurer wird. An den Eintrittspreisen soll sich nach seinen Worten vorläufig aber nichts ändern.

Große Bürde: Ist das Badria zu groß für Wasserburg?

Regler schaut nach anderen Möglichkeiten, durch neue Kunden die Einnahmesituation für das Bad zu verbessern. „Realistisch gibt es wenig Potenzial“, räumt er ein und verweist auf den Nachmittagsunterricht für die Kinder oder die Konkurrenz durch die nahe gelegenen Seen.

Etwas enttäuscht fügt er hinzu, dass die Sommer-Ermäßigung kein Renner gewesen sei. Dass das Badria eine große Bürde für die Stadt ist, ist Regler bewusst. „Es ist einfach groß, vielleicht auch ein Stückchen zu groß.“

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