„Schikane“ bleibt in der Auenstraße

Für Unruhe sorgte bei einem Anwohnerdiese Verkehrsberuhigung an der Auenstraße, auch „Schikane“ genannt. Manzinger

Rechtmehring – Mit etwas Verwunderung hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Antrag eines Anliegerehepaares der Auenstraße zur Kenntnis genommen.

Darin ging es um die Entfernung der „Schikane“ in der Auenstraße.

Diese Maßnahme zur Verkehrsberuhigung hatte die Gemeinde vor einigen Jahren auf Antrag zahlreicher Anlieger aufgestellt, damit in ihrer Straße nicht so schnell gefahren wird. Schon damals hatte es einiges Hin und Her gegeben über diese künstliche Verkehrsberuhigung. „Ich habe keine Lust, diese wieder wegzubauen“, eröffnete Bürgermeister Sebastian Linner die Diskussion, zumal die Antragsteller des jetzigen „Entfernungsantrages“ damals auch den Antrag auf Verkehrsberuhigung unterschrieben hatten.

Als jetzigen Grund für ihren Wunsch nach Entfernung der „Schikane“ nannten die Antragsteller, dass sie nicht in ihr Grundstück einfahren könnten, wenn jemand in der Auenstraße vor der „Schikane“ halten müsse, um den Gegenverkehr vorbei zu lassen.

„Der Schutz zahlreicher Anwohner ist wichtiger, als eine kleine Einschränkung eines Einzelnen“ meinte Christian Ostermeier, der genau wie der Bürgermeister und alle weiteren Gemeinderäte der Wählergemeinschaft Rechtmehring angehört.

„Dann müssen die Abbiegenden halt ein wenig warten“, meinte Klement Manzinger. Gertrud Haunolder fragte, wer denn überhaupt Vorfahrt habe, wenn beide gleichzeitig an diesem Hindernis ankommen würden. „Wenn der neue Antrag nicht von der Mehrheit der Anwohner kommt, dann zählt nach wie vor der damalige Antrag“, stellte Franz Linner klar.

Die Antragsteller hatten ihren aktuellen Antrag im Sinne einer gutnachbarschaftlichen Beziehung einem anderen Anlieger gezeigt. Dieser schrieb daraufhin eine Stellungnahme an die Gemeinde. Darin äußerte er sich im Grunde sehr zufrieden mit der Verkehrsberuhigung. Es sei ein deutlicher Fortschritt gegenüber der vorherigen Situation. Dies bestätigte auch Barth Angerer als Anlieger.

Dies war auch die einhellige Meinung des Gemeinderates. Auch Räte, die vormals gegen die Errichtung dieser Verkehrsberuhigung gestimmt hatten, zeigten sich jetzt davon überzeugt, dass diese etwas Positives bewirke. So lehnte der Gemeinderat einstimmig den Antrag auf Entfernung der „Schikane“ ab. fxm

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