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Neustart nach der Corona-Zwangspause

Die Waffen sind geputzt: Schützen im Gau Wasserburg-Haag sind startklar

Erich Eisenberger putzt schon seine Waffen für den baldigen Einsatz.
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Erich Eisenberger putzt schon seine Waffen für den baldigen Einsatz.
  • VonLudwig Meindl
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Die Waffen sind geputzt, die Schießstände öffnen: Die Schützen im Gau Wasserburg-Haag dürfen nach langer Zwangspause wegen Corona wieder ihr Pulver verschießen. Sie starten mit Elan – motiviert auch durch gute Nachrichten.

Haag/Wasserburg – Gauschützenmeister Erich Eisenberger, verantwortlich für 8300 Mitglieder im Gau Wasserburg-Haag, sieht einen Lichtblick: Nach über einem Jahr werden wieder erste Meisterschaften durchgeführt.

Zusammenhalt trotz Bewährungsprobe

„Ich hoffe, dass es bald losgeht“, sagt Eisenberger. Die ersten Schützen suchen wieder die Stände zum Training auf. Für das laufende Jahr hatte der Großteil der Disziplinen für Meisterschaften abgesagt werden müssen. Nun steht fest, dass demnächst die Turniere für Skeet, Trap und Vorderladerwurfscheibe ausgeführt werden. Für den Monat Juli wird die Austragung von 300-Meter-Freigewehr und KK-, also Kleinkaliber-Auflage, ins Auge gefasst, teilt Eisenberger mit.

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Die Standschließungen vor über einem Jahr trafen die Schützen hart, wie er aus vielen Vereinen erfuhr. Alles musste „von heute auf morgen“ geschlossen werden: „Wir durften im Schützenhaus nicht einmal nachschauen, ob alles in Ordnung ist, ob nicht irgendwo ein Wasserhahn tropft oder das Licht eingeschalten blieb.“ Dafür habe er kein Verständnis gehabt, so der Gauschützenmeister, der seit 27 Jahren in der Organisation mitarbeitet und nun schon fast zehn Jahre im Amt ist.

Zwangsschließung zur Renovierung genutzt

Einige Vereine wie Griesstätt und Schönbrunn nutzten die Zeit der Zwangsschließung zur Renovierung von Schützenhaus und Schießstand. Erich Eisenberger, der beruflich bayernweit unterwegs ist, sah den überregionalen Zusammenhalt der Schützen in dieser Bewährungsprobe bestätigt: „Die Schützen sind im Austausch geblieben. Wir lassen uns nicht unterkriegen.“ In Bayern zählt der Bayerische Sportschützenbund 500.000 Mitglieder. Die Gemeinschaft funktioniere, sagt der Gauschützenmeister.

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Hart habe jedoch den einen oder anderen Schützen das kontaktlose Zuhausesitzen getroffen, da Schießen und Treffen untersagt waren. „Wir haben die Waffen in den Tresor gesperrt und ab und zu angeschaut.“ Auch zu den letzten Lockerungen im Herbst vergangenen Jahres, als noch die Jugendschießen durchgeführt werden konnten, sei „keine richtige Freude aufgekommen“. Erich Eisenberger weiß warum: „Es fehlte die Begegnung unter den Schützenkollegen.“

Zeit für Trockentraining genutzt

Doch man habe sich „nicht ganz unterkriegen lassen“. Die Wettkampfsportler hätten die Zeit für das Trockentraining genutzt, die leichten Disziplinen wie Luftpistole und Luftgewehr zuhause geschossen. „Damit sie nichts verlernen“, so der Gauschützenmeister, der sich selber mit einigen Disziplinen jährlich für überregionale Wettkämpfe qualifiziert und auch schon an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen hat.

Keine Möglichkeiten gab es, die Kontakte mit befreundeten Vereinen im Ausland zu pflegen. Eisenberger ist beispielsweise auch Mitglied bei den Tiroler Schützen, denen er schon etliche Preise bei öffentlichen Schießen abgewonnen hat.

Jugendarbeit wird intensiviert

„Aktiver Schützensport ist Leistungssport“, betont er. Da dürfe keiner sein Training vernachlässigen. So konnte er nur den Kopf darüber schütteln, dass während der Zwangspause sogar Einzelnen allein untersagt war, das Schützenhaus zu Trainingszwecken zu betreten. Doch nun hofft er, dass das grüne Signal nicht so schnell wieder ausgeht und plant wieder für Nahziele: „Mit dem Haager Schützenmeister Helmut Wagner habe ich schon über die Durchführung eines Sonnwendschießens geredet.“

Keinen einzigen Austritt erlebt

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Eine Problematik habe die Krise jedenfalls sehr deutlich offengelegt: Die Jugend sitze oft „desolat abgeschaltet“ daheim vor Handy und PC und schätze nun wieder die Gemeinschaft. Der Jugendarbeit werde man sich wieder verstärkt widmen. Ferner wertet es Gauschützenmeister Eisenberger als positives Zeichen, dass trotz Ausgangssperren und Standschließungen kein einziger Austritt gemeldet wurde: „Wir werden das überstehen.“

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