Schätze der Heimat

Von Andreas Grillbildlich festgehalten: Umgebauter Bundwerkstadel in Reit nahe Diepoldsberg, unter Denkmalschutz, mit reichgegliedertem Bundwerk mit dem für Obing und Umgebung typischen „Chiemgauer Knoten“. Graichen
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Von Andreas Grillbildlich festgehalten: Umgebauter Bundwerkstadel in Reit nahe Diepoldsberg, unter Denkmalschutz, mit reichgegliedertem Bundwerk mit dem für Obing und Umgebung typischen „Chiemgauer Knoten“. Graichen

1300 Jahre wird Obing im kommenden Jahr. Zu diesem Jubiläum ist jetzt ein Bildband erschienen, der die „Schätze“ der Gemeinde vorstellt.

Erarbeitet hat den Bildband Andreas Grill. Er möchte mit dem Werk auch zur wandernden Erkundung der Obinger Bau- und Flurdenkmäler einladen.

Obing – Das Buch von An dreas Grill „Flurdenkmäler, Kirchen, Kapellen, Bundwerke und weitere denkmalgeschützte Objekte im Gemeindebereich Obing“ ist ein wichtiger Beitrag zum Festjahr 2016 zum 1300-Jahre-Jubiläum von Obing, erklärte Bürgermeister Sepp Huber bei der Vorstellung des druckfrischen Bildbandes mit 741 Fotografien von Details und Gesamtansichten von Kirchen und alten Gebäuden im Obinger Gemeindegebiet, aber auch von den kleinen Denkmälern am Wegesrand, den Wegkreuzen und Gedenksteinen.

Mit der Dokumentation der Flurdenkmäler hatte Andreas Grill bereits vor mehreren Jahren begonnen, die Begeisterung für das an vielen Anwesen noch vorhandene Bundwerk hatte ihn zur Ausweitung seiner fotografischen Sammlertätigkeit auf diese wertvollen Zeugnisse der Zimmermannskunst und regionalen Baukultur seit dem 19. Jahrhundert bewogen; schließlich hatten ihn die Ortsheimatpfleger Walter Mayer und Ludwig Bürger angeregt, alle unter Denkmalschutz stehenden Objekte im Gemeindegebiet in seine Dokumentation einzubeziehen.

Mit dem Fotografieren und Sortieren der Bilder war es nicht getan: Andreas Grill trug auch die Informationen über die dargestellten Denkmäler zusammen, Entstehungszeit, baugeschichtliche Daten, Urheber und Künstler und die dahinterstehenden Geschichten, aus denen sich lebendige Heimatgeschichte zusammensetzt. Sein Ziel war es, ein Buch für die nächste Generation zu schaffen, den Jungen das Wissen weiterzugeben, das bisher nur in den Erinnerungen der älteren Generation lebendig ist: „Wenn dieses Buch in der Bevölkerung Anklang findet und das Geschichts- und Heimatbewusstsein gestärkt wird und das eine oder andere Flur- oder Baudenkmal nicht beseitigt, sondern wieder instandgesetzt wird und damit noch recht lange erhalten bleibt, dann hat das Buch doch etwas Gutes bewirkt und meine Mühe hat sich gelohnt“, beschreibt Andreas Grill die grundlegende Motivation für seine Dokumentation im Vorwort.

Bei der Buchpräsentation vor interessiertem Publikum arbeitete Kreisheimatpfleger Christian Soika den Gedanken noch stärker heraus, dass dieses Buch gerade den nicht so beachteten Kleindenkmälern einen gewissen Schutz gewähre vor jenen, denen sie im Weg stehen, zum Beispiel beim Straßenbau.

Geografisch gegliedert

Andreas Grill erläuterte die streng geografisch geordnete Gliederung seines Buches, die zur wandernden Erkundung des Gezeigten vor Ort anregen soll und machte auch gleich mit der Vorführung einiger Abbildungen Lust darauf und natürlich auf das Buch selbst, diesen „Reiseführer“ zu den Sehenswürdigkeiten Obings.

Für die musikalische Umrahmung sorgten Regina Mauerer an der Zither sowie Rudi Gruber und der Bacher Girgl mit passenden Liedern aus dem reichen volksmusikalischen Schatz des Chiemgaus.

Herausgeber des Buches ist die Gemeinde Obing. Man bekommt es im Obinger Rathaus in der Touristinformation im Erdgeschoss.

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