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Massive Kritik an der Verwaltung

Sankt Wolfgang streitet über neuen Dorfplatz

In Lappach soll eine neue Dorfmitte entstehen. Diese sorgt aber für Zoff im Gemeinderat.
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In Lappach soll eine neue Dorfmitte entstehen. Diese sorgt aber für Zoff im Gemeinderat.
  • VonJohanna Furch
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Der geplante Dorfplatz im Ortsteil Lappach sorgte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Sankt Wolfgang wieder für Diskussionen. Diesmal aber nicht nur inhaltlich – die Herangehensweise der Verwaltung war größter Kritikpunkt.

St. Wolfgang – Lappach soll eine Ortsmitte mit Auto- und Fahrradstellplätzen, einem befestigten Weg und einem Spielgerät bekommen. So ging das Projekt zumindest Anfang des Jahres in die Ausschreibung, bei der fünf Firmen ihr Angebot abgegeben haben. Den Auftrag hätte die Verwaltung an den günstigsten Anbieter vergeben, der mit Kosten von etwa 190.000 Euro rechnet. Doch der Gemeinderat verwehrte seine Zustimmung.

Speilgerät in Eigenleistung?

„Wir haben einen Beschluss gefasst über die Ausschreibung ohne Spielgerät“, kritisierte Beatrix Contardo (WGA). Stattdessen sei geplant gewesen, dass dieses in Eigenleistung errichtet werde. Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW Einigkeit) wies auf die Sicherheitsbedenken eines selbstgebauten Geräts hin und betonte: „Der Landschaftsarchitekt hat empfohlen, das Spielgerät mit auszuschreiben, damit wir einschätzen können, wie viel es kosten wird. Wir als Vergeber können einzelne Positionen im Angebot streichen.“ Geschäftsleiter Christian Miksch ergänzte, in Lappach gebe es bislang keinen Spielplatz für die Kinder. Das Spielgerät mache etwa 60.000 Euro aus.

Kostensteigerung massiv

„Es können nicht einzelne Leute doch etwas anderes beschließen, als wir es im Gremium entschieden haben“, kritisierte Eva-Maria Rottenwaller (CSU). Zudem bemerkte sie die enorme Kostensteigerung über die vergangenen Jahre. „Da hebt man vor drei Jahren die Hand für ein Projekt und jetzt haben wir eine ganz andere Kostengrößenordnung.“ Nach Josef Stierstorfer (FW Einigkeit) müsse die Verwaltung, wenn das Spielgerät nun doch rausgenommen werde, „nochmal neu berechnen, wer günstiger ist“.

Information über Änderung der Ausschreibung nicht weitergegeben

Konrad Bernhard (WG Gatterberg-Schönbrunn) und Contardo hätten sich eine frühzeitige Information an den Gemeinderat über die Änderung in der Ausschreibung gewünscht. Außerdem brauche es eine Aufschlüsselung der einzelnen Kostenpunkte und ein Aufzeigen der verschiedenen Möglichkeiten durch den Landschaftsarchitekten. „Auf dieser Grundlage kann ich nicht entscheiden“, so Contardo. Auch deshalb, weil die Unterlagen erst knapp in der Gemeinde und demnach auch den Gemeinderäten eingegangen seien, wie Markus Eberl (WG „Entwicklung gemeinsam“) betonte.

Kaum Vorbereitung, unübersichtliche Kosten

Die geringe Vorbereitungszeit aufgrund der erst knapp eingegangenen Unterlagen und die Unübersichtlichkeit der Kostenzusammensetzung führte letztlich dazu, dass der Gemeinderat den Tagesordnungspunkt in die nicht-öffentliche Sitzung vertagte. Dort sollen die Zahlen genauer eingesehen und diskutiert werden.

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