Sanierung der Staatsstraße 2079 für weitere Maßnahmen nutzen

Halfing – Nach kurzer Debatte verständigte sich der Halfinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung darauf, dass das Staatliche Bauamt das letzte Wort hinsichtlich einer Einbeziehung des nördlich von Halfing gelegenen Ortsteils Gunzenham bei der Sanierung der Staatsstraße 2079 haben solle.

Die Sanierung der Staatsstraße steht dieses Jahr an und im Zuge dessen könne Halfing, so das Staatliche Bauamt, auch über mögliche Zusatzmaßnahmen entscheiden.

Laut Bürgermeister Peter Böck (CSU) sei eine eigene Linksabbiegerspur keine einfache Sache. Dabei werde viel Grund und Fläche verbraucht und das Bushäuschen müsse versetzt werden. Der Bauausschuss habe das in seiner vergangenen Sitzung auch so gesehen und erklärt. dass die Situation nicht abschließend beurteilt werden könne. Die Entscheidung müsse deshalb beim Bauamt liegen. Eine Kostenbeteiligung habe der Bauausschuss abgelehnt.

Bei einer Anlieger-Besprechung habe sich zudem ein anderes Bild ergeben: Was fehle, sei ein Radweg. Aber eine Sanierung der Staatsstraße sei ein anderer Kostenpunkt als ein Radweg. Eine Möglichkeit sei die Sanierung der Deckschicht der alten Straße nach Gunzenham. Sepp Hofer (Freie Wähler Halfing) befand: „Radwege sind doch auch im Inte resse des Landkreises“ und verwies auf „die Vision des CSU-Kollegen Lederer.“ (In einem Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen erklärte Lederer, MdL: „Meine Vision ist, die Radwege landkreisweit zu vernetzen!“ Anm. der Red.) Regina Braun (CSU) stimmte einem solchen Anstoß zu. Sie befand die vom Landkreis angedachte Rad-Wege-Planung interessant, damit könnten Feld-, Wald- und Wiesenwege aufgewertet werden.

Feld- und Waldwege aufwerten

Bürgermeister Böck verwies hier auf eine Bürgermeister-Besprechung (das Treffen fand am Tag der Sitzung statt, Anm. der Red.), an der auch das Büro green-solutions GmbH & Co. KG teilgenommen habe. Das Büro habe unter anderem verschiedene Radwege-Projekte, auch im Rahmen von LEADER-Projekten (eine EU-weite Förderung zur Entwicklung und Förderung der ländlichen Räume, Anm. der Red.) in Nachbarlandkreisen erfolgreich organisiert. Bei dem Treffen sei es um die Infrastruktur der Radwege gegangen, beispielsweise Ladesäulen für E-Bikes. Ein gutes Projekt, so seine Meinung, aber problematisch sehe er beim Radwegeausbau die Unterhaltspflicht und den Flächenfraß.

Konrad Aicher (Halfinger Wählervereinigung) sah ebenfalls die Verkehrssicherungspflicht als problematisch an. Böck beendete die Diskussion.

Dem Vorschlag, dass die Verwaltung Kostenangebote für die Sanierung der Deckschicht der alten Straße nach Gunzenham in Absprache mit dem Staatlichen Bauamt einholen soll, stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu. elk

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