Samer: „Nachdenken über das Jetzt, nicht über das Danach“

Wasserburg – Helmut Samer, TSV-Beauftragter für die Wasserburger Schäfflertanzgruppe, nimmt in einer Pressemitteilung Stellung zur diskutierten Frage, ob die Schäffler nach Beendigung der Corona-Pandemie erneut tanzen sollten.

Samer ist der Meinung, „dass wir alle zum jetzigen Zeitpunkt Besseres zu tun hätten, als über die Zeiten nach Beendigung der ,Corona-Zeit‘ nachzudenken“. Es sei notwendig, sich Gedanken über die direkt betroffenen, schwersterkrankten Menschen zu machen. Oder sich helfend einzubringen. „Sollten nicht viele, die sich jetzt schon, aus meiner Sicht bedeutend zu früh, mit dem Nachher beschäftigen, erstmals lernen, mit dem Wandel in der Pandemiezeit umzugehen?“

Samer hält es vorrangig für angesagt, die Ratschläge und Regeln der Fachleute zu beachten und einzuhalten. Der TSV-Beauftragte kritisiert Versuche, die „Pestzeit“ vor rund 360 Jahren – Ursprung der Schäfflerauftritte – mit der heutigen Zeit zu vergleichen.

Die Wasserburger Schäffler hätten das Schäfflerjahr 2019 erstmals mit einem „Dankgottesdienst“ abgeschlossen. Das sei gerade einmal gut drei Monate her. „Zu dem Entschluss, erstmals die Schäfflerzeit auf diese Art zu beenden, kamen wir aus moralischen Grundsätzen. Auf der Basis solcher Grundsätze sollen unserer Ansicht nach auch künftige Auftritte stattfinden. Gerade nach einer so schwierigen Zeit – ich betone: nach dieser äußerst schwierigen Zeit – darf bei solchen Tänzen nie das Kommerzielle im Vordergrund stehen. Aus diesen und vielen anderen Gründen legen die Verantwortlichen der Wasserburger Schäffler großen Wert darauf, dass es aktuell über künftige, eventuelle Schäfflerauftritte nichts zu berichten gibt. Sollten jedoch zu gegebener Zeit die Voraussetzungen für irgendwelche Aktivitäten der Schäffler vorhanden sein, werden wir uns ohne Einfluss anderer an die Öffentlichkeit wenden.“

Kommentare