Rumänienhilfe aus der Region schlägt Alarm: Corona-Krise macht Hilfe für Kinderheim unmöglich

Im Kinderheim „Casa Ray“ in Rumänienwerden die jungen Bewohner rundum die Uhr betreut und versorgt. Sie bekommen eine gute Erziehung und Schulausbildung bis sie sicher ihre eigenen Wege gehen können.

Mit einem dringenden Appell richtet sich Hans Alt, Organisator der Chiemgau Rumänienhilfe, an Freunde und Unterstützer. Das Kinderheim „Casa Ray“ habe einen Hilferuf gesendet. Die Lage in Rumänien spitze sich für die Kinder zu.

Reichertsheim– Gerade noch rechtzeitig, so beschreibt der Organisator, konnte die Rumänienhilfe am 13. März einen Transport zur Schwester Maria ins Kloster in Alba Iulia, Siebenbürgen, schicken. „Es war wirklich im letzten Moment, bevor in Ungarn und Rumänien die Grenzen dicht waren. Wir bekamen gut eine Tonne Käse vom Milchwerk Jäger, sodass Schwester Maria für ihre Leute im Altersheim doch einige Zeit Vorrat hat.“

Hilfstransport kam gerade noch rechtzeitig in Rumänien an

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Kinderheim hat mit gestiegenen Lebensmittelpreisen zu kämpfen

Doch jetzt sind keine Hilfssendungen mehr möglich. „Mihai vom Kinderheim hat schon angeklopft und Pastor Liviu aus Piatra Neamt mit seinen Sozialprojekten rief mich ebenfalls an. Sie stecken mit ihren Hilfsprojekten finanziell in großen Nöten, denn die Preise für Lebensmittel sind sofort gestiegen“, beklagt Alt. 

Auch in Rumänien sind wegen der Corona-Pandamie Schulen geschlossen

Im christlich geführten Kinderheim „Casa Ray“ gebe man jedoch nicht auf. In einem Brief beschreiben die Verantwortlichen vor Ort ihre Maßnahmen: So werde „um Gottes Schutz für uns, unsere Kinder und unsere Lieben, Freunde, Mitarbeiter, Bekannte und weniger Bekannte“ gebetet. Jeden Tag gebe es eine Zeit der Anbetung mit den Kindern und eine besondere Gebetszeit um 21 Uhr bezüglich der Corona-Pandemie.

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Seit dem 10. März sind auch in Rumänien die Schulen geschlossen, so steht es in dem Brief. „Also haben wir uns zusammen mit den Kindern im Haus Casa Ray isoliert. Wir gingen mehrmals aus, um Nachschub zu kaufen, aber jetzt kontaktierten wir eine Firma, die uns die Lebensmittel nach Hause liefert.“

Jeder Euro gut investiert

Doch dafür braucht es Geld, weiß Alt. In seinem Osterbrief bittet er alle Unterstützer um weitere Spenden für die Kinder. „Es ist kein leichtes Unterfangen, jeden Tag eine hungrige Schar Kinder satt zu bekommen. Lebensmittel, Heizung, Strom, alles muss bezahlt werden. Es ist schon ein großer Vorteil, wenn das Heim jetzt in der Lage ist, sich teilweise auch selber zu versorgen. Dass hier jeder Euro gut investiert ist, kann man deutlich an den aufgeweckten Kindern sehen. Wenn unsere Finanzen es erlauben, schicke ich Geld damit diese sinnvolle Arbeit weiter bestehen kann.“

Weitere Informationen auch zum Spendenkonto gibt es bei Hans Alt unter Telefon 0 80 72/31 93.

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