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500 Tage Bürgermeister (Teil 10)

Rudolf Schreyer aus Albaching: „Der Hagel hat uns schlimm getroffen“

Seine Gemeinde hatte heuer im Sommer mit Extremwetterlagen zu kämpfen: Rudolf Schreyer, Bürgermeister von Albaching.
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Seine Gemeinde hatte heuer im Sommer mit Extremwetterlagen zu kämpfen: Rudolf Schreyer, Bürgermeister von Albaching.
  • VonIrmi Günster
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Wenn es im Sommer einen Schneepflug braucht, weil der Hagelsturm so gewütet hat, spricht das Bände. Im 500-Tage-Interview mit der Wasserburger-Zeitung blickt Albachings Bürgermeister Rudolf Schreyer auf einen krassen Sommer zurück. Seine Gemeinde litt sehr unter dem extremen Wetter.

Albaching – Rudolf Schreyer (FW) ist einer der 13 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, die im Altlandkreis Wasserburg seit rund 500 Tagen im Amt sind. Mit der Wasserburger Zeitung spricht er über einen krassen Sommer in seiner Gemeinde, als der Schneepflug gebraucht wurde, weil der Hagelsturm so gewütet hatte. Dennoch: Schreyer sieht positiv in die Zukunft.

Wie hat Corona in den ersten 500 Tagen Ihrer Amtszeit mitregiert?

Rudolf Schreyer : Seit Beginn der Amtszeit ist Corona mein Begleiter. Der Start wurde dadurch natürlich sehr beeinträchtigt. Der persönliche Austausch und Kontakt zum Bürger oder Bürgermeisterkollegen entfiel in vielerlei Hinsicht. Die Hoffnung, es ginge schnell wieder vorüber, begleitet mich nun schon seit dem Amtsantritt und wird noch lange alle beschäftigen.

Wie sieht die Haushaltslage derzeit aus und wie schätzen Sie diese innerhalb der kommenden Jahre ein?

Schreyer: Die Haushaltslage der Gemeinde ist durch rückläufige Steuereinnahmen – eine Auswirkung von Corona – angespannt. Aber durch unsere etwas zurückhaltender angesetzten Haushaltsansätze können wir auf der Einnahmenseite einen Ausgleich erreichen. Bei den Ausgaben sind uns durch die Unwetter, Starkregen, Hagel usw. zusätzliche Kosten entstanden, die ausgeglichen werden müssen. Wir als Gemeinde müssen selbstverständlich auch in unserem Ausgabenbereich sparen.

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Wie wollen Sie angesichts der extremen Wetterbedingungen dieses Sommers (Unwetter, Starkregen, Hagel etc.), von denen Albaching öfter stark betroffen war, künftig gegensteuern, um die Folgen für die Gemeinde abzumildern?

Schreyer: Uns Albachinger hat es heuer bei den extremen Unwettern durch Hagel und Starkregen besonders schlimm getroffen. So starken Hagel habe ich noch nie erlebt. Das wir im Sommer einen Schneepflug brauchten, um unsere Straßen wieder frei zu bekommen, ist schon sehr aussagekräftig.

So verloren unsere Landwirte einen Großteil ihrer Ernte. Bei Sträuchern, Bäumen und Pflanzen muss man erst schauen, wie sie im nächsten Jahr über den Winter gekommen sind und welche Schäden sich dann zeigen. Gegen extreme Unwetter kann die Gemeinde natürlich nichts machen, aber wir werden auf den Regenabwasserbereich mehr Augenmerk legen und versuchen, gegenzusteuern.

Sind Sie zufrieden mit den bisherigen Fortschritten bei den Hauptthemen (z.B. Ausweisung des neuen Baugebiets zwischen Kreuzstraße, Wasserburger Straße und Angerweg; Rückbau und Umgestaltung der Ortsdurchfahrt; Breitbandentwicklung etc.)?

Schreyer: Mit der weiteren Entwicklung der Gemeinde sind wir auf einem guten Weg. Der Breitbandausbau ist fast abgeschlossen und unserer Gemeinde (es wurde jedes Wohnhaus unter 30 MB auch im Außenbereich mit angeschlossen) eine enorme digitale zukünftige Entwicklung ermöglicht. Nach dem Erwerb unseres ehemaligen Sparkassengebäudes steht nun der Umbau im Erdgeschoss zur Gemeindeverwaltung mit anschließendem Umzug an. Das wird im nächsten halben Jahr umgesetzt werden.

Für unsere Bebauung in Albaching-Ost, zwischen Kreuzstraße, Wasserburger Straße und Angerweg, ist der Bebauungsplan auf einem vielversprechenden Weg. So werden auf diesem Gebiet eine Gewerbefläche, ein Mischgebiet und eine Wohnbebauung entstehen. Im Mischgebiet, das im Gemeindebesitz bleiben wird, soll sich ein Seniorenbereich entwickeln.

Momentan wird unsere Heizanlage am Schulgebäude mit der Verwaltung erneuert. Hier entsteht eine Biomasse-Heizzentrale mit einem Nahwärmenetz, das zum Ende des Jahres in Betrieb gehen soll. Im nächsten Jahr wird nun auch die Umgestaltung und Neubau der alten Kreisstraße im Bereich der Ortsdurchfahrt umgesetzt werden.

Worauf freuen Sie sich morgens, wenn Sie ins Rathaus gehen?

Schreyer: Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit als Bürgermeister (vormittags bin ich noch berufstätig) beginnt meine Arbeitszeit als Bürgermeister erst am Nachmittag.

Für mich ist es immer eine Freude, freundliche, gutgelaunte und motivierte Mitarbeiter anzutreffen, die mich informieren. Die Gespräche mit unseren Bürgern schätze ich sehr.

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Wenn Sie einen Wunsch für Ihre Gemeinde frei hätten, dann …

Schreyer: Das Wichtigste ist mir immer der Wunsch, das alle Bürger und Bürgerinnen gesund und zufrieden sind und auch bleiben können. Die Gemeinde Albaching soll bodenständig bleiben und sich zukunftsorientiert entwickeln und somit Heimat sein für alle Oibichna gemäß meinem Motto: „Miteinander sind wir stark!“

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