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Aus dem Gemeinderat

Rotter Bücherei wird modernisiert

Die Rotter Bücherei soll modernisiert werden.
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Die Rotter Bücherei soll modernisiert werden.
  • VonRichard Helm
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Die Rotter Bücherei soll modernisiert werden: Über die Pläne herrschte aber Uneinigkeit im Gemeinderat, denn obwohl die Pfarrei der Träger ist, soll die Gemeinde dafür zahlen.

Rott – Die Rotter Bücherei möchte Bürgermeister Daniel Wendrock (parteifrei) modernisieren. In der jüngsten Gemeinderatssitzung kam es zu dessen Überraschung aber zu großen Diskussionen.

Die Bücherei befindet sich in Trägerschaft der Katholischen Pfarrei und ist seit den 1990er Jahren in den Räumen des Gemeindehauses untergebracht. Eine vertragliche Vereinbarung besteht hierzu nicht, eine Miete oder sonstige Nutzungsvereinbarung wird nicht gezahlt.

16 ehrenamtliche Helfer stehen bereit

Nachdem die bisherige ehrenamtliche Betreuerin Agnes Ständer nach 50 Jahren die Tätigkeit altersbedingt nicht weiterführen konnte, hat Wendrock den Neuaufbau der Bibliothek mit Dekan Klaus Vogel, Christian Staber von der Kirchenverwaltung Kirche und der Bibliothekarin Sabine Adolph vom Michaelisbund, dem Dachverband der kirchlichen Bibliotheken, besprochen. Die Ergebnisse stellte der Bürgermeister im Gemeinderat vor.

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Ehrenamtliche Helfer seien gesucht und 16 Personen gefunden, die die Betreuung fortführen würden. Geplant sei zudem die Modernisierung des Bücherbestandes. Das veraltete Buchmaterial werde bei einem Bücherflohmarkt verkauft. Die Aufstockung soll anhand von Bestsellerlisten zu den Themen Lebensberatung, Kinder und Jugend und aktuelle Belletristik erfolgen. Zudem sollen die bestehenden Räume instandgesetzt, die Wände gestrichen, eine neue Beleuchtung angebracht und zudem ein Internetzugang gelegt werden.

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Bürgermeister Wendrock plant außerdem im Eingangsbereich einen „Klosterladen“, der von den ehrenamtlichen Betreuerinnen mitbetreut werden soll. Es sei auch sinnvoll, so die Meinung des Bürgermeisters, bei der kirchlichen Trägerschaft zu bleiben, da die Kirche von der erweiterten Umsatzsteuerpflicht ausgenommen sei.

Vom Gemeinderat wollte Wendrock das Vorgehen abgesegnet haben, wurde jedoch mit einer großen Diskussion überrascht. Stärkster Gegner des Vorhabens war Marinus Schaber (BfR). Er sagte, wieder trage die Gemeinde alle Kosten. Seit über 20 Jahren nutze die Kirche mietfrei die Räume. Die Institution halte sich immer zurück, wenn es gelte, etwas zu finanzieren. Wieso könne die Bücherei nicht woanders untergebracht werden? Wieso könne nicht hier ein Klosterladen mit touristischen Angeboten entstehen?, fragte Schaber und schlug die Hausmeisterwohnung im Pfarrsaal oder das Pfarrhaus vor, wo bereits lange Zeit die Bücherei mal untergebracht war.

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Carola Kahles (RF) war jedoch froh über die Bücherei an diesen Standort. Er sei ideal für alle Kirchenbesucher. Eine Bücherei gehöre zum Ort und außerdem werden die digitalen Medien eine eventuelle Platznot lindern. Sebastian Mühlhuber (CSU) meinte, ein Klosterladen alleine könne nicht laufen. Platz sei weder im Pfarrsaal noch im Pfarrhof vorhanden. Zudem könnten die Mitarbeiter im Pfarrhof eine Bücherei nicht bewältigen. Außerdem gab Mühlhuber zu bedenken, dass jeder andere Standort erst neu hergerichtet werden müsse, während die Räume am jetzigen Standort nur instandgesetzt werden.

Matthias Eggerl (CSU) meinte, bei den zwei Öffnungszeiten am Mittwochabend und Sonntagvormittag mache einen eigenen Klosterladen bei der Bücherei keinen Sinn.

Wendrock gab an, die Öffnungszeiten ausweiten zu wollen. Da biete sich der Freitag an, wenn der Bauernmarkt ist. Eggerl sagte weiter, dass über andere Standorte durchaus nachgedacht werden dürfe. Wenn es doch im Vorraum zu einem Klosterladen kommen sollte, dann solle es auch Angebote für Rotter geben und nicht nur für Tagestouristen.

Mietzeitraum wird kürzer gehalten

Geschäftsstellenleiter Maximilian Brockhoff wandte ein, dass eine Überlassung von Gemeinderäume an Privatanbieter nicht so einfach möglich ist. Max Zangerl (BfR) fragte: „Warum nicht über einen Klosterladen überlegen?“ In Zainach funktioniere es doch auch.

Bürgermeister Wendrock zeigte sich überrascht von der Diskussion und bot den Gemeinderäten eine Verschiebung auf die nächsten Gemeinderatssitzungen vor. Hier wandte Gemeinderätin Kahles ein, dass die ehrenamtlichen Bürger jetzt bereit wären. Christian Franke (BfR) warnte seine Ratskollegen davor, jedes Thema verschieben zu wollen um darüber nachzudenken. Mit zwei Gegenstimmen segnete der Gemeinderat das Vorhaben ab. Gemeinderat Schaber sagte, eine langfristige Vertragsbindung sei mit ihn nicht zu machen. Gemeindeoberhaupt und Gemeindeverwaltung versprachen, die Vermietung kürzer zu halten.

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